Unser Feind, die Deadline – wie Sie uns helfen können

Sie schätzen die TagesWoche und möchten nicht auf uns verzichten? Dann lesen Sie bitte hier, warum wir Ihre Unterstützung brauchen.

Könnte ein Mensch die TagesWoche im Alleingang produzieren, wäre die Finanzierung kein Problem. Dieses Bild hier vereint alle derzeitigen Mitarbeitenden. (Bild: Nils Fisch / Montage: Hans-Jörg Walter)

Wie sage ich meinem Publikum, dass ich nicht nur ­seine Aufmerksamkeit, sondern auch sein Geld brauche? Ohne dabei aufdringlich, peinlich oder irgendwie unmöglich zu wirken?

Die Uhr tickt, während ich diese Zeilen schreibe. Der Produzent sitzt mir im Nacken, die Deadline rückt näher. Die ­Layouterin, der Korrektor, der Produzent: Sie alle müssen noch an diesem Text ­werkeln – und dann muss er hopphopp zur Druckerei.

Sibylle Schürch, Geschäftsführerin TagesWoche.

Eigentlich müsste ich nur einen einzigen Satz schreiben: Lösen Sie bitte ein Abo, denn wir müssen mehr Geld verdienen. Es gehört zu meinem Job, es Ihnen klarzumachen, dass die Leserschaft – also Sie – uns helfen kann. Nur ist das ein schwieriges Unterfangen. Eine treue Leserin hat uns unlängst geschrieben, dass ­unsere «Bettelei» nerve.

Wir sind Schweizer Meister

Ich sehe es nicht als Betteln. Es geht um die Suche nach einem neuen Geschäftsmodell. Die gesamte Medienbranche sucht danach. Denn wir leben in Zeiten, in denen die Leserschaft das Potenzial hat, zur neuen Trägerschaft von Medienprodukten zu werden.

Wir wissen, dass wir nach wie vor gefragt sind. Es gibt uns, weil viele Baslerinnen und Basler mit den vorhandenen ­Medienangeboten nicht mehr zufrieden waren.

Da haben wir einerseits gute Nachrichten: Die Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten der TagesWoche ist seit über einem Jahr stabil. Und gleichzeitig sind wir Schweizer Meister, was die Entwicklung der Leserzahlen der Printausgabe ­betrifft: Unsere Wochenzeitung hat im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent Leserinnen und Leser dazugewonnen. Online ist unsere Leserschaft ebenfalls stabil – der Anteil von Leserinnen und Lesern aus der Region nimmt sogar stetig zu.

«Der TagesWoche werden die Millionen doch nachgeworfen!» Wenn das nur stimmen würde.

Das freut uns sehr. Aber es gibt auch schlechte Nachrichten. Vom Werbemarkt allein können nur noch ganz wenige Grosse, etwa Gratiszeitungen oder die Internet-Riesen, gut leben. Und laut einer neuen Studie sind nur elf Prozent der Schweizerinnen und Schweizer bereit, für Online-Medien zu bezahlen.

«Das ist doch kein Problem: Ihr von der TagesWoche seid ja stiftungsfinanziert, euch werden die Millionen doch nach­geworfen!», hört man oft. Wenn das nur stimmen würde.

Zutreffend ist: Wir wurden sehr grosszügig finanziert. Aber diese Zeiten sind vorbei. Damit Sie eine Vorstellung davon erhalten, wie sich die Verhältnisse ver­ändert haben: Bis im Jahr 2016 haben wir rund 20 Prozent unseres Bedarfs selbst erwirtschaftet und wurden hauptsächlich von der Stiftung für Medienvielfalt getragen. Ab 2017 sollte es umgekehrt sein: 80 Prozent oder mehr müssen wir selbst erwirtschaften, den Rest übernimmt die Stiftung für Medienvielfalt.

Wir kämpfen ums Überleben

Wir betteln nicht einfach, wir kämpfen ums Überleben. Wir haben uns seit unseren Anfangszeiten zu einem Unternehmen gewandelt. Der Unterschied ist riesig. Und der Prozess war schmerzhaft. In den vergangenen Monaten haben wir gespart, wo es nur geht. Mehr liegt nicht mehr drin.

Aber mit Sparen allein ist es nicht getan. Unser Geld verdienen wir mit Abos und Werbung. Es gibt keine Querfinanzierungen über andere Unternehmensteile, aber auch keine Investoren mit Erwartungen. Uns gibt es, weil Basel ein unabhängiges Medium wollte.

Unabhängig ist, wer nicht käuflich ist. Abhängig sind wir nur von Ihnen – den ­Leserinnen und Lesern. Jedes Abo, jede Spende sichert unser Überleben und ­unsere Unabhängigkeit.

Unser grösster Wunsch ist es, dass Sie uns tragen. Nicht nur des Geldes ­wegen. Aber ohne Geld hat die Tages­Woche – ähnlich wie ich beim Schreiben dieser Zeilen – eine Deadline.

Dossier Das ist die neue TagesWoche

Die TagesWoche macht sich nicht nur mit einem neuen Web-Auftritt schön. Sie verpasst sich auch ein überarbeitetes publizistisches Konzept. Was sich ändert, was gleich bleibt – und warum: Das lesen Sie hier.

Alles zum Thema (9)

Konversation

  1. Liebe Tageswoche
    1. Ich verstehe euer Konzept und finde den Ansatz gut und ich bin auch wirklich sehr froh, dass wir in Basel eine Alternative zur hellbraunen BaZ haben!
    2. Ich finde gute Medienarbeit wichtig und gut. Ich investiere gerne (trotz Studentendasein!) in gute Medienarbeit. Ich investiere bis anhin aber nicht in die Tageswoche. Wieso nicht?! Ich kann den für mich relevanten TaWo-Content auch gratis bekommen. – Mein Input an euch:

    Besinnt euch doch auf euer Kerngeschäft. In meinen Augen sind das nicht tiefgründige Hintergrundinformationen (für das lese ich die Zeit oder Reportagen) sondern die Tagesaktualitäten. Diese beziehe ich Tag für Tag gratis von eurer App oder eurer Website. Eine Paywall würde mich zu einer Unterstützerin machen. Ich zahle gerne für ein gutes Produkt, nur leider halt nicht, wenn ich es auch gratis haben kann…

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  2. als es gut ging, haben nun abwesende zensoren
    kommentare zensuriert, die schreiber haben es
    nicht goutiert ( holzapfel un co. ).
    selbst psychiater konnten heimlich werbung schalten.
    jetzt kommt der zahltag nachdem die ratten das
    sinkende schiff verlassen haben.

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  3. der online guardian hat meiner meinung nach ein gutes konzept für unterstützungsaufrufe.
    fast jeder artikel endet mit einem kästchen im fliesstext – „since you are here“, dann folgt der aufruf mit button. ich habe mich daran gewöhnt. manchmal spende ich, manchmal nicht. man kann den betrag selber wählen – und es gibt eine paypal funktion. die ist für mich attraktiv, weil meine daten nur dort liegen.

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  4. So leid es mir tut, aber wenn ich die bisherigen Kommentare lese, werden wir bald nur noch mit der BaZ und der Bz in der Stadt bedient.
    Offensichtlich stört sich kaum jemand daran.
    Vermutlich werden wir erst dann merken was (und ob) uns an der TW etwas verloren geht.
    Die derzeitige Schnäppchenmentalität sagt uns, dass 40-50 Rappen pro Tag schlicht das Budget sprengen.
    Schade aber leider ist es so.

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  5. Primär habe ich die TaWo geschätzt, weil ich sie als eine Reaktion auf die Blochersche Übernahme der BaZ verstand. Ein paar Jahre lang hatte ich sie abonniert. Aber irgendwann war sie es mir nicht mehr wert. In meiner Wahrnehmung hat sich die TaWo immer mehr dem aalglatten Mainstream angenähert; am schlimmsten empfand ich die Zeit mit Christian Degen als Chefredaktor.

    Was mich bei praktischen allen Zeitungen stört, das ist dieser gleichgeschaltete Auslandsberichterstattungs-Mist. In der Tageswoche sind dies Agenturmeldungen, Links zum transatlantischen Mainstream (z.B. zur Süddeutschen), und manchmal sind es sogar die eigenen Schreiberlinge, welche Narrative repetieren. Wenn Ihr darauf *konsequent* verzichtet, dann besteht eine sehr grosse Chance, dass ich wieder zum zahlenden Leser werde.

    Da Ihr heute soeben zum wiederholten Male auf D.Ganser rumhackt (vgl. „Der Manipulator“, https://goo.gl/tAahUy) lässt mich aber nicht darauf hoffen, dass Ihr Euch in naher Zukunft vom Mainstream verabschieden wollt. (Egal was man von Ganser hält, die Art und Weise, *wie* über ihn geschrieben wird, ist ein prima Lackmustest über den Grad der „Eigenständigkeit“ einer Zeitung, scheint mir …)

    Der klassische „Zeitungsjournalismus“ – ob gedruckt oder nur online – ist für mich praktisch tot – da in wesentlichen Themen unglaubwürdig. Mein Medienbudget geht an alternative News-Seiten. Ich hoffe, dass sich irgendwann ein Model etablieren wird, bei dem der Leser pro Artikel direkt den Autor bezahlen kann.

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  6. Nach dem letzten Relaunch der TaWo habe ich spontan und aus Goodwill die TaWo abonniert und war nicht schlecht erstaunt, eine Zusammenfassung von bereits Gelesenem in Händen zu halten. Als Abonnent komme ich mir veräppelt vor.

    Ich würde es bedauern, wenn die TaWo von der Bildfläche verschwinden würde. Die Tragödie ist nicht etwa «Basel und der Bagel», sondern nach wie vor «Basel und die Basler Zeitung».

    Mir sitzt manchmal auch meine verstorbene, harmoniesüchtige Grossmutter im Nacken mit dem Spruch «Hauptsache, die Kirche bleibt im Dorf». Ist es wirklich das, was die TaWo ursprünglich wollte?

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  7. Na ja, auf 80/20 stellen zu wollen ist tatsächlich sehr optimistisch und kaum leistbar, aber man muss vielleicht mal allen Umsonst-Lesern sagen, dass sie demnächst wieder vor Markus Somm Artikeln stehen, wenn sie sich über ihre Stadt informieren wollen. Und das möchte doch wirklich niemand…

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  8. Ich würde euch gerne über den Kauf der Printausgabe unterstützen. Wenn ich die aber immer umsonst bekomme, fehlt mir die Motivation dazu. Ich würde anregen, die Printausgabe attraktiver zu gestalten und sie dafür nicht mehr gratis anzubieten. Bezüglich Geschäftsmodell würde ich empfehlen, bei der WoZ nachzuschauen. Als privatwirtschaftliches Unternehmen kann ich mir die TaWo langfristig nicht vorstellen – und zwar gerade weil sie am Journalismus festhält.

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  9. Man kann es vergleichen mit Musik hören, Filme schauen etc. Es geht darum dass ich bereit bin dafür etwas zu zahlen wenn ich etwas konsumiere für das jemand gearbeitet hat. Und wenn es mir nicht passt nutze ich es nicht.
    Doch davon sind wir schon längst weit entfernt. Und der Spagat zwischen Werbung mit Gratiszugriff und knallhartem Nutzt-du-zahlst-du ist nicht einfach. Vielleicht ein Probelesen für 1 Woche unter Angabe der persönlichen Adresse und dann Abo oder 6 Monate keinen Zugriff mehr?
    Es wird euch nichts anderes übrig bleiben als zu entscheiden ob ihr frustriert werdet von den vielen ´Schwarzlesenden‘. oder strenger werdet mit dem Zugriff. Ich denke ihr werdet mit euren Appellen den gewünschten Erfolg nicht bekommen. Macht eure Zeitung weiter mit dem Blick auf Qualität und Innovation. Das Risiko ist 50 zu 50.

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  10. Die TaWo teilt da leider wohl das Schicksal von Rivella gelb – mit enormem Aufwand lanciert, extrem viel Neugier und Goodwill weckend, und dann im ersten Anlauf grandios auf die Nase gefallen. Da ist das Aufstehen und das Zurückgewinnen der verlorenen Sympathien nachher sehr schwierig. Ich selbst habe (beileibe nicht nur aus zweiter Hand) derart viele ungeheuerliche Geschichten rund um die zahlreichen Abgänge in eurer Redaktion gehört, dass mir das Vertrauen in die Zukunft schlicht fehlt.

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  11. Ich stehe hinter dem, was die beiden Personen vor mir geschrieben haben und möchte ein paar persönliche Ergänzungen machen:
    Ich gehöre zu denen, die damals blind ein Abo gelöst haben, bevor die erste Ausgabe gedruckt war. Ich habe, als das neue Format herauskam, dieses Abo in „Supporter“ umgewandelt, weil mir einseits dieses neue Format optisch überhaupt nicht gefallen hat und meist schon am Samstag waren viele Artikel der Freitagsausgabe (die ich frühestens am Samstag gelesen habe) auch schon online für Jedermann verfügbar. Das der Supporter auch die PDF-Variante herunterladen kann, habe ich verständlicherweise nie in Anspruch genommen. Hinzu kommt ist, dass mir dieser Zugang seit der neuen Webseite gar nicht mehr zur Verfügung steht, die Erklärungen dazu habe ich ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden. Andere Supporter werden dies aber sicherlich nicht korrekt finden.

    Neu kommen die folgenden Komponenten für mich dazu:
    Neu soll der Support einen deutlichen dreistelligen Betrag kosten. Die bisherigen 60 Franken waren für das dafür Gebotene für mich absolut zufriedenstellend, aber 160 finde ich zu viel.
    Die alte Webseite war etwas wie ein Portal für mich, dass über den Omniticker einen generellen Überblick über das Tagesgeschehen bot, sowie weitere Hinweise zu anderen Publikationen, die aus Sicht der Redaktion eine Relevanz hatten. Beides fehlt auf der neuen Webseite (als Beta-Tester habe ich dies auch mitgeteilt) und ich muss mich jetzt anders umschauen. bzBasel scheint mir aktuell genau das zu bieten – den lokalen Bezug, lokale Hinweise und Informationen und den Ticker. Ich finde immer noch viele der Eigenproduktionen zum Thema Basel sehr anständig gemacht und wichtig, aber dafür 160 Franken zu zahlen bin ich nicht bereit. Papier, so habe ich in den letzten Jahren gemerkt, brauche ich nicht mehr. Ich habe realisiert, dass ich, wenn ich nicht den täglichen Newsletter erhalten würde, von mir aus http://www.tageswoche.ch gar nicht mehr aufrufen würde.

    Das mag jetzt altbacken klingen, aber ich wünsche mir den Ticker und Querverweise auf andere Publikationen zurück und bin dann auch gerne bereit, in Zukunft weiterhin 60 oder auch 80 Franken im Jahr zu zahlen. Aktuell aber eher nicht. Das mir zuletzt zugängliche Papier war für mich eine Augenkrankheit und hatte keinerlei Mehrwert zum Online-Auftritt und auch keinerlei relevante exklusive Inhalte, die den Preis gerechtfertigen würden – wohlgemerkt: Persönliche Meinung, das muss keine Allgemeingültigkeit haben. Und nein, auch eine bzBasel mit einer täglichen Printausgabe werde ich nicht abonnieren, aber wenn die sowas wie das alte Support-Modell der TaWo hätten (ich habe mich da noch gar nicht informiert) wäre ich vermutlich sofort dabei.

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  12. Zeitung für „gedanklich Energiesparende“ gibt es zuhauf, morgens 20 Minuten lang und am Abend Blickweise, dazwischen jedwelche Lokalblättchen verschiedenster Coulör, bis zm Weltwöchelchen.
    Was aber aus meiner Sicht wirklich fehlt, ist Kultur, Beiträge vo Leuten, die neben Schreiben auch Denken können. Georg Kreis ist hier als erstes zu erwähnen, aber auch immer wieder eine Satire von Herrn Mitermeier könnte ich mir durchaus hier vorstellen. Auch mancher Profesoor der Uni hätte hier die Möglichkeit, einem breiteren Publikum zu begegnen und so noch mehr bekannt zu werden. Man müsste diese Leute einfach mal ansprechen.
    Damit würde die Tageswoche plötzlich zur Kulturzeitung, nicht stylistisch, sondern geistig anspruchsvoll. So nebenbei hätte sie dann gute Chance, auf dem Nachtisch zu landen, damit man abends sich noch etwas Geistiges zuführen könnte.
    Da man sich hier gerne um den geistigen Rütli-Bauchnabel dreht, würden auch ausländische Autoren für noch mehr Abwechslung sorgen.

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  13. Tawo auf Geldsuche

    Klar, wenn man zu wenig Kohle hat muss man sich nach der Decke strecken und kann nicht alle Wünsche erfüllen.

    Des öftern hadere ich aber mit der Tawo, wenn mir wieder einmal haufenweise sda-Meldungen oder aufgepumpte tawo/sda-Meldungen) serviert werden, diese Kurznews kann ich mir, soweit sie einen gewissen Unterhaltungswert haben, auch auf allen anderen Medien und im Internet jederzeit zu Gemüte führen. Auch die gehäuften Links zur BaZ, Tagesanzeiger, bz oder anderen lokalen Informationsquellen erkenne ich doch sofort als Lückenbüsser-Beiträge. Dafür braucht es die Tawo nicht. Es sei denn die anderen Blätter vertiefen ein Thema, oder eine von der Tawo aufgegriffene Geschichte.

    Natürlich will ich eine Tawo, welche recherchierend unterwegs ist. Dafür werde ich auch bezahlen. »Kinder unter Druck«, »Stadtentwicklung«, das »unbekannte Baselbiet«, usw. sind die Formate, welche das Alleinstellungsformat der Tawo bestätigen. Okay, die Geschichten sind manchmal etwas kurzatmig. Aber das hat vermutlich etwas mit den dürftig spriessenden Geldquellen zu tun.

    Realistisch gesehen werden ein paar zusätzliche AbonenntInnen, aber nicht den grossen Turnaround bringen. Neue Geschäftsfelder müssten erschlossen werden.
    Eine kleine Anregung: Warum müssen VeranstalterInnen, BeizerInnen, Barbesitzer, LadeninhaberInnen für die Tawo-Promotion nicht bezahlen. Die Programmzeitung (ich gehörte zu den Gründern) hat ihr Geschäftsmodell auf mehrere Beine abgestützt: Neben den AbonenntInnen, gibt es die VeranstalterInnen und die übrigen kommerziellen InserentInnen, welche für die platzierte Werbung (auch als PR-Beiträge) bezahlen müssen. Das Finanzierungsmodell hat sich über all die Jahre bewährt. Auch, wenn es der Programmzeitung finanziell immer noch eher schlecht geht.

    Aus Sicht des grosszügigen Mäzen, müsste man die Gelder für die angeschlagenen Tawo-Finanzen eher für einen so genannten Recherchierfonds (siehe Onlinereports und WoZ) einfordern. Das ist ein konstruktiver (auch nachhaltiger) Beitrag. Die laufenden Betriebsgelder zu sponsern ist eher uncool. Sieht zu stark nach einem Fass ohne Boden aus.

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