Liebe Abonnentin, lieber Abonnent …

Die TagesWoche stellt ihren Betrieb ein. Dieser Brief an unsere Abonnentinnen und Abonnenten geht heute Dienstag auf die Post.

Liebe Abonnentin, lieber Abonnent

Wir müssen Ihnen eine traurige Nachricht überbringen: Die TagesWoche wird eingestellt. Sie werden in den Medien darüber lesen. Es ist uns wichtig, dass Sie es direkt von uns hören, mit unseren Worten.

Zuerst: Danke! Für Ihre Treue, Ihr Interesse, Ihre Rückmeldungen und Ihren Zuspruch. Es ist uns eine Freude, für Sie zu arbeiten. Sie sind unser Rückgrat und der Grund, warum es uns gibt.

Doch müssen alle Beteiligten heute feststellen, dass die für den Erhalt der TagesWoche in ihrer aktuellen Form notwendige massive Steigerung der Einnahmen nicht möglich ist in einer Zeit, in der alle Medien mit schwindenden Einnahmen aus Inserateverkauf und Abonnements kämpfen.

Dass es gelungen ist, die TagesWoche wirtschaftlich zu stabilisieren, die Qualität und die Leserzahlen zu steigern, ist schon eine grosse Leistung. Aber es verbleibt ein Defizit, das den von der Stiftung zugesagten Betrag bei Weitem übersteigt. Die Stiftung kann ein solches Defizit nicht auf Dauer decken. Die TagesWoche stellt darum jetzt ihren Betrieb ein. Das bedeutet: Die entsprechenden Arbeitsplätze werden aufgehoben, die Neue Medien Basel AG wird liquidiert.

Die Printausgabe wird noch bis zum 16. November 2018 erscheinen und dann eingestellt werden. Sie haben ein Abo für ein ganzes Jahr gelöst, es gibt aber nach dem 16. November 2018 keine TagesWoche mehr.

Wir möchten Sie gewinnen für etwas Neues: Nächstes Jahr wird ein neues Basler Medienprodukt lanciert. Darin wird der Geist der TagesWoche weiterleben. Das, was Sie an unserer Arbeit geschätzt haben, soll wieder regelmässig in Ihrem Briefkasten liegen. Dazu müssten Sie ein bisschen Geduld aufbringen und warten, bis wir bereit sind.

Selbstverständlich erhalten Sie für die Zeit des Wartens eine Gutschrift für das Neue. Wenn sie diese Option wählen, dann müssen Sie jetzt gar nichts tun. Wir melden uns wieder bei Ihnen.

Im Namen des ganzen Teams der TagesWoche mit unserem herzlichsten Dank

Sibylle Schürch, Geschäftsführerin

Konversation

  1. Liebe TageswöchlerInnen. Ja, gerne wieder. Und gerne mit mehr Basel bottom up.
    Kultur, Soziales und Gesellschaftliches von Basel immer wieder gerne. Und wenn das Ganze linksgefärbt ist, lese ich Euch gerne, weil mir das in den Basler Medien eher fehlt.
    Und wenn gut geführte Onlinediskussionen entstehen, dann darf mit Spannung erwartet werden, was da kommt. Etwas Niveau darf in den Onlinediskussionen durchaus erwartet werden.
    Und als letzter Wunsch: Weniger FCB, das war mir persönlich in letzter Zeit viel zu viel des Guten. Dafür gerne auch Sportarten, die nicht so ne breite Öffentlichkeit ansprechen und deswegen weniger Echo erhalten.
    Ich bin gespannt, was Ihr ausbrütet.

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  2. Na, Abteilung für News schon geschlossen worden?
    Die letzte News betraf das Ende der Zeitung.
    Medizinisch gesprochen stellt sich die Frage, ob man diesen tiefkomatösen Patienten ohne relevante Lebenszeichen noch bis zum 16. am Leben erhalten muss.
    Ein früheres Ableben läge aus meiner Sicht auch drin.

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  3. Es soll nächstes Jahr ein neues Medienprodukt geben. Es steht da was von Briefkasten. Ich hoffe, dass das auch online erscheint.

    Und warum muss man zuerst die Tageswoche an die Wand fahren, um dann ein paar Wochen später etwas Neues zu lancieren? Wieso nicht einfach die Tageswoche in das Neue überführen?

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  4. Ja, gerne wieder. Im Briefkasten? Eher nein. Online? Ja gerne. Schaut Euch mal die Republik an, die machen vieles richtig (aus meiner Sicht) mit Paywall, ohne Werbung und die Software dahinter ist Open Source.
    Ich war Abonnent der ersten Stunde, habe aber mein Abo gegen den Gönnerstatus eingetauscht, als das Layout der Printausgabe gar fürchterlich wurde (für mich) und keinen Mehrwert mehr hergab, die Artikel darin waren am Montag alle Online ohne Abostatus zu lesen.

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  5. Gerne wieder. Im Briefkasten? Eher nein – die Änderung der (für mich fürchterlichen) Druckversion war für mich der Grund, das Abo gegen den Gönnerstatus einzutauschen. Online? Ja gerne. Mit lokalen Informationen. Schaut Euch die Republik an, die machen es (für mich) richtig. Paywall, keine Werbung/keine Abhängigkeit, keine Kosten für einen unsinnigen, immer veralteten Print.

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  6. Gute Idee!
    Sofern erwünscht, kommen „wir“ gerne wieder!

    *wir: Die Leser, die Schreiber und enstprechende -Innen natürlich!

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