Eine Augenweide: 7-mal Claudia Cardinale im Film

Das Stadtkino Basel widmet Schauspielerin Claudia Cardinale eine Retrospektive – und begrüsst den italienischen Star sogar live: Am Freitag, 20. Februar, ist Cardinale zu Gast in Basel (19 Uhr). Zur Einstimmung: 7 Filme mit ihr, die man gesehen haben muss. Das Stadtkino Basel widmet der italienischen Schauspielerin Claudia Cardinale eine Retrospektive und zeigt einige der […]

«Once Upon A Time In The West»: Claudia Cardinale als Jill McBain.

Das Stadtkino Basel widmet Schauspielerin Claudia Cardinale eine Retrospektive – und begrüsst den italienischen Star sogar live: Am Freitag, 20. Februar, ist Cardinale zu Gast in Basel (19 Uhr). Zur Einstimmung: 7 Filme mit ihr, die man gesehen haben muss.

Das Stadtkino Basel widmet der italienischen Schauspielerin Claudia Cardinale eine Retrospektive und zeigt einige der grössten Filme, in denen sie mitgewirkt hat. Höhepunkt des Monats-Specials ist der Auftritt der Geehrten: Am Freitag, 20. Februar, tritt Cardinale persönlich im Stadtkino auf (19 Uhr) und spricht über ihre Karriere.
Zur Vorbereitung Einstimmung erinnern wir an 7 Filme, die man gesehen haben sollte.

1. «Rocco und seine Brüder» (1960)

Regisseur Luchino Visconti hat die damals 22-jährige Cardinale ebenso gross herausgebracht und gefördert wie das französische Talent Alain Delon: In «Rocco e i suoi fratelli», einem Film über den Zerfall einer Familie, die aus dem armen Süden stammt und sich in der fremden Metropole durchschlägt, überzeugen beide mit ihrem expressiven Schauspiel.   

2. «Il Gattopardo» (1963)

Die zweite Zusammenarbeit von Visconti mit Delon und Cardinale: Ein Kostümfilm, der zur Zeit des Guerillakämpfers und Nationalisten Giuseppe Garibaldi im 19. Jahrhundert angesiedelt ist. Cardinale tanzt darin Walzer mit Burt Lancaster und wird in ihrer «ungestümen Körperlichkeit zu einem strahlenden Todesengel stilisiert», wie «Die Welt» einst schwärmerisch festhielt.  

 

3. «The Pink Panther» (1963)

Vom Leoparden zum Panther, dem Pinken Panther, dem grössten Diamanten der Filmgeschichte. David Niven spielt einen Meisterdieb mit Charme, einen Upper-Class-Womanizer, der sich in Cortina d’Ampezzo an die Tochter eines Maharadschas ranmacht, um ans eigentliche Juwel heranzukommen. Allein wie sich Cardinale in dieser Krimiködie voller exotischer Erotik vor dem Kaminfeuer räkelt, bleibt unvergesslich. Auch Niven, im ersten Film der eigentliche Star (Peter Sellers spielte sich als Inspector Clouseau erst warm), war betört von ihrer Ausstrahlung: Der Brite bezeichnete sie danach als «Italiens glückbringendste Erfindung seit den Spaghetti».    

4. «Otto e mezzo» (1963)

Welch ein Feuer in Claudia Cardinale brannte, manifestierte es sich nicht nur auf der Leinwand – sondern auch in der Anzahl Engagements: Allein 1963 spielte sie in drei epochalen Filmen mit. Darunter «Achteinhalb» von Federico Fellini.

5. «Vaghe stelle dell’orsa» (1965) 

Noch einmal ein Film von Luchino Visconti, der eine antike «Elektra»-Tragödie in die 1960er-Jahre übertragen hat, mit seinen Symbolismen allerdings den Stoff überfrachtet und verklärt. Wäre da nicht Cardinale, die in den Augen vieler Kritiker den Film gerettet und massgeblich zum Gewinn des Goldenen Löwen beigetragen hat. Sie spielt die Hauptrolle: Sandra, Tochter aus gutem Hause, die eine inzestuöse Beziehung mit ihrem Bruder unterhält. 

6. «C’era una volta il West» (1968)

«Spiel mir das Lied vom Tod», der Film mit den harten Männern, den extremen Close-ups, der heulenden Mundharmonika – und mit der classy Cardinale! Als Edel-Prostituierte und Witwe Jill Mc Bain spielte sie sich darin ins kollektive Gedächtnis. Hure und Heilige, beide Typen vereint sie in diesem Westernklassiker grossartig. Ebenso grossartig inszeniert von Sergio Leone.  

 

7. «Fitzcarraldo» (1982)

Nicht Hure, sondern eine Zuhälterin spielt sie in Werner Herzogs von Besessenheit geprägtem Film. Molly ist die Geliebte des mittellosen, aber fantasievollen Unternehmers Fitzcarraldo (Klaus Kinski), der im Amazonasgebiet Kautschuk ab- und eine Oper aufbauen möchte. Molly versucht, ihm bei der Verwirklichung dieses Traums zu helfen. Legendär der Film, fast noch legendärer die Entstehung desselben (hier das Kultwerk, worin die Geschichte beschrieben wurde).

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Claudia Cardinale live: Stadtkino Basel, Freitag, 20. Februar, 19 Uhr. 
Im Gespräch mit dem Filmwissenschaftler und -journalisten Till Brockmann.

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