Sportamt greift durch – Aufenthalt künftig nur noch im Badkleid erlaubt

Im Frauenbad Eglisee kommt es immer wieder zu Konflikten mit Musliminnen. Nun hat das Sportamt genug davon und plant auf die nächste Saison neue Massnahmen.

Ganzkörper-Schleier im «Fraueli» sollen ab nächster Saison verboten werden.

(Bild: Nils Fisch)

Das Sportamt Basel-Stadt greift im Konflikt mit den Musliminnen im Frauenbad Eglisee durch. Es verstärkt als Sofortmassnahme für die restliche Saison das Aufsichtspersonal an den Wochenenden. Für die nächste Saison prüft das Amt zudem neue Massnahmen und will die Hausordnung anpassen.
Vorgesehen ist, dass der Zutritt für Kinder im «Fraueli» beschränkt wird und der Aufenthalt nur noch im Badkleid erlaubt sein soll. Ganzkörper-Schleier sollen somit der Vergangenheit angehören. Zusammen mit einer Aufwertung der Gastronomie soll das Frauenbad im Eglisee so «wieder mehr dem traditionellen Ursprungszweck» entsprechen, teilt das Sportamt mit. Damit meint es: «Ein Bad für Frauen, die dort unter sich sein wollen.»

Grund für das Durchgreifen ist, dass seit geraumer Zeit auch Musliminnen, vorwiegend aus dem Elsass, das Bad nutzen. Die Frauen nehmen dabei teils einen langen Weg in Kauf, nur um das «Fraueli» zu besuchen, in der Annahme, dass das Frauenbad ausschliesslich Frauen vorbehalten ist. Doch das Badepersonal ist nicht nur weiblich: In der Technik sind ausschliesslich Männer beschäftigt, und auch die Badeaufsicht ist nicht Frauen vorbehalten. Dies sorgte bereits in der Vergangenheit für Verunstimmungen bei den muslimischen Badegästen, was zu Konflikten führte.

Muslimische Regeln gefordert 

«Nach den Entwicklungen in diesem Sommer stellt das Sportamt Basel-Stadt fest, dass im Bad die jetzige Situation nicht mehr haltbar ist. Ein vom Sportamt initiierter Runder Tisch hat diese Beobachtungen gestern [Mittwoch] bestätigt», heisst es in einer Mitteilung. Langjährige Stammgäste würden sich bedrängt fühlen.

Gemäss dem Sportamt würden sich «diese Gruppierungen» am bisher toleranten Klima im Frauenbad stören und fordern Regelungen, die einem «muslimischen» Frauenbad entsprächen. Die Vermittlungsversuche des Sportamts zwischen den Gruppierungen hätten nicht die gewünschte Wirkung gezeigt, heisst es.

Das Sportamt will, dass das Frauenbad wieder vor allem Frauen dienen soll, die dort «Abgeschiedenheit, Ruhe und Erholung suchen». «Die Entwicklung hin zu einem Familienbad, in dem Gruppen von Frauen Platz für sich und ihre Kinder reservieren, soll zurückgebunden werden.»

«Das Frauenbad ist kein Park»

Bisher hatten Buben bis zum 6. Altersjahr Zutritt ins Frauenbad – künftig soll dies nicht mehr der Fall sein. «Kinder und Jugendliche sind nicht mehr erwünscht. Für sie gibt es genügend Angebote», sagt Peter Howald, Leiter des Sportamts. Von der Regel ausgenommen seien Säuglinge.

Howald betont auch, dass Frauen im Burkini weiterin herzlich willkommen» seien. «Ein Burkini zählt für uns ganz klar als Badkleid. Uns ist aber wichtig, dass der Badebereich künftig nicht mehr in Strassenkleidung betreten wird.» Das sei in der Vergangenheit leider oft vorgekommen. Das «Fraueli» sei ein Bad, kein Park, sagt er.

Howald ist sich bewusst, dass es nicht einfach werden wird, die neue Regelung umzusetzen. «Wir werden uns bis zur nächsten Saison Gedanken machen müssen, wie wir das Ganze kontrollieren wollen.»

Konversation

  1. Geniesse soeben den Sommer am FKK-Strand und kann nur lachen über die Probleme dieser Spiesserinnen und Spiesser! Hier gibt es keine Regeln und niemand wird ausgeschlossen. Jede und jeder kann kommen, wie er und sie will. Völlig nackt, halbnackt, angezogen…was gibt es noch? Ah ja, verhüllt.
    PS: Ich bin übrigens für völlige Trennung der Geschlechter, damit diese Sauerei mit dem Sex endlich aufhört 😉

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    1. ach so darf ich daraus entnehmen, das FKK = sex ist?
      von wegen der trennung der geschlechter-
      somit können sie es ungeniert gleichgeschlechtlich treiben…
      oder liege ich da falsch?

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  2. Für alle, die Verständnisprobleme mit dem Begriff „Badkleid“ haben oder einfach aus Prinzip grundzipiell alles immer falsch verstehen wollen, damit sie was zu meckern haben:

    Badkleid = Bekleidung, die beim Baden getragen wird. Also Badeanzug ganz, Bikini mit Oberteil, Bikini ohne Oberteil, Badehose, Tankini, Burkini usw. usf. Keiner verbietet „oben ohne“, keiner verlangt viktorianische Bademode mit handgestrickten Modellen bis zum Knöchel.

    Das kann doch nun wirklich nicht so schwer zu kapieren sein… (andererseits: Internet, Kommentarspalte einer Zeitung… ok.)

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  3. Ich finde es diskriminierend, wenn Musliminnen mir verbieten, im Fraueli in diesem geschützten Rahmen oben ohne an der Sonne zu liegen. Und das Sportamt macht voll mit.

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  4. was soll das ewige gestürm mit dem fraueli.
    sofort abschaffen- schlussendlich haben
    wir männer nichts ähnliches wo wir uns
    zurückziehen können.
    also weg mit diesem furz aus dem letzten
    jahrtausend.

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    1. genau, kami katze – dabei erleb ich doch täglich die horden exponierter männer, in deren hilflosem gestrampel ich nur eins erkenne: ihr tiefes bedürfnis, sich vor frauen zurück zu ziehen.
      bevor wir auch die frauenklinik schliessen: ich initiier’ extra für Sie das «männeli» oder «kerlchen»,

      okay?

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  5. Schön, dass Frauen im Burkini herzlich willkommen sind – hoffentlich doch ebenso wie Frauen, die sich gerne oben ohne im Eglisee aufhalten. Warum erfinden jetzt das Sportamt plötzlich Badeanzug-Pflicht für Frauen im Frauenbad? Akzeptanz ist nicht nur für die einen erwünscht, sondern für alle! Wer Burkinis und Ganzkörperschleier mag, sucht eh keine Abkühlung, sondern geht im Wald Versteckis spielen oder eine Badi suchen, wo die Badegäste so etwas glatt finden. Die Badi heisst Eglisee, nicht Islamabad!

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  6. Guter und konsequenter Entscheid. Und deren Söhne im normalen Gartenbad welche in strassenshorts mit Unterwäsche darunter ins Wasser gehen ? Es ist schon tragisch genug, dass es Sicherheitspersonal braucht im Gartenbad.

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