WEF-Gründer Schwab wirft Davos mangelnde Gastfreundlichkeit vor

Zwei Wochen vor dem Beginn des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos beklagt sich WEF-Gründer Klaus Schwab über die mangelnde Gastfreundlichkeit im Bündner Ferienort. Die Gastfreundschaft habe leider nicht die ganze Bevölkerung durchdrungen.

WEF-Gründer Klaus Schwab in Davos (Bild: sda)

Zwei Wochen vor dem Beginn des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos beklagt sich WEF-Gründer Klaus Schwab über die mangelnde Gastfreundlichkeit im Bündner Ferienort. Die Gastfreundschaft habe leider nicht die ganze Bevölkerung durchdrungen.

Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos, klagt zwei Wochen vor dem Beginn der Veranstaltung über die mangelde Gastfreundlichkeit des Bündner Ferienorts.

Wer nach Davos komme, solle sich hier als Gast fühlen können. «Und nicht nur als Milchkuh», sagte Schwab in einem Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Es genüge nicht, Hotels und eine gute Infrastruktur zu bauen. Es brauche auch die richtige Mentalität, eine Einstellung der Gastfreundschaft.

Zahlreiche Teilnehmer hätten sich über negative Erlebnisse beklagt. Preisauswüchse müssten energisch zurückgestutzt werden, forderte Schwab.

Die Durchführung des WEF sei nicht in Stein gemeisselt: Zwar sagte Schwab: «Ich bin Ehrenbürger von Davos, fühle mich diesem Ort sehr verpflichtet und habe auch gesagt: Wir halten Davos die Treue, wenn keine schwerwiegenden Umstände vorliegen.»

Grenzen der Treue

Der WEF-Gründe warnte allerdings: «Aber es gibt Grenzen. Die Konkurrenz in der Welt ist gross. Und die Treue zu Davos hängt nicht von mir ab, sondern davon, ob unsere Teilnehmer sich in Davos wohl fühlen.»

Schwab hat auch selbst unschöne Erfahrungen gemacht: «Weil meine Frau verletzt war und nicht gut gehen konnte, musste ich kurz in einem Parkverbot halten und wurde gleich zwei Mal auf unflätige Art beschimpft. Wäre ich zum ersten Mal in Davos gewesen: Ich wäre sofort wieder abgereist», sagte er.

Sorgen über Euro-Krise

Von den Problemen, die am WEF in zwei Wochen im Zentrum der Diskussionen stehen, bereitet Schwab weiterhin die Krise in Europa Sorgen: «Der Patient wurde stabilisiert, ist aber noch keineswegs gesund. Wir könnten von einem Rückfall überrascht werden.»

Zwar hätten einige Krisenländer wie Spanien oder Irland Reformen eingeleitet. Aber etwa in Frankreich oder Italien sei noch wenig geschehen.

Überdies ticke die Zeitbombe der Jugendarbeitslosigkeit. Und der Generationenkonflikt werde sich verschärfen. In vielen Ländern sei man daran, die heutigen Probleme auf dem Buckel der nächsten Generation zu lösen.

«Jedermann weiss doch eigentlich, dass in unserer alternden Gesellschaft das Rentenalter flexibilisiert und für die meisten Berufsgruppen erhöht werden sollte. Die Altersgrenze 65 ist nicht zu halten», sagte Schwab.

Konversation

  1. nur könige, werden wie könige behandelt.
    Davos ist ein reizwort in zusammen hang mit dem
    WEF.
    die kosten nutzen rechnung bezahlt der bürger.
    es gibt seit jahren nichts aber auch gar nichts
    welches da oben die welt verändert hätte.
    weit und breit nur cüpli und dinner fritzen aus der ganzen
    welt- natürlich alles vom feinsten.
    soll der herr Schwab doch seine koffer packen und
    den Rössler gleich mtnehmen- die Oestereicher
    nehmen in gerne die sind ja so charmant- küss die hand.
    falls nicht empfehle ich ein 3 welt land oder eine neue heimat
    in einem muslim staat oder bei einem diktator.

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  2. Solche Menschen können eben alles andere als ganzheitlich denken. Sie haben einen Tunnelblick.
    Klaus Schwab hat die Wirtschaft im Fokus. Da sind die Menschen „Humankapital“, die dazu da sind aus Ihnen Wert abzuschöpfen. Für Ihn sind die Menschen Mittel zum Zweck.
    Mit seiner Sicht der Dinge, kann er schon gar nicht eine nachhaltige Lösung aus der Krise in der EU und der ganzen Welt bieten.
    Wettbewerb heisst eben auch Druck. Und Druck geht immer nach unten. Je weiter unten, je mehr bezahlen es die Menschen.
    Ich will eine Arbeit machen, die den Mitmenschen dient und nicht eine, die die Mächtigen noch mächtiger macht, als sie schon sind.

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  3. Da tickt Schwab’s Meinung nach die Zeitbombe der Jugendarbeitslosigkeit. Und drei Sätze später folgt die Ansicht, das Rentenalter sei zu flexibilisieren und für die meisten Berufsgruppen zu erhöhen. Welche Jobs sollen die Jungen erhalten wenn die Alten länger bleiben? Die Erfahrung des Arbeitsmarktes zeigt ausserdem, dass es ab 60+ ausserordentlich schwierig ist eine Stellung zu finden. Herr Schwab sollte sich aus neoliberalen Höhenluft von Davos auf den Boden der Realität begeben. Im übrigen verursacht das WEF der öffentlichen Hand schon genügend ungedeckte Kosten.

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