Vaterschaftsurlaub kommt vors Volk

Pünktlich zum Vatertag hat die Volksinitiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie» das Ziel von 120’000 Unterschriften geschafft. Eingereicht wird sie im Sommer, wie der Verein «Vaterschaftsurlaub jetzt!» am Samstag bekannt gab.

Väter sollen nach der Geburt ihres Kindes künftig 20 Tage flexibel Urlaub beziehen können. (Symbolbild)

Pünktlich zum Vatertag hat die Volksinitiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie» das Ziel von 120’000 Unterschriften geschafft. Eingereicht wird sie im Sommer, wie der Verein «Vaterschaftsurlaub jetzt!» am Samstag bekannt gab.

«Der Vaterschaftsurlaub ist in der Bevölkerung auf ein breites Interesse gestossen», sagte Adrian Wüthrich, Kampagnenleiter von «Vaterschaftsurlaub jetzt!» und Präsident von Travail.Suisse auf Anfrage. Vielfach seien die Leute von sich aus auf die Initianten zugegangen.

Auch über das Internet war die Initiative laut Wüthrich überaus erfolgreich. So zum Beispiel über die Onlineplattform Wecollect.ch. Dort hätten knapp 59’000 Personen ein Unterschriftenformular angefordert. Rund die Hälfte komme auch zurück.

Lanciert worden ist die Initiative für einen 20-tätigen, flexibel beziehbaren Vaterschaftsurlaub vom Gewerkschafts-Dachverband Travail.Suisse, von den Dachverbänden der Männer- und der Frauen-Organisationen und von Pro Familia Schweiz mit insgesamt über 140 angeschlossenen Organisationen.

Die Initiative war eine Reaktion auf einen Entscheid des Nationalrats von Ende April 2016. In der grossen Kammer war eine parlamentarische Initiative von Martin Candinas (CVP/GR) gescheitert. Dabei ging es um einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Die Kosten dafür waren auf 200 Millionen Franken veranschlagt worden.

Flexibilität kommt Arbeitgeber entgegen

Aktuell seien nur grosse Firmen finanziell in der Lage, den Vätern einen bezahlten Urlaub zu gewähren, schreibt der Verein «Vaterschaftsurlaub jetzt!». Die kleineren Betriebe würden sich das nicht leisten können, weshalb die meisten Väter sich mit einem einzigen Tag zufrieden geben, Ferientage opfern oder unbezahlten Urlaub nehmen müssen.

Das sei ungerecht. Die heutige Situation benachteilige die KMU auf dem Arbeitsmarkt, wird Cilvia Koch, Vize-Präsidentin des Vereins, in der Mitteilung zitiert. Es brauche eine nationale Lösung für alle Arbeitnehmenden und Unternehmen.

Das Modell sei arbeitgeberfreundlich. Es ermögliche den männlichen Angestellten, mit ihren Vorgesetzten die beiderseits passende Lösung zu verhandeln. So könne ein Vater beispielsweise zwei Wochen direkt nach der Geburt zu Hause bleiben und die verbleibenden Tage einzeln während dem ersten Lebensjahr des Kindes beziehen.

Konversation

  1. Zwei Wochen Vaterschaftsurlaub?
    Die horrenden Kosten von 200 Millionen?
    Neee, das geht nicht, da geht die Landesverteidigung vor!
    Da könnte ja jeder kommen (besonders, wenn er dann noch rot ist!)!
    Um das Rosa- und Hellblau-Problem zu umgehen, könnte man ja „Bundes-Strampler“ in Militär-bunt heraus geben. Da fallen die Kleinen dann im Gras weniger auf.

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  2. Als unsere Drillinge zur Welt kamen, nahm ich drei Monate unbezahlten „Vaterschaftsurlaub“. Endlich wurde mein Traum Wirklichkeit. Den Camper hatte ich rechtzeitig bestellt. Mit allen Chichi die man sich vorstellen kann. Flachbildschirm und so.

    Ich hatte mir schon lange gewünscht, eine Auszeit zu nehmen. Vor allem konnte sich so meine Frau voll und ganz unseren drei kleinen, herzigen Sprösslingen widmen. Fast jeden Abend (ausser wenn ich mich zB in einer Strand-Bar vergnügte), konnte ich via Skype den Fortschritt meines Stammhalters verfolgen (zwei sind leider Mädchen).

    Ich bin sogar extra zwei Tage vor Arbeitsbeginn wieder zurück gekehrt. Hei, sind die Drei gross geworden!

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  3. Weshalb bloss versuchen so viele Kommentatoren (und wenige Kommentatorinnen) zu zementieren, dass Väter ihren Neugeborenen und deren Mütter gegenüber nur wenig zu Mithilfe verpflichtet sind, indem sie so vehement gegen das Anliegen des Vaterschaftsurlaubs wettern?

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  4. Viele AG bieten ja bereits 3-5 Tage vaterschaftsurlaub, dazu hat man ja noch Ferien oder Bezug von Überzeit. Sinnvoll wäre den Vätern für einige Wochen Teilzeitarbeit zu ermöglichen.

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  5. Täter? Opfer? Hier geht es um die Geburt, ein ja durchaus freudiges Ereignis. Zum Opfer wird man erst bei der Trennung/ Scheidung wenn es um das Finanzielle geht. Für die Zeit nach der Geburt habe ich Überzeit und Ferien zusammengespart.

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  6. Ja, sehe ich auch so..die Geiseln werden verzictenja das sehe ich auch so die Geiseln werden darauf verzichten 20 Tage Freiheit zu genießen die Geiselnehmer sprich die Wirtschaft benötigt die Geiseln um überleben zu können

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  7. Sie meinen «… dass die Geiseln eine größere Angst vor der Polizei [hier die «Nanny-Gesellschaft»] als vor ihren Geiselnehmern [hier «die Mütter»] entwickelten …»?

    Klingt plausibel.

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