US-Aussenministerin Clinton will kommende Woche wieder arbeiten

Hillary Clinton kehrt schon bald ins State Department zurück: Nach fast einem Monat krankheitsbedingter Abwesenheit möchte die US-Chefdiplomatin in der kommenden Woche wieder ihre Arbeit aufnehmen. Das teilte das Aussenministerium am Donnerstag mit.

Clinton an einer Medienkonferenz in Tschechien während ihrer Europareise anfangs Dezember (Bild: sda)

Hillary Clinton kehrt schon bald ins State Department zurück: Nach fast einem Monat krankheitsbedingter Abwesenheit möchte die US-Chefdiplomatin in der kommenden Woche wieder ihre Arbeit aufnehmen. Das teilte das Aussenministerium am Donnerstag mit.

„Derzeit erholt sie sich zuhause“, sagte die Sprecherin des Aussenministeriums, Victoria Nuland, in Washington. „Sie freut sich darauf, in ihr Büro zurückzukehren. Sie plant das für die nächste Woche“, fügte Nuland hinzu.

Clinton war am Sonntag ins Spital gebracht worden, nachdem hinter ihrem rechten Ohr ein Blutgerinnsel zwischen Schädeldecke und Gehirn entdeckt worden war. Am Mittwoch wurde sie dann beim Verlassen des Spitals fotografiert, als sie mit ihrem Mann Bill und Tochter Chelsea einen schwarzen Van bestieg. Es waren die ersten Bilder Clintons in der Öffentlichkeit seit dem 7. Dezember.

Einmal zu Hause angekommen, ruhte sich Clinton offenbar nicht nur aus. Sie habe den Tag damit verbracht, mit ranghohen Behördenvertretern zu sprechen, Akten zu sichten und sich in eine Konferenz ihres Beraterteams einzuwählen, sagte Aussenministeriumssprecherin Nuland am Donnerstag weiter.

Das Gerinnsel war Folge einer Gehirnerschütterung, die sich Clinton im Dezember zugezogen hatte, als sie nach einem Ohnmachtsanfall in ihrem Haus stürzte. Damals erholte sich Amerikas Chefdiplomatin gerade von einem Magen-Darm-Virus, das sie körperlich geschwächt hatte. Nach Angaben der Ärzte sind bei Clinton keine neurologischen Schäden durch das Gerinnsel zu befürchten.

Spekulationen über politische Zukunft

Die gesundheitlichen Probleme Hillary Clintons haben neue Spekulationen über ihre politische Zukunft befeuert. Die frühere First Lady gilt als eine mögliche Anwärterin für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bei der Wahl 2016.

Wie realistisch diese Option angesichts ihrer gesundheitlichen Probleme ist, wird in den USA eifrig diskutiert. Schon 1998 litt sie unter einem Blutgerinnsel, das sich damals am Knie gebildet hatte.

Clinton hatte schon vor ihrer Erkrankung im Dezember angekündigt, den Posten als Aussenministerin niederzulegen. Für ihre Nachfolge hat US-Präsident Barack Obama den demokratischen Senator John Kerry nominiert. Auch dessen Nominierung am 21. Dezember musste Clinton aus gesundheitlichen Gründen fernbleiben.

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