Schweizer Curler verlieren EM-Final gegen Schweden

Die Schweizer Curler um Skip Peter De Cruz müssen sich an der EM in Esbjerg mit der Silbermedaille begnügen. Sie verlieren den Final gegen den hohen Favoriten Schweden 6:7 nach Zusatz-End.

Benoît Schwarz spielt die wichtigsten Schweizer Steine (Bild: SI)

Die Schweizer Curler um Skip Peter De Cruz müssen sich an der EM in Esbjerg mit der Silbermedaille begnügen. Sie verlieren den Final gegen den hohen Favoriten Schweden 6:7 nach Zusatz-End.

Die Crew des zweifachen Weltmeisters und nunmehr viermaligen Europameisters Niklas Edin aus Karlstad war in der Arena von Esbjerg an der dänischen Westküste ein wenig zu stark für das erstmals an einer EM startende Team des CC Genf. In der ersten Spielhälfte hielten Valentin Tanner, Peter De Cruz, Claudio Pätz und die Nummer 4 Benoît Schwarz gut mit und konnten sogar leicht dominieren. Sie gingen im 1. End mit einem Zweierhaus in Führung und führten auch noch nach fünf Ends (3:2)

Je länger die Partie jedoch dauerte, umso weniger Fehler leisteten sich die Schweden. Sie offerierten den Schweizern kaum noch Chancen auf Zweier- oder gar Dreierhäuser. Der Curling-Vollprofi Edin auf der vierten Position zeigte wie schon so oft in wichtigen Begegnungen ein filigranes Curling, dem Benoît Schwarz, der direkte Gegenspieler, nicht genug entgegensetzen konnte. Mit einem Zweierhaus zum 6:4 im 8. End verschafften sich die Schweden die vorentscheidende Führung. Die Schweizer glichen mit einem schön herausgespielten Zweier im 10. End nochmals aus, aber im Zusatz-End nutzte Edin den Vorteil des letzten Steins souverän.

Die vom früheren WM-Finalisten Claudio Pescia gecoachten Genfer gewannen bei ihrem ersten WM-Auftritt im April 2014 in Peking Bronze. Der jetzige Erfolg in Esbjerg ist ungefähr gleich hoch einzustufen – nämlich sehr hoch.

Während Niklas Edin seit 2009 mit riesigem Erfolg an praktisch allen Welt- und Europameisterschaften für Schweden im Einsatz stand, hatten aus dem Genfer Team nur Claudio Pätz und Benoît Schwarz EM-Erfahrung mitgebracht. Die beiden wurden vor zwei Jahren als Nummer 3 respektive als (fremder) Ersatzspieler Europameister in der Adelbodner Formation von Sven Michel.

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