Was Sie schon immer über den Kosovo wissen wollten

Der Verein GjakovaBasel veranstaltet am kommenden Freitag und Samstag, 30. und 31. Januar eine Plattform zum Thema Kosovo – Schweiz auf dem Gundeldinger Feld. Der Kosovo ist ein kleines Land auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens. Und in der Schweiz leben einige Kosovaren. Aber mal abgesehen davon: Was tut sich kulturell im Kosovo? Und welche […]

Interessantes rund um den Kosovo gibt es derzeit bei Launchlabs im Gundeldinger Feld.

Der Verein GjakovaBasel veranstaltet am kommenden Freitag und Samstag, 30. und 31. Januar eine Plattform zum Thema Kosovo – Schweiz auf dem Gundeldinger Feld.

Der Kosovo ist ein kleines Land auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens. Und in der Schweiz leben einige Kosovaren. Aber mal abgesehen davon: Was tut sich kulturell im Kosovo? Und welche Verbindungen gibt es zwischen den beiden Ländern? Eine ganze Menge, wenn man genauer hinschaut.

Hinschauen kann man am Freitag und Samstag dieser Woche ganztägig in den Launchlabs im Gundeldinger Feld. Dort führt der Verein GjakovaBasel eine ganztägige Informationsplattform zum Thema Kosovo-Schweiz durch. Von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr kann man sich über kosovarisch-schweizerische Projekte in den Bereichen Kultur, Jugend, Sport, Gesundheit und Ausbildung informieren. Im Programm finden sich Präsentationen von über 50 Ausstellern, Vortragsveranstaltungen und Diskussionen. Eingerichtet hat GjakovaBasel auch einen Leseraum mit Literatur rund um den Kosovo und ein Besprechungszimmer.

GjakovaBasel und seine Vorläufer setzten sich bereits 2013 bei den Culturescapes Basel für die interkulturelle Zusammenarbeit ein und brachten beispielsweise das Musical «Arietha & Gezimi» nach Basel. Beim Basel Meeting 2015 geht es um mehr: In einer «Kombination aus Leistungsschau und Marktplatz» wird Gelegenheit geboten zum Informieren, Diskutieren, Vernetzen oder schlicht Anschauen, was sich rund um den Kosovo so tut.

Abgerundet wird die Veranstaltung mit einem Abendprogramm aus Kunst und Musik aus dem Kosovo und der Schweiz. Für den Apero am Samstag Abend gibt es noch Plätze, das Galadiner ist mit 120 Personen seit Tagen ausverkauft. Das detaillierte Programm findet sich hier.

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GjakovaBasel Meeting 2015
, Launchlabs Gundeldinger Feld, Dornacherstr. 192; Freitag, 30. Januar 10 bis 20 Uhr offene Informationsplattform, ab 20 Uhr Livemusik aus der Schweiz und dem Kosovo; Samstag, 31. Januar 10 bis 17 Uhr offene Informationsplattform , 18 Uhr Apéro (CHF 15,-), anschliessend Galadiner (ausverkauft)

Konversation

  1. Die Jugendlichen aus diesem Raum fallen immer wieder mit Pöbeleien, körperlicher Gewalt und anderen schweren Delikten auf, es macht sich eine albanische Mafia in der Schweiz breit und als Dank biedern wir uns an und lernen Albanisch. Ich verstehe es nicht. Erklärt es mir.

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    1. Sie haben ein Problem, das ich nicht verstehe, Herr D., aber dessen Namen ich immerhin kenne: Paranoia.
      Bitte erklären Sie mir, was Sie dagegen zu tun gedenken.
      Vorschlag: Gehen Sie an die im obigen Artikel erwähnte Veranstaltung.

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    2. Albanisch? Ferien in Abanien und dem Kosovo sind günstig. Die Italiener sind schon da. Man könnte auch Russisch lernen, dann könnte man mit Putin besser trinken und reden, oder Chinesisch? Wenn die Beziehung zwischen Schweiz und EU analisiert (kein Schreibfehler!) wird, bliebe als Ausweg noch Indien und China.

      …und ausserdem verzögert es den Alzheimer.

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  2. Lieber Herr Westdijk

    Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man da offiziell dazu kommen kann, um die Sprache zu lernen. Vielleicht gibt es da so einen offiziellen Kosovo-Verein.

    Ich kann Ihnen aber sagen, wie ich mal ein wenig albanisch gelernt habe. Es war eine tolle, interessante und erlebnisreiche Zeit.
    Ich wohnte, weil ich im Speckgürtel einfach keine Wohnung fand, für viereinhalb Jahre in einer kleinen Oberbaselbieter Gemeinde mit ziemlich genau 250 Einwohnern. Dort hatten wir es als frömde Fötzel und erst noch als alleinerziehende Mutter sehr schwer. Meine jüngere Tochter, die noch im Dorf zur Schule ging, wurde ausgegrenzt. Da mussten sie im Dorf eine Albaner Familie aufnehmen – Vater, Mutter und zwei Buben. Der ältere ging schon in die Schule der Jünger war noch klein, etwa 3 Jahre alt. Nun der ältere der beiden Buben kriegte bald hin wo wir wohnten und kam bald mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder bei uns vorbei. Die Mutter konnte etwa 2 oder 3 deutsche Wörter, wollte aber lernen. Damals war Albanien noch mehr oder weniger im Mittelalter. Sie kannten unsere elektrischen Geräte nicht, nicht mal elektrisches Bügeleisen oder Staubsauber. Nicht nur die Sprache war neu für sie – einfach alles.
    Mit Gesten zeigte sie mir, dass sie zu mir kommen will und helfen. Ich war gerade beim Abwaschen. Wir hatten sehr lange. Alles was sie in die Hände nahm, sagte sie den albanischen Namen und schaute mich fragend an. So holte ich Papier. Sie schrieb den Begriff in albanisch, ich daneben in deutsch, alles im Doppel. Sie war viel fleissiger im lernen und machte rasche Fortschritte. Wir bezeichneten immer mehr alles, was es so in einem Haushalt hat. Dann kamen die Ich, Du, usw., die Verben, so konnten wir schon einfache Sätze bilden. Dann Adjektive, Adverbe, bis sie sich schon nach relativ kurzer Zeit erstaunlich gut ausdsrücken konnte.
    Wenn ich wegging, schloss ich dort die Haustüre vom Taunerhäuschen wo ich wohnte, nie die Türe ab. Morgens ging ich arbeiten. Wenn ich nach hause kam, war der Haushalt gemacht, Küche aufgeräumt, geputzt, die Wäsche gebügelt zusammengelegt, einfach wunderbar. Damit drückte sie ihre Dankbarkeit aus. Nach einiger Zeit musste sie einen Deutschkurs besuchen. Sie schickten sie wieder nach hause, weil sie schon mindestens soviel, wenn nicht mehr konnte, wie am Ende des Kurses erreicht wurde.

    Ich kann mich aus dieser Zeit noch an ein einziges albanisches Wort erinnern: „jo“.
    Der Kleinere der beiden Buben, war offenbar wütend. Er stampfte mit den Füssen auf den Boden und verwarf die Arme und schrie andauernd: „jo, jo, jo…“. Ich sagte seiner Mutter: „Das verstehe ich jetzt nicht. Der ist doch wütend. Das sehe ich. Warum schreit er dann ‚jo‘? Dann erklärte mir seine Mutter, dass es dieses Wort jo, nicht nur auf deutsch gibt, sondern auch in albanisch, nur heisst dieses Wort auf deutsch übersetzt „nein“. So Herr Westdijk, jetzt können Sie auch schon ein albanisches Wort, das sie nach dieser Beschreibung sicher auch nie mehr vergessen werden.

    Da, wo ich wohne, hatte ich während fast 9 Jahren Kosovo-Albaner als Nachbarn. Unsere Wohnungen waren nebeneinander im Hochparterre. Beide hatten wir eine kleine Treppe in ein kleines Gärtchen. So haben wir uns im Sommer fast jeden Abend und am Wochenende draussen getroffen. Da hab ich zwar kein albanisch gelernt, dafür ein wenig über den Ramadan erfahren, den die Mutter ganz allein durchzog.

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  3. @Grummel: Habe voreilig geschossen. Vom ersten Bild her meinte ich, Sie schicken uns etwas pornographisches, nicht ahnend es handelt sich um die unschuldige Schweizer Komödie-Sendung, deren Name mir gerade entfällt. Warum finde ich dies aber nicht lustig? Ich bleibe also bei meinem Interesse für die albanische Sprache..

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  4. @Grummel: Hiermit haben Sie wieder mal Ihre Männlichkeit zur Schau gestellt, die ich SO nicht unbedingt mit Ihnen teile..

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  5. Weil es doch ganz viele Leute aus Kosovo gibt, hätte ich Bedürfnis, mehr über die Sprache zu erfahren. Gibt es Begegnungsmöglichkeiten, bei denen man etwas Albanisch lernen kann? Es könnte die fünfte Landessprache werden..

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