Regierungen beider Basel legen nach dem Elba-Nein die Tangente auf Eis

Die Regierungen der beiden Basel haben sich auf Prioritäten beim kantonsübergreifenden Strassenbau im Raum Allschwil, Binningen und Basel geeinigt. Demnach soll der Zubringer aus dem Bachgrabengebiet in Allschwil zur Nordtangente in Basel zügig vorangetrieben werden.

Der Nordtangenten-Zubringer aus Allschwil soll kommen.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

Die Regierungen der beiden Basel haben sich auf Prioritäten beim kantonsübergreifenden Strassenbau im Raum Allschwil, Binningen und Basel geeinigt. Demnach soll der Zubringer aus dem Bachgrabengebiet in Allschwil zur Nordtangente in Basel zügig vorangetrieben werden.

Das Baselbieter Stimmvolk hat Anfang November die Entwicklungsplanung Leimental-Birseck-Allschwil (ELBA) deutlich abgelehnt. Damit wurde auch die Planung für eine durchgehende stadtnahe Tangente sistiert, heisst es in einer Mitteilung der Baudirektionen beider Basel. Die beiden Regierungen haben sich nun zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen, um über das weitere Vorgehen in Sachen stadtnaher Hochleistungsstrassen zu beraten.

Das deutliche Nein zu Elba bezog sich vor allem auf des teure Kernprojekt eben dieser stadtnahen Tangente, die von Allschwil unter Binningen und unter dem Gundeli hindurch bis zum Autobahnanschluss Gellert geführt hätte. Ganz möchten die beiden Baudirektoren die umstrittene Tangente nun aber noch nicht begraben. Sie bleibt als längerfristige Option offen. Im Moment stehe deren Realisierung aber nicht im Vordergrund, heisst es in einer Mitteilung der beiden Regierungen.

Zubringer zur Nordtangente wird gebaut

Nicht zu ELBA gehörte der Zubringer aus dem Bachgrabengebiet in Allschwil zur Nordtangente in Basel. Dafür genehmigte der Landrat bereits einen Kredit von 4,5 Millionen für ein Vorprojekt. Die Regierungen wollen dieses Vorhaben rasch realisieren. Das Teilstück soll künftig Zubringer Bachgraben-Nordtangente heissen.

Die Kosten für das Vorhaben werden weiterhin auf rund 180 Millionen Franken geschätzt, wobei die Abweichungen bei 50 Prozent liegen können, wie es beim der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) auf Anfrage der SDA hiess. Angestrebt wird ein Baubeginn in fünf bis sieben Jahren. Die Bauzeit soll rund fünf Jahre betragen. Über den exakten Verlauf der oberirdischen Strasse wurde noch nichts bekannt gegeben.

Binninger- und Gundelitunnel haben keine Priorität

Bei der Projektierung dieses Vorhabens werde sichergestellt, dass es mit einer allfälligen späteren Ergänzung zu einer Umfahrung Allschwil kompatibel sei, heisst es in der Mitteilung. Bestandteil der stadtnahen Tangente war auch ein Tunnel in Binningen. In den nächsten fünf Jahren soll dieses Vorhaben nicht weiter bearbeitet werden.

Basel-Stadt hält seinerseits die Option Gundelitunnel mit einem Anschluss an die Autobahn offen. Der Tunnel unter dem Gundeldinger-Quartier soll aber erst gebaut werden, falls die Tangente doch noch realisiert wird und die anderen Abschnitte gesichert sind. Vorerst hat der geplante Rheintunnel bei der Osttangente eine deutlich höhere Priorität als der Gundelitunnel. Dies hatte die Basler Regierung bereits im Juni betont.

Die stadtnahe Tangente bleibt unvollendet: Auf den Binninger- und der Gundelitunnel wird vorläufig verzichtet.

Die stadtnahe Tangente bleibt unvollendet: Auf den Binninger- und der Gundelitunnel wird vorläufig verzichtet. (Bild: BUD)

Konversation

  1. Die Mitteilung, dass In den nächsten fünf Jahren das Vorhaben Binninger-Tunnel nicht weiter bearbeitet werden soll, tönt in etwa so realitätsbezogen und relevant, wie es die die Information wäre, dass das Baselbiet davon absehen will, nächstens die Weltherrschaft zu übernehmen.

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