Hohe Sonderlasten und Rechtskosten drücken Jahresgewinn bei Bayer

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat 2012 seinen Umsatz um 8,8 Prozent auf 39,76 Milliarden Euro steigern können. Profitiert hat der deutsche Konzern vom florierenden Agrarchemiegeschäft und einem starken Gesundheitsgeschäft.

Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn bei Bayer (Archiv) (Bild: sda)

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat 2012 seinen Umsatz um 8,8 Prozent auf 39,76 Milliarden Euro steigern können. Profitiert hat der deutsche Konzern vom florierenden Agrarchemiegeschäft und einem starken Gesundheitsgeschäft.

Diese polierten insbesondere im vierten Quartal das operative Ergebnis auf. Der Reingewinn von Bayer fiel mit 2,45 Mrd. Euro 2012 dennoch leicht tiefer als 2011 aus, als unter dem Strich 2,47 Mrd. Euro übrig blieben. Grund dafür sind hohe Sonderlasten wie etwa Rechtskosten, wie Bayer am Donnerstag mitteilte.

Solche Sonderlasten verdoppelten sich im vergangenen Jahr fast auf 1,7 Mrd. Euro. Sie waren beispielsweise auf den Rechtsstreit um gesundheitliche Folgen der Antibabypillen Yaz und Yasmin zurückzuführen. In den USA hat Bayer sich inzwischen mit 4800 Klägerinnen geeinigt und insgesamt 1 Mrd. Dollar ausbezahlt. Eine Haftung hat Bayer dabei aber nicht anerkannt.

In den USA währt die gerichtliche Auseinandersetzung um Thrombose-Gefahren von Antibaby-Pillen, die Drospirenon enthalten, schon Jahre. Zu diesen Produkten zählen auch die Bayer-Mittel.

Weiterhin offen sind rund 13’600 Klagen. Bayer schliesst nur Vergleiche ab mit Klägerinnen, bei denen gefährliche Blutgerinnsel, etwa Venenthrombosen oder Lungenembolien, aufgetreten sind. Die Antibaby-Pillen gehören zu den umsatzstärksten Präparaten von Bayer. Mit Yaz und Yasmin setzte Bayer 2012 weltweit 1,045 Mrd. Euro um.

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