Deutsche fühlen sich in der Schweiz nicht willkommen

Eine Studie wollte wissen, wie sich Deutsche fühlen, die in der Schweiz leben und arbeiten. Resultat: Viele von ihnen stellen eine anti-deutsche Grundstimmung fest, die sich in verschiedenen Lebensbereichen bemerkbar mache.

Viele Deutsche fühlen sich in der Schweiz nicht willkommen (Bild: sda)

Eine Studie wollte wissen, wie sich Deutsche fühlen, die in der Schweiz leben und arbeiten. Resultat: Viele von ihnen stellen eine anti-deutsche Grundstimmung fest, die sich in verschiedenen Lebensbereichen bemerkbar mache.

Eine Studie hat das Befinden der Deutschen in der Schweiz untersucht. Grundlage ist die Annahme einer «nur eingeschränkten Aufgeschlossenheit» der Schweizer Bevölkerung gegenüber Zuzügern aus Deutschland.

Die am Donnerstag veröffentlichte Studie habe zum Ziel, «die klimatischen Bedingungen für Deutsche in der Schweiz sowohl am Arbeitsplatz als auch im Alltag zu analysieren», heisst es in der Einführung der Studie, für die die Wirtschaftsuniversität Wien mit der Universität St. Gallen zusammenarbeitete.

Etwa 1000 in der Schweiz arbeitende Deutsche beantworteten dafür 2014 online eine ganze Reihe von Fragen. Kontaktiert wurden sie unter anderem über Internet-Plattformen wie Xing oder Facebook.

Benachteiligungen wegen der Nationalität

Je nach Thema gaben 13 bis 24 Prozent der befragten Deutschen an, in der Schweiz wegen ihrer Nationalität benachteiligt zu werden: 21 Prozent hatten diesen Eindruck beispielsweise beim Kauf oder der Miete einer Wohnung oder eines Hauses. 15 Prozent gaben an, ihnen sei eine Anstellung verweigert worden, weil sie Deutsche seien.

Befragungen zu Themen wie Service im Restaurant, zu Respekt und Höflichkeit zeigten, «dass verschiedene Arten von Zurücksetzung oder Ungleichbehandlung im Schweizer Alltag in unterschiedlicher Intensität erlebt werden», folgerten die Verfasser aus den Umfrageergebnissen.

Anti-deutsche Grundstimmung

Eine anti-deutsche Grundstimmung in der Schweiz werde von vielen Deutschen wahrgenommen, heisst es. Dies wirke sich vor allem auch am Arbeitsplatz aus. Einige der Zuzüger versuchten, durch bewusst gesteuertes Verhalten Geringschätzungen zu entgehen: So gaben 23 der Befragten an, «manchmal weniger oder gar nicht zu reden, damit sie aufgrund ihrer Aussprache nicht als Deutsche identifiziert werden».

Die Befragten mussten sich für die Studie auch zu folgender These äussern: «In die Schweiz kommt man nicht als Deutscher, sondern man wird in der Schweiz erst zum Deutschen gemacht».

15 Prozent stimmten dieser Aussage «voll zu», 34 Prozent kreuzten das Kästchen «stimme eher zu» an. 19 Prozent entschieden sich für «weder noch», die übrigen 32 Prozent der Befragten lehnten die These «eher» oder «ganz» ab.

Eine der Schlussfolgerungen aus der Studie: Etwa 30 Prozent der in der Schweiz lebenden Deutschen fühlten sich «nicht willkommen und nicht dazugehörig». Weitere 30 Prozent teilten diese Empfindung zumindest teilweise.

Konversation

  1. Wenn man ganz ehrlich ist, ist eigentlich nur das Geld noch hier willkommen, am besten halt doch (un-)versteuert.
    – Das Hotelleriegewerbe bietet Apohekerpreise, man übernachtet dann in einer Art „Zelle“ mit Fernsehen.
    – Die Bahn nach Genf kostet bald fast soviel, wie nach Berlin.
    – Die Häuser können sich eigentlich nur noch Sehr-Wohlhabende leisten, der Rest ist eigentlich nur Abwart für die Kredit-Bank mit leichter persönlicher Konkurs-Aussicht.
    – Was die Schweiz von allen übrigen denkt, wird sicher beim nächsten roten Plakataushang (Schafe, Ziegen und…..) vor der nächsten Abstimmung wieder sehr deutlich.
    – Die Freundlichkeit in den Läden ist herausragend! ….
    (Ob deswegen viele lieber nebenan einkaufen gehen?)
    – Die hiesigen Mieten sind geradezu eine Einladung…
    …woanders weiter zu suchen. (Elsass?)
    Eine Ausnahme könnten Monegassen und Luxemburgerlis* sein.
    …und natürlich die stets lächelnden Chnesen.
    (…Die kaufen uns dann später.)

    *Könnte Geld süss sein?

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  2. Na ja, Jungs und Mädels: Ihr habt mir ja ohne erfindlichen Grund hier einen Kommentar entfernt.

    Macht nichts: Die Welt gehört euch. Geniesst sie. Aber denkt daran: Man sieht sich immer zwei mal.

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  3. – ich krieg n bier.
    – äh nein. so jedenfalls nicht.
    – du sagst das nur weil ich deutsch bin!
    – nein. du sagst das nur weil du deutsch bist.

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  4. Oder anders ausgedrückt, Etwa 40 Prozent der in der Schweiz lebenden Deutschen fühlten sich willkommen und dazugehörig. Weitere 30 Prozent teilten diese Empfindung zumindest teilweise.

    Bös gemeinte Frage: könnte es sein, dass sich die „im Artikel erwähnten“ 30%, zu wenig bevorzugt fühlen? Es kann ja auch sein, dass eine Stelle, eine Wohnung oder was auch immer, an einen „normalen“ Ausländer vergeben wird…..oder, ich traue es fast nicht zu formulieren, sogar an Schw……….

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    1. …Ja, natürlich: Schwarz-Afrikaner!
      Wie konnte man auch nur was anderes denken.
      Der andere Schw. könnte ja mal bei so einem Ausland-Einkauf auf die Idee kommen, sich dort eine Tageszeitung zu kaufen und…… später dann seinen Wohnsitz tatsächlich mal nach nebenan zu verlegen.
      Dann wird wieder eine Wohnung frei.

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