Der Retter, der keiner sein will

Über das Baselbiet zog man nur noch her. Dann kam Marc-André Giger. Nun registriert der Leiter der Wirtschaftsoffensive ein ganz neues Denken.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

Über das Baselbiet zog man nur noch her. Dann kam Marc-André Giger. Nun registriert der Leiter der Wirtschaftsoffensive ein ganz neues Denken.

Er war Journalist und träumte von einer Karriere bei einem Boulevardblatt und dem Fernsehen. Dann wechselte er aber doch in ganz andere Bereiche, zum Intrigenstadl Swiss Olympics zum Beispiel oder zu den Sanierern von PricewaterhouseCoopers, wo er auch heute noch angestellt ist. Marc-André Giger kann knallhart sein, auch zu sich selbst. Fürs Training steht der Triathlet und Dauer­läufer auch mal um fünf Uhr morgens auf. Am stärksten gefordert ist er aber jetzt, in seiner neuen Funktion als Leiter der Baselbieter Wirtschaftsoffensive.

Herr Giger, Sie haben einen extrem schwierigen Job. Als Wirtschaftsförderer müssen Sie ­allein fertigbringen, was dem Kanton seit Jahren nicht gelingt: für neue Dynamik zu sorgen.

In der Vergangenheit fehlte es in der Region vielleicht teilweise etwas am Bewusstsein, dass wir etwas tun müssen, um uns im Wettbewerb der Standorte behaupten zu können. In den vergangenen Monaten hat aber ein Umdenken stattgefunden, in der Regierung, in der Politik und – ganz wichtig – in der Verwaltung. Das merke ich immer wieder, wenn ich mit Kaderleuten des Kantons rede. Vor Kurzem fragte mich der Leiter der Landwirtschaftsschule Ebenrain, welchen Beitrag er zur Wirtschaftsoffensive leisten könne. Das zeigt, wie jetzt plötzlich alle mitdenken. Darum würde ich mich nie als Einzelkämpfer bezeichnen.

Zurück im Baselbiet

(Bild: Hans-Jörg Walter)

Für Marc-André Giger ist die Leitung der Wirtschaftsoffensive mehr als nur ein Job, weil er das Baselbiet und mit ihm die ganze Region einfach gern hat. Seit Februar setzt er sich dafür ein, dass sich neue Unternehmen im Baselbiet ansiedeln und arbeitet dabei Hand in Hand mit Witschaftsförderer Thomas de Courten. Aufgewachsen ist der 51-Jährige auf dem Land, später hat er in Basel und St. Gallen Ökonomie studiert. Seit fast 30 Jahren wohnt er im Baselbiet, oder genauer: in Liestal. Gearbeitet hatte er aber meistens ganz woanders: erst als Journalist, später im Staatssekretariat für Wirtschaft, als Direktor von Santésuisse, als CEO von Swiss Olympic und schliesslich als Direktor von Pricewaterhouse­Coopers in Bern, wo er auch als Baselbieter Wirtschaftsförderer weiterhin angestellt ist. (Einen ausführlichen Lebenslauf und weitere Details zur Wirtschaftsoffensive finden Sie sind im Artikel «Grosses Aufbruch, grosses Schweigen».)

Wie haben Sie dem Ebenrain-Chef geantwortet?

Mit einem etwas hemdsärmligen Vorschlag: Er soll doch eine Chirsi-Blueschtfahrt für die Expats aus der Region organisieren. Eine Tour durchs Oberbaselbiet, die mit einem Speckplättli auf dem Bauernhof von Nationalratspräsidentin Maya Graf endet. Gut, die Idee ist vielleicht noch nicht ganz ausgegoren. Was ich damit aber sagen will: Es gibt auch ganz viele kleine Dinge, die wichtig sind und dafür sorgen, dass sich die Menschen und damit auch die Unternehmen hier wohlfühlen.

Wie Sie das sagen, klingt ganz nach Aufbruchsstimmung.

Ja – vor allem in der Verwaltung!

Warum erst jetzt?

Das hängt wohl schon damit zusammen, dass das Baselbiet in finanzieller Hinsicht unter Druck geraten ist. Ständig wurde gesagt: «Es fehlt an Einnahmen, die Ausgaben sind zu hoch, Basel macht es besser, der Aargau auch.» Solche Aussagen ­können demotivierend wirken. Jetzt brechen wir aus dieser Negativspirale aus, das merken die Leute in der Politik und der Verwaltung. Darum kommt auch die Freude zurück.

Was braucht es noch, um wieder erfolgreich zu werden?

Wichtig ist, dass wir uns nicht in ­Details verlieren und uns stattdessen fragen, was wirklich wichtig ist. Bis jetzt gibt es im Baselbiet viele unterschiedliche Fördermittel für Firmengründungen und Start-ups, für Forschung und Erfindungen, für spezielle Finanzierungen, welche die Innovation und die Wertschöpfung fördern sollen. Da sieht man vor ­lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Da müssen wir uns unbedingt einen Überblick verschaffen, um heraus­zufinden, wo der Wald zu dicht ist.

Und dann schlagen Sie dort zu?

Ich gebe nur Empfehlungen zu­handen der Regierung ab. Eine ­davon war der One-Stop-Shop. Für die Unternehmen muss es künftig eine klare Ansprechperson geben, die sie mit ihren Anliegen durch die Verwaltung führt.

Für neue Massnahmen im Bereich der Wirtschaftsförderungen sind Investitionen nötig. Die Vorbehalte dagegen sind aber gross – vor allem bei der SVP.  

Es müssten sich eigentlich alle die Frage stellen, ob die alten Rezepte immer noch die richtigen sind. Beispiel Bodenpolitik: Bis jetzt kauft der Kanton nur Land, wenn es ­darum geht, eine neue Strasse oder eine neue Tramlinie zu bauen. Wenn er künftig aber auch in der Wirtschaftspolitik rasch handeln will, braucht er dafür die entscheidenden Grundstücke. Investoren wollen nicht monatelang warten, bis sich herausstellt, ob sie nun bauen können oder nicht. Und sie wollen dabei weder mit den unterschiedlichsten Eigentümern noch mit den unterschiedlichsten Amtsstellen verhandeln. Ein CEO aus der Pharmaindustrie hat unser Problem kürzlich gut auf den Punkt gebracht: Bei einem Projekt in Zug bekommt er innerhalb einer Woche alle entscheidenden Leute an den Tisch – den zuständigen Regierungsrat, den Steuerverwalter, den Arealentwickler und den Mann für die ­Arbeitsbewilligungen. Im Baselbiet weiss man dagegen nicht einmal ­genau, an wen man sich wenden muss.

Ein ständiger Streitpunkt ist die Zusammenarbeit mit Basel. Standortförderung funktioniere nur gemeinsam, sagen die einen. Ganz falsch!, die anderen: Die Basler ziehen uns immer nur über den Tisch. Wer hat recht?

Es geht nur gemeinsam. Das Verständnis dafür muss wahrscheinlich noch etwas wachsen. Aber die Voraussetzungen dafür stehen gut. Das Baselbiet ist im Aufbruch und hat mit Sabine Pegoraro, Isaac Reber und Urs Wüthrich drei Regierungsräte, die im Amt bleiben und die Region wirklich weiterbringen wollen.

«Für mich steht fest, dass eine engere, institutionalisierte Zusammenarbeit beider Basel ein wichtiger Schritt vorwärts wäre.»

Halten Sie es für richtig, die Fusion der beiden Basel zu prüfen?

Ich will mich nicht konkret zur Fusionsinitiative äussern. Fest steht für mich allerdings, dass eine engere, institutionalisierte Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt vorwärts wäre.

Hoffen Sie am Wochenende bei der Regierungswahl in dem Fall auf einen Sieg des SP-Kandidaten Eric Nussbaumer, der Basel gegenüber sehr viel offener ist als sein Kontrahent Thomas Weber und dessen Partei, die SVP?

Ich habe nicht den Eindruck, dass sich Thomas Weber dem Dialog mit Basel verweigern würde. Er wirkt an sich offen, was natürlich gerade in dieser Frage auch auf Nussbaumer zutrifft. Mindestens so sehr schätze ich ihn aber auch als guten Fussballer und stimmgewaltigen Captain (lacht). Mit PricewaterhouseCoopers (PwC) hatte ich das Vergnügen, gegen ihn und das Nationalratsteam zu spielen – und zu gewinnen.

Wo stehen eigentlich Sie politisch?

Ich bin in keiner Partei und will mich auch keiner zuordnen lassen. Ich bin ein liberaler Mensch, der differenziert denkt und für die unterschiedlichsten Positionen Verständnis hat. Ich bin – wo immer möglich – für Selbstverantwortung und gleichzeitig für die Absicherung unserer Sozialwerke. Es darf niemand durch die Maschen fallen.

Wem sind Sie als Wirtschaftsförderer eigentlich unterstellt: Erst war ja die Volkswirtschaftsdirektion unter dem inzwischen verstorbenen Peter Zwick zuständig. Noch vor seinem Tod übernahm Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro, damit es mit dem Projekt endlich vorangehe, wie es in den Medien hiess. Die Berichte wurden von der Regierung allerdings relativiert. Was stimmt nun?

Frau Pegoraro leitet das Projekt als Regierungsratspräsidentin …

… dann kommt im nächsten Jahr wieder jemand anders?

Es wird am Regierungsrat sein, zu entscheiden, ob Herr Wüthrich als Regierungspräsident übernimmt.

Ein ständiger Wechsel wäre doch ein Unsinn bei einem solch wichtigen Dossier.

Ganz grundsätzlich ist Kontinuität immer gut. Die ist aber sowieso ­gewährleistet, dank der externen Firma, die nach den Vorstellungen der Baselbieter Regierung bis 2017 für die Wirtschaftsoffensive ver­antwortlich sein wird. Das ist ein Modell, das auch im Kanton Schaffhausen schon erfolgreich war.

Ist es nicht stossend, wenn eine private Firma die Wirtschaftsstrategie des Kantons prägt und Investitionsentscheide fällt?

Eine solche Firma ist agiler als eine Amtsstelle. Ihre Kompetenzen sind allerdings klar definiert – und begrenzt. Sie wird nur Vorschläge erarbeiten. Entscheiden werden schliesslich aber die Regierung und der Landrat.

«Unsere Nachbarkantone haben auf die neuen Herausforderungen früher reagiert als wir.»

Die fehlende Agilität – war das bis jetzt ein weiteres grosses Problem dieses Kantons?

Das ist so. Unsere Nachbarkantone haben auf die neuen Herausforderungen früher reagiert als wir.

Wer war denn zu wenig agil? Die Regierung, das Parlament, die Verwaltung?

Das kann und will ich nicht beurteilen.

Das Problem ist doch, dass es für die von den Bürgerlichen dominierte Politik lange, allzu lange nur ein finanz- und wirtschaftspolitisches Ziel gab: die Steuern möglichst tief zu halten.

Das mag sein. Steuern sind immer ein wichtiges Thema. Es gibt meiner Ansicht nach aber noch sehr viel drängendere Bereiche. Diese komplizierte Administration zum Beispiel, dieses Dickicht, in dem sich ein ­Aussenstehender fast nicht zurechtfinden kann. Das ist ein grosses Hemmnis, gerade für die Wirtschaft.

Und die Steuern sind Ihrer Ansicht nach nicht vor allem für Gutverdienende zu hoch, wie von bürgerlicher Seite immer wieder gesagt wird?

Ein grosser Teil der Baselbieter ist vergleichsweise tief besteuert. Es ist auch gut so, wenn die weniger gut Verdienenden nicht allzu viel zahlen müssen. Fragen muss man sich ­dagegen, wie viel Progression es ­verträgt, ohne dass die gut Verdienenden vertrieben werden. Ab­schlies­send beurteilen kann ich das nicht. Fest steht für mich nur, dass sich das Baselbiet von seinem gesamten ­Angebot her keineswegs verstecken muss. Wir haben eine sehr gute ­Infrastruktur, gute Schulen, eine gute Gesundheitsversorgung. Diese Leistungen sollte man nie vergessen, wenn man über die Gegenleistung spricht: die Steuern.

Die Regierung will nicht verraten, was das Engagement von Ihnen beziehungsweise von PwC kostet. Als ehemaliger Journalist müsste Sie diese Geheimnistuerei eigentlich stören.

Frau Pegoraro hat sich dazu nicht geäussert. Ich von meiner Seite kann darauf hinweisen, dass die Regierung gemäss Beschaffungsgesetz
die Kompetenz hat, Aufträge bis zu 150 000 Franken freihändig zu ­vergeben. Und ich kann auch noch sagen, dass die Kosten in unserem Fall deutlich unter diesem Wert liegen.

Ihr Mandat läuft im Sommer ab. Werden Sie den Job danach definitiv übernehmen?

Das Projekt begeistert mich, ebenso wie die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Bevor die Stelle Ende April, Anfang Mai ausgeschrieben wird, kann ich aber nicht sagen, ob ich mich bewerben werde. Ich weiss ja jetzt auch nicht, ob ich überhaupt eine Chance habe.

Falls Sie Ihren Job jetzt einigermassen anständig machen, dürfte Ihre Ausgangsposition nicht die schlechteste sein.

Ich habe ja nicht mal eine Ahnung, ob ich anständig arbeite (lacht).

Aber wenigstens Sie selbst sind zufrieden mit Ihrer Leistung?

Darauf kann ich jetzt wirklich keine Antwort geben, das müssen die Auftraggeber beurteilen.

Kommen Sie: Das entspricht doch moderner Führung, den Untergebenen sich selbst beurteilen zu lassen.

Sie meinen 360-Grad-Feedback und so (lacht). Also gut: Die Auftrag­geber von PwC haben ein Anrecht darauf, dass wir alles tun, um sie happy zu machen. Und so halte auch ich es.

Wann werden Sie konkrete Erfolge vorweisen können: eine Ansprechsperson für die Wirtschaft in der Verwaltung, ein neues Forschungszentrum im Gebiet Salina Raurica

… ou-ou-ou, da sprechen Sie jetzt gleich mehrere unterschiedliche Dinge an, die auf der Zeitachse weit auseinander liegen. Die Ansprechperson in der Verwaltung müssten wir bald haben. Die Ansiedlung neuer Unternehmen kann ebenfalls schnell gehen, wie die jüngst erfolgte Ansiedlung von Colgate in Therwil zeigt, aber sie benötigt tendenziell mehr Zeit. Zuerst müssen wir uns darüber klar werden, welche Branchen wir in welchem Wachstums­gebiet gerne hätten. Und dann ­müssen wir uns auch mit allen Grundeigentümern auf ein gemeinsames Ziel einigen.

Sie sprechen viel von gemein­samen Gesprächen und gemeinsam gefassten Zielen. Sie loben den Staat für seine Infrastruktur. Wie passt das zusammen mit Ihrer Tätigkeit bei PwC? Für viele sind die Wirtschafts­beratungsfirmen das Symbol für kurzfristiges Profitdenken und gnadenlose Restrukturierungen.

Es gibt sehr unterschiedliche Be­ratungsfirmen und einige davon ­machen es sich in ihren Empfehlungen an die Kunden relativ einfach: «Hier, hier und hier müsst ihr ­‹abholzen›, dann habt ihr auf der bottom line wieder schwarze Zahlen – und tschüss.» Wir bei PwC haben eine andere Philosophie. Wir begleiten einen Transformationsprozess über eine längere Zeit und suchen dabei auch nach sozialverträglichen Lösungen. Und dennoch lässt sich auch so nicht vermeiden, dass die Rationalisierungen Wunden schlagen.

Warum sind Sie eigentlich bei den Medien ausgestiegen? Weil Sie einfach etwas schlauer als die anderen Journalisten waren und die Medienkrise frühzeitig kommen sahen?

Sicher nicht! Sonst würde ich meiner Tochter nicht immer wieder sagen, wie toll ich es finde, dass sie als freie Mitarbeiterin für die «Basellandschaftliche Zeitung» arbeitet. Wenn mich jemand fragt, was er werden soll, sage ich immer: Journalist! Das ist doch ein Traumberuf, in dem man mit so vielen unterschiedlichen Menschen und Welten zu tun hat.

«Journalist – das ist doch ein Traumberuf, in dem man mit so vielen unterschiedlichen Menschen und Welten zu tun hat.»

Und weil es Ihr Traumberuf war, hörten Sie auf?

Ich hatte es einfach lange gemacht. 15 Jahre: Tageszeitung, Wochenzeitung, Radio. Nach dieser Zeit wäre ich gerne zum Fernsehen gegangen und ich hatte auch eine Anfrage von «10 vor 10». Leider bestand ich den Kameratest nicht. Also gut, sagte ich mir nach dem Bescheid, in dem Fall suche ich mir halt was anderes. Im Rückblick bedaure ich höchstens, dass ich nie richtigen Boulevard­journalismus gemacht habe.

Warum denn das?

Was die NZZ auf einer halben Seite erklärt, mit ein paar wenigen Worten zu sagen – das ist guter Boulevard. Höchste Kunst.

Gut: Versuchen wirs mal: Wie würden Sie die Situation des ­Baselbiets in möglichst wenigen Worten beschreiben?

(Überlegt.) Begeisterung, Gestaltungswille, Vorwärtsorientierung.

Das klingt jetzt aber noch ein wenig technisch – nach Lehrbuch für werdende Manager.

Von mir aus. Aber es ist so. In der Mimik der Regierungspräsidentin und der Regierungsräte erkannte ich schon beim ersten Treffen genau das: diese Bereitschaft jetzt «Strom abzugeben» und den Kanton neu zu gestalten.

«Das wäre kreuzfalsch! Das Projekt der Wirtschaftsförderung ist Teamwork.»

In dem Fall würde ein Boulevardmedium wohl titeln: Endlich: Regierung wacht auf. Oder: Giger rettet das Baselbiet.

Das wäre kreuzfalsch! Das ganze Projekt ist Teamwork.

Daheim bei Ihrer Familie – setzen Sie dort auch auf Teamwork und Managerqualitäten?

Wir haben daheim eher die klassische Rollenteilung. Meine Frau, die Teilzeit als Gestaltungstherapeutin arbeitet, managt den Haushalt und sorgt dafür – bildlich gesprochen –, dass der Kühlschrank voll ist, der Rasen gemäht. Sie hält mir super den Rücken frei. Dafür braucht es schon einiges an Managerqualitäten.

In dem Fall sehen Sie sich auch daheim eher in der Rolle des ­Beraters, der lieber im Hintergrund bleibt?

Sicher nicht! Ich mache so viel wie möglich mit meiner Frau und meinen beiden Kindern. Dabei kommt uns unser gemeinsames Interesse für den Sport sehr entgegen. Heute ­morgen zum Beispiel ging ich um fünf Uhr mit meinem Sohn schwimmen. Das sind die Erlebnisse, die ich brauche, um neue Energie auch für meine Arbeit zu tanken. Darum ­laufe ich auch so gerne oder mache Triathlon.

In Ihrem Alter könnten Sie doch auch einfach nur das Leben geniessen und mit Ihrer Frau ein bisschen spazieren gehen und danach ein gutes Glas Wein trinken anstatt durchs halbe Land zu rennen.

Was denken denn Sie? Ich mach doch nur so viel Sport, damit ich mit meiner Frau regelmässig einen guten Tropfen trinken kann, ohne dass ich dabei ein schlechtes Gewissen haben müsste.

Artikelgeschichte

Erschienen in der gedruckten TagesWoche vom 19.04.13

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