OSZ-Entli©s grosser Tag beim Militär

Bei seinem ersten offiziellen Auftritt hat Konferenz-Maskottchen OSZ-Entli© die Armee besucht. Es war inbesondere angetan von den diskreten Uniformen. Am Mittwoch hatte OSZ-Entli© seinen ersten offiziellen Auftritt als Maskottchen. Der Sympathieträger der Basler Bevölkerung besah sich anlässlich der Medienkonferenz im Zeughaus «einige ausgewählte Sicherheitsleistungen» (so lautete zumindest das Versprechen auf der Einladung). «Militär? Geil!», dachte […]

Bei seinem ersten offiziellen Auftritt hat Konferenz-Maskottchen OSZ-Entli© die Armee besucht. Es war inbesondere angetan von den diskreten Uniformen.

Am Mittwoch hatte OSZ-Entli© seinen ersten offiziellen Auftritt als Maskottchen. Der Sympathieträger der Basler Bevölkerung besah sich anlässlich der Medienkonferenz im Zeughaus «einige ausgewählte Sicherheitsleistungen» (so lautete zumindest das Versprechen auf der Einladung).

«Militär? Geil!», dachte sich OSZ-Entli©. Seit es als Küken mit wachsender Begeisterung durch untenstehendes Werk seines grossen Vogelvorbildes Globi blätterte, war es vom grünen Fieber gepackt.

(Bild: toys.ch)

OSZ-Entli© war sichtlich beeindruckt von den Männern im Tarnanzug, die mit ihren Puchs und Panzern bald in Basel einfallen. Als an der Medienkonferenz Begriffe wie «Scharfschützen», «Schusswaffengebrauch» und «Objektsicherung» fielen, ergab sich OSZ-Entli© zusammen mit den Schreibtischtätern aus den Lokalredaktionen dem wohligen Gefühl, auch einmal irgendwo «embedded» zu sein.

Beim anschliessenden informellen Austausch von «Weischno»-Episoden aus der Rekrutenschule stand OSZ-Entli© etwas abseits, da es weder wusste was «ind ZSA vrschiebe» heisst, noch was unter einem «Schlumpf» oder einem «Chilli-Johnny» zu verstehen ist.




(Bild: Hans-Jörg Walter)

Ein Highlight jagte das andere. Als nächstes kam der Programmpunkt «Panzer fahren». Für die knapp fünfminütige Fahrt zum temporären Luftwaffenstützpunkt zu St. Jakob wurden alle Journalisten in gepanzerte «Duros» gepackt.

Während sich die Herrschaften mit ihrem bei «Spiegel Online» angelesenen Wissen über Mörsergranaten und improvisierte Sprengsätze in Fallujah zu übertrumpfen versuchten, nahm OSZ-Entli© im Geschützstand Platz. Nur mit viel Beherrschung konnte es die Flossen von den rot markierten Kippschaltern lassen.

Solche Kippschalter gibt es auch in den F/A-18-Kampfjets, die, wie OSZ-Entli© vom Luftwaffen-Divisionär Bernhard Müller erfuhr, den heimischen Luftraum reinhalten werden. Und die auch bereit sind, ein böses Flugzeug, das in der Schweizer Luft nichts zu suchen hat, abzuschiessen. Aber nur als letzte Option und nur auf Befehl des Verteidigungsministers, der diese Befugnis aber auch delegieren könne. An wen, das sagte der Divisionär aber nicht.

Ein Divisionär, das ist übrigens ein General, der in der Schweiz einfach nicht so heisst. Das erfuhr das OSZ-Entli© später vom Militärexperten der Redaktion, der auch mal etwas Hohes war, was genau, weiss es aber nicht mehr.




(Bild: Dominique Spirgi)

OSZ-Entli© reihte sich mit seiner Panzerfahrt – wohl unbewusst – in eine lange Tradition von Militärsachenansehern ein.

(Bild: kimjongunlookingatthings.tumblr.com)

Die Fahrt geriet recht holprig, Enten werden zum Glück nicht seekrank. Trotzdem war OSZ-Entli© froh, als es sich nach der Ankunft am Militärbuffet an trockenen Militärbiscuit und «Magermilchschokolade mit Cornflakes und Kola-Extrakt» ergehen durfte. In alter Soldatenmanier verstand OSZ-Entli© nicht genau, was der Soldat aus der Romandie sagte.

 




(Bild: Hans-Jörg Walter)

Danach standen alle rum und warteten.

Um es kurz zu machen: Es folgte die Landung eines Helikopters, eine kleine Präsentation mit kunstvoll gemalten Flipchartseiten vom Standortverantwortlichen sowie die Panzerfahrt zurück.

OSZ-Entli© war zwar etwas enttäuscht darüber, dass kein einziger Schuss fiel. Die Bhaltis von Armee und Stadtmarketing machten diese Gefühle aber locker wett.




(Bild: Dominique Spirgi)

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Disclaimer: Dieser Erlebnisbericht wurde John Kerry zur Qualitätssicherung vorgelegt. Seine Worte: «What the duck!»

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