Nasa-Roboter «Curiosity» schickt Bilder vom Mars

Der Roboter «Curiosity» ist erfolgreich auf dem Mars gelandet. Das teilte die Nasa im Kontrollzentrum im US-Bundesstaat Kalifornien mit. Die Landephase galt unter Experten als schwierigster Abschnitt der rund zwei Milliarden Euro teuren Mission. 

Nachricht vom Mars: Einer der ersten Schnappschüsse von Nasa-Buggy «Curiosity». (Bild: Reuters)

Der Roboter «Curiosity» ist erfolgreich auf dem Mars gelandet. Das teilte die Nasa im Kontrollzentrum im US-Bundesstaat Kalifornien mit. Die Landephase galt unter Experten als schwierigster Abschnitt der rund zwei Milliarden Euro teuren Mission. 

Die US-Raumfahrtbehörde NASA teilte kurz nach 7.30 Uhr (MESZ) mit, sie habe Signale einer sicheren Landung auf dem Mars empfangen. „Curiosity“ erreichte den Roten Planeten nach einem mehrmonatigen Flug. Kurz nach der Landung habe die Sonde bereits die ersten beiden Bilder zur Erde gesendet.

Liverstream der Nasa zur Landung

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Die Landung galt als schwierigster Abschnitt der Mission. Ihre Anspannung war den Mitarbeitern insbesondere während der sieben Minuten langen Landephase ins Gesicht geschrieben.

Schwierige Landephase

Bei dem sehr komplizierten Landemanöver hätte vieles schief gehen können. Die Flugkontrolle hatte „sieben Minuten des Schreckens“ zu überstehen, als „Curiosity“ die dünne Mars-Atmosphäre durchflog und von einer Geschwindigkeit von 20’920 Kilometern pro Stunde auf Null abgebremst werden musste.

Mit der Nachricht der erfolgreichen Landung brach minutenlanger Jubel im Kontrollzentrum aus. Die Mitarbeiter lagen sich in den Armen. Die Crew brach angesichts des mit Spannung erwarteten Ereignisses in Tränen aus, die Mitglieder des Kontrollteams umarmten sich und verteilten „Mars“-Schokolade. „Oh mein Gott“, sagte einer der Forscher.

US-Präsident Barack Obama lobte die Landung von „Curiosity“ als eine „beispiellose Technologie-Leistung“. „Heute haben die USA auf dem Mars Geschichte geschrieben“, sagte Obama am Montag in Washington einer Mitteilung zufolge.

Die Landung des Roboterfahrzeugs der US-Raumfahrtbehörde NASA werde in der Zukunft als „Argument des Nationalstolzes“ dienen. Er warte gespannt auf die Ergebnisse, die „Curiosity“ liefern werde.

Nach Spuren von Leben suchen

Das sechsrädrige Fahrzeug soll auf dem Mars zwei Jahre lang nach Spuren von Leben suchen. Es ist die teuerste und technisch ausgefeilteste Mission, die je zum Roten Planeten geschickt worden ist.

„Curiosity“ hat die Grösse eines kleinen Autos und wiegt mehrere Hundert Kilogramm. Der mit Atomantrieb ausgerüstete Roboter soll die Lebensbedingungen auf dem Mars erforschen und unter anderem im Boden nach Spuren von Kohlenstoff suchen, der eine der Grundvoraussetzungen für die Entwicklung von Leben ist.

In der Vergangenheit waren nur wenige Marslandungen erfolgreich. Von 14 Versuchen verschiedener Raumfahrtagenturen gelangen sechs.

Konversation

  1. „Der Mensch will da einfach hoch“ konnte man betreffend „Curiosity“ in den Medien lesen. Kann man einfach die Annahme treffen, dass dies die Menschheit will? Immerhin sind US$ 2’500’000’000 wegen ein paar läppischen Fragen zu möglichem Leben auf dem Mars verschleudert worden. Aber für das reale Leben einiger mittelloser Menschen heute und hier unten auf Erden bleibt der Geldhahn zugedreht? Da stellen sich doch ganz andere Fragen…

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  2. Für solche Luxusprojekte haben die USA Geld. Hingegen reicht es nicht, auch nur für eine minimale Grundversorgung des Gesundheitswesens für alle Menschen.

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