Christoph Brutschin ist für Sonntagsverkauf

Basel Tourismus und Pro Innerstadt haben eine neue Idee für offene Geschäfte am Sonntag in Basel-Stadt – und Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin hat dafür ein offenes Ohr.

Regierungsrat Christoph Brutschin ist für einen Versuch des Sonntagsverkaufs – nach den Vorschlägen von Pro Innerstadt und Basel Tourismus. (Bild: Nils Fisch)

Wenn Ladenbesitzer selber in die Hosen steigen, sollen sie am Sonntag offen haben dürfen: So weit die Idee von Basel Tourismus und Pro Innenstadt, um Basel-Stadt auch am Sonntag zu beleben, wie die «bz Basel» berichtete. Die Regel würde nur für inhabergeführte Geschäfte gelten. Und nur, wenn Besitzer selbst hinter der Ladentheke stehen. So liesse sich das von den gesetzlichen Rahmenbedingungen her wie bei einem Familienbetrieb umsetzen.

Die Idee findet Unterstützung von Regierungsrat Christoph Brutschin. Im Interview mit der «bz Basel» sagt der Basler Wirtschaftsdirektor: «Wann immer etwas getan wird, um die Stadt innerhalb des gesetzlichen Rahmens zu beleben, bin ich dafür.»

Das ganze Interview in der «bz Basel»: Basler Wirtschaftsdirektor unterstützt Sonntagsverkaufs-Idee: «Einen Versuch ist es Wert».

Konversation

  1. Ich jedenfalls freue mich: Tim (römpömpöm) Cook verkauft in der neu belebten Innerstadt jeweils jeden Sonntag um Zehn die beliebte Apple-Watch persönlich (inklusive Konfiguration) und gönnt dem Personal einen Freitag.

    Das ist Kapitalismus pur (niemals war Freiheit so wertvoll wie heute).

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  2. Wie rasch sich die Zeiten doch ändern und der Wind offensichtlich dreht.
    Vor knapp zwei Jahren ist Thomas Kessler, ja der geschasst Stadtentwickler, mit der Idee eines Sonntagsverkaufes, notabene zur Belebung der Innerstadt, vorgeprescht. Damit hat er sich bei der Regierung eine Gelbe Karte eingehandelt. Solchermassen geniale Ideen bleiben der Verkündung durch die Regierung, oder zumindestens ihrer eigenen PressesprecherInnen, vorbehalten. Basta! Namentlich RR Brutschin gab den Empörten. Jetzt kommt Brutschin, als Pressesprecher von Basel Tourismus und Pro Innerstadt, und füllt das Sommerloch mit der umwerfenden Neuigkeit eines Sonntagsverkaufes und lanciert die Stadt-wach-auf-Idee. Wir sind begeistert!

    Nachdem kürzlich auch ein paar verträumte GrossrätInnen die Gratisfähre über den Rhein lanciert und (nach Zürcher-Manier) eine, als Basler Drämmli verkleidete Gondelbahn über den Rhein propagieret haben, ist das Innovationsfieber auf dem Siedepunkt. Wir sind gespannt, ob weitere Regierungsmitglieder diesen Schub aufnehmen und neue Ideen für Basel generieren.

    PS.: https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/wegen-sonntagsverkauf-gibt-es-streit-in-der-basler-regierung-129771641

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    1. Lieber Christoph

      Unterschied ist, dass der von Dir erwähnte Vorschlag ausserhalb des Gesetzes liegt, der hier im Artikel beschriebene Ansatz dagegen innerhalb. Wenn sich Dein Mütchen also später ganz abgekühlt hat, empfehle ich dazu die Lektüre des eidg. Gesetzes über das Arbeitsrecht – dies allerdings nur dann, wenn Dir – wie mir – am Rechtsstaat gelegen sein sollte.

      Geniess den Sommer, viele Grüsse, Christoph Brutschin

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    2. Lieber Christoph

      Da kann ich mir eine kurze Rückantwort natürlich nicht verklemmen. Soviel Mütchen muss sein (?)…
      Ich gehe davon aus, dass im Sinne der Rundum-Urbanisierung des Stadtkerns, auch die staatlichen Dienstleistungsstellen am Sonntag für den einfachen Stadtproletarier und Büetzer aus dem Klybeck zugänglich sind. Oder gibts dafür ein Gesetz, welches der staatlichen Verwaltung einen Sonderstatus zugesteht und die Sonntagsarbeit untersagt? Regierung & Verwaltung sind ja eigentlich politische Familienbetriebe.

      Eine Win-Win-Sitation wär’s in jedem Fall: Der konsumierende Sonntagsgänger kompensiert die Umsatzeinbrüche durch das beliebte, weil billigere, Auslandshopping, belebt nebenbei die Innerstadt und kann by the way gleichzeitig auch noch seinen Pass erneuern, die nötigen Steuerauskünfte einholen und sich bei RR Christoph Brutschin persönlich und volksnah über die laufenden Politgeschäfte erkundigen.
      Aber vielleicht ist’s dann wie im realen Leben: Am regierungsrätlichen Desk sitzen Elisabeth und Eva.
      Die Herren stürzen sich derweilen radelnd ins Freizeitvergnügen und sind auswärts „tätig“.

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  3. Ich arbeite sonntags und feiertags.
    Es geht ganz gut, man kann sich einrichten.
    Gesundheitsbereich nennt man das.

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  4. Der gute Herr Brutschin, muss am Sonntag nicht arbeiten.
    Aber viele Menschen denen das Geld nicht langt und unter
    der Woche arbeiten müssen, weil sie Kinder haben.
    Somit geht die Familie kaputt und am Schluss bezahlt
    die Sozialhilfe.

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