Für Familienplanung zuständiger Beamter überfährt Kind in China

Ein für die Familienplanung zuständiger Beamter hat das Baby einer Familie überfahren, die er wegen Verstosses gegen Chinas Ein-Kind-Politik belangen wollte. Nach Angaben eines örtlichen Verwaltungsbeamten vom Dienstag ereignete sich das Drama in der ostchinesischen Stadt Wenzhou.

Wie das Baby unter das Auto geriet, ist noch unklar (Symbolbild) (Bild: sda)

Ein für die Familienplanung zuständiger Beamter hat das Baby einer Familie überfahren, die er wegen Verstosses gegen Chinas Ein-Kind-Politik belangen wollte. Nach Angaben eines örtlichen Verwaltungsbeamten vom Dienstag ereignete sich das Drama in der ostchinesischen Stadt Wenzhou.

Der Beamte forderte demnach von den Eltern eine Strafgebühr; als diese sich weigerte, wollte er sie in sein Büro bringen. „Er fuhr los, doch dann entdeckte er unter seinem Wagen die Leiche des 13 Monate alten Jungen.“

Das Baby wurde noch in ein Spital gebracht, doch kam jede Rettung zu spät, wie die „Volkszeitung“ auf ihrer Internetseite berichtete. Die Behörden hätten nun Ermittlungen eingeleitet, wie der kleine Jungen unter den Wagen gekommen sei.

Mit 1,3 Milliarden Menschen ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt. Um das Bevölkerungswachstum einzudämmen, gilt seit den späten 70er Jahren die sogenannte Ein-Kind-Politik. In Städten lebende Paare dürfen nur ein Kind bekommen, Paare auf dem Land dürfen ein zweites Kind bekommen, wenn das erste ein Mädchen ist.

Verstossen sie gegen die Regel, müssen sie hohe Strafen zahlen. Menschenrechtsgruppen zufolge werden zahlreiche Frauen zur Abtreibung gezwungen. Für Empörung sorgte im vergangenen Sommer der Fall einer jungen Frau, die im siebten Schwangerschaftsmonat zur Abtreibung gezwungen worden war.

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