Beim traditionsreichen französischen Modehaus Hermès ist von der Wirtschaftkrise nichts zu spüren. 2011 sei das erfolgreichste Jahr in seiner Geschichte gewesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
Unter dem Strich verdiente Hermès im vergangenen Jahr 594,3 Mio. Euro, fast 41 Prozent mehr als 2010. Der Jahresumsatz stieg demnach auf den Rekordwert von 2,84 Mrd. Euro. An seine Aktionäre schüttet das Unternehmen 7 Euro Dividende aus.
Die von Hermès 2010 lancierte chinesische Marke Shang Xia entwickelte sich im vergangenen Jahr besser als erhofft. Sie habe einen Umsatz von gut 2 Mio. Euro erzielt, teilte Konzernchef Patrick Thomas in Paris mit. „Shang Xia läuft sehr gut.“
Ob dies auf Dauer sei, werde sich aber erst in zehn Jahren zeigen. Ein erstes Shang-Xia-Geschäft wurde im September 2010 in Shanghai eröffnet, zwei weitere sollen Ende dieses Jahre in Peking und Paris ihre Tore öffnen. Die chinesische Filiale bietet neben Schmuck und Kleidungsstücken auch Heimtextilien und Einrichtungsgegenstände an. Sie ist dem Unternehmen zufolge auch als „Vitrine für chinesisches Know-how“ gedacht.