Deutschschweizer streiten mit Mitbewohnern, Romands mit Nachbarn

Geht es um Konflikte beim Wohnen tut sich in der Schweiz ein Röstigraben auf: Laut einer Umfrage von homegate.ch gibt es in der Deutschschweiz am häufigsten Streit mit Mitbewohnerinnen und -bewohnern, während Romands am häufigsten mit Nachbarn Konflikte austragen.

Mann reinigt das Treppenhaus eines Wohnhauses bei Bern (Symbolbild) (Bild: sda)

Geht es um Konflikte beim Wohnen tut sich in der Schweiz ein Röstigraben auf: Laut einer Umfrage von homegate.ch gibt es in der Deutschschweiz am häufigsten Streit mit Mitbewohnerinnen und -bewohnern, während Romands am häufigsten mit Nachbarn Konflikte austragen.

Schmutz und Dreck sind der am meisten genannte Grund für Streit in Deutschschweizer Wohnungen (41 Prozent). Ebenfalls häufig sind Konflikte, weil sich Mitbewohnerinnen und -bewohner nicht an Abmachungen halten (35 Prozent).

Beides gibt in der Romandie und im Tessin weniger Anlass zu Streit, wie das Immobilienportal homegate.ch mitteilte. Die Lateinischsprachigen enervierten sich am häufigsten wegen Lärms (Romandie: 35 Prozent; Tessin: 32 Prozent) und wegen des Herumliegenlassens von persönlichen Dingen in der Wohnung (35 respektive 36 Prozent).

Wegen Konflikten schon einmal rechtlichen Beistand gesucht haben in allen Landesteilen weit weniger Menschen: In der Deutschschweiz war es rund jeder Fünfte (21 Prozent), in der Romandie 19 Prozent und im Tessin 18 Prozent. Anlaufstellen bei Problemen waren Verbände, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen – und auch Nachbarn.

Ruhe und eine eigene Waschmaschine

Sind sich Mieter und Vermieter uneinig, geht es in der Deutschschweiz und im Tessin vor allem um die Abrechnung der Nebenkosten sowie um kleinere Reparaturen. In der Westschweiz dagegen gibt das Thema «Renovierungen» am häufigsten Anlass zu Konflikten mit Hausbesitzern oder Verwaltungen.

Landesweit möchten Mieterinnen und Mieter aber vor allem eines: Ruhe und eine eigene Waschmaschine. Lärm ist laut der Umfrage der weitaus grösste Konfliktherd beim Wohnen. Danach folgen Konflikte um gemeinsam genutzte Waschküchen und um den Waschplan.

An der Umfrage beteiligten sich nach Angaben von homegate.ch etwas mehr als 1500 Personen in allen drei Sprachregionen.

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