Notbremse für die Freiheit

Das Volk sagt mit dem Nein zur Lungenliga-Initiative Ja zur Freiheit. Es wurde höchste Zeit.

Solche Szenen sind längst passé: Der damalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt 1977 rauchend im Flugzeug. Dennoch: Mit dem Nein zur Initiative geht es Rauchern nicht so arg an den Kragen wie von den Initianten gefordert. (Bild: Fritz Reiss)

Das Volk sagt mit dem Nein zur Lungenliga-Initiative Ja zur Freiheit. Es wurde höchste Zeit.

Wir leben in einer Zeit der Verhaltens-Uniformen. Nur im engen Kreis haben wir bisher über den Regulierungswahn von Behörden und Interessensgruppen geflucht, im grossen Rahmen haben wir uns stets gefügt. Mit dem heutigen Nein aber ist etwas passiert: Nun ist der Fluch öffentlich. Die Verhaltens-Uniform wird nicht mehr als etwas Naturgewolltes akzeptiert, sondern hinterfragt.

Das Volk hat nach Jahren der schleichenden Vereinheitlichung gemerkt, dass nicht in erster Linie das Anpassenmüssen stört – sondern der Verlust der persönlichen Freiheit. Mit jedem Gesetz, das Regulierungen vorsieht, geht ein Stück davon verloren. Das wäre auch bei einer Annahme der «Schutz vor Passivrauchen»-Vorlage der Fall gewesen, obwohl es nur die Raucher betroffen hätte.

Gewiss wollten die Initianten mit ihrem Gesetz tatsächlich Nichtraucher schützen. Sie blicken – wie alle radikalen Interessensgruppen – mit Scheuklappen auf ihr Anliegen und vergessen dabei, dass ein allfälliger Erfolg Nährboden für anderes sein kann. Ein öffentliches Rauchverbot etwa hätte andere Gesundheitsfanatiker dazu bewegen können, Alkohol im Restaurant verbieten zu wollen oder das Essen von Schokoladekuchen an Kindergeburtstagen.

Sicherheit und Individualität geht zusammen

Das Volk aber hat die Initiative nicht nur als einen weiteren Versuch, gegen Raucher zu kämpfen, betrachtet. Im Gegenteil: Es hat das eigentliche Anliegen ausgeklammert und die Abstimmung genutzt, um die Notbremse zu ziehen und Ja zur Freiheit und Toleranz zu sagen. Diese Freiheit haben sich die Schweizer in den vergangenen Jahren Stück für Stück selber weggenommen, weil sie Klarheit und Sicherheit wollten. Doch nun wird dem Einzelnen bewusst: Sicherheit und Individualität geht sehr gut zusammen. 

Der Anti-Raucher-Lobby steht nun eine lange Zeit des Wundenleckens bevor. Aufgeben wird sie ihren Kampf aber nicht. Es geht um die Legitimation, ein Bestreben aufrecht zu erhalten. Dasselbe Phänomen ist auch bei behördlichen Verboten zu beobachten. Wozu sollen manche staatliche Stellen noch von Nutzen sein, wenn das Volk den Regulierungswahn plötzlich bekämpft?

Fokus muss bei Freiheit bleiben

Nach dem heutigen Nein darf wieder öffentlich und laut über unsere Gesellschaft und die Freiheit des Einzelnen diskutiert werden. Die Masse darf dabei auf keinen Fall kapitulieren und sich angebliche Vorteile der Verhaltens-Uniform aufschwatzen lassen, bloss weil manche Leute Angst haben, ihre Legitimation zu verlieren. 

Es wird nicht lange dauern, bis eine nächste Volksabstimmung irgendeine sinnlose Regulierung verlangt. Wenn das Volk den Fokus auch bei zukünftigen Anliegen auf die persönliche Freiheit richtet, sind wir auf dem richtigen Weg.

Konversation

  1. @RenéReinhard: Mit dem „verbitterten alten Menschen“ waren natürlich nicht Sie gemeint. Nur, wenn man sich in dieser Diskussion auf die Seite der Nichtraucher begibt, wird man sehr oft in eine altbackene, etwas verbitterte Ecke gestellt, Gesundheitsfanatiker eben, die den Spass hassen und ihn allen anderen verderben wollen. Daher wollte ich herausstreichen, dass auch ich gerne „ungesund“ lebe, meiner Meinung nach geht’s auch nicht um Gesundheit, sondern um (Höflichkeits-)formen des Zusammenlebens.

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  2. Lieber Guschti,

    Kant hat mit dieser Diskussion gar nichts zu tun, obwohl er vermutlich auch Nichtraucher war, wie Du. Jedenfalls glaube ich nicht, dass er Beizen frequentierte, sonst hätte er statt des kategorischen Imperativs den kategorischen Aperitif mit Zigarette postuliert.
    Wenn Deine Freunde rauchen, dann geh doch einfach mit, und wenn Du Rauch nicht erträgst, dann geh halt heim, wie Kant, oder gehe in eines Deiner drei rauchfreien Lokale. Das ist DEINE persönliche Freiheit, die nimmt Dir niemand. Wenn Du Raucher toll findest, dann musst Du aber auch ihren Rauch in Kauf nehmen.
    Wir kennen uns wohl nicht, aber wenn Du mit mir zusammen sitzen willst, musst Du Dich halt in ein Fümoar setzen. Und wenn unser Verein vor dem Bundesgericht abblitzt, musst Du zu mir nach Hause kommen, denn dann werde ICH mich nicht mehr in Beizen aufhalten. Und das ist echt absurd, denn „Beizen“ oder „Knillen“ erfordern zwingend Alkohol und Rauch. Alles andere ist Disneyland. Solche Lokale sind nicht gedacht für Kinder, Hunde, Vegetarier, Asthmatiker etc… Da müsste unbedingt der Heimatschutz etwas unternehmen.

    Gruss, Markus Marti

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  3. Als Auslandschweizer habe ich mir erlaubt, dieses Mal an einer Intiativabstimmung in der Schweiz teilzunehmen. Nicht, weil ich das Passivraucherthema als besonders „wichtig“ verstehe, sondern weil es eine symbolische Bedeutung hat, und zwar, wie ich Frau Rutschmann und anderen hier im Forum zustimmend für mich festhalte: Es ist um die Bedeutung der „persönlichen Freiheit“ gegangen. Drei kurze Fragen, drei kurze Antworten:

    1.
    Wird die Gesamtbevölkerung eines Staates gesünder, wenn das Zigaretten- und Zigarrenrauchen untersagt wird ?
    Woran würde sich „gesünder“ allenfalls messen lassen ?
    Etwa am Durchschnittsalter ?
    Falls das Durchschnittsalter als Perimeter dienen würde, lebten wir beispielsweise in Europa heute viel „gesünder“ als vor 50 Jahren.
    Oder:
    Lebenserwartung in den USA (mit der bekannten Raucher-Verbotsgründlichkeit): 78 Jahre.
    Lebenserwartung in Kuba (wo das Rauchen zur Alltäglichkeit sehr vieler Menschen gehört): 78 Jahre
    (Quelle: Fischer-Weltalmanach 2010)
    Fazit: Vermutlich spielt das Rauchen oder das Nichtrauchen für die Lebenserwartung respektive das Durchschnittsalter keine massgebende Rolle.

    2.
    Hängen die Gesundheitskosten eines Landes ursächlich mit der Zahl der Raucherinnen und Raucher zusammen ?
    Das Argument wurde auch von der Lungenliga ins Feld geführt. Allerdings ohne irgendwelche statistisch gesicherte Daten. Natürlich kann Rauchen individuell gesundheitliche Schäden verursachen, genauer wohl: mitverursachen. Ich denke, dass mehr als der Begriff „mitverursachen“ keinerlei tatsächlich nachweisbare Aussagekraft hat. Mitverursacher von Gesundheitsschäden gibt es allerdings schlichterdings unzählige. Unter diesen unzähligen Mitverursachern existieren auch solche, denen „man“ als Zeitgenosse nicht ausweichen kann, etwa der ganzen Problematik mit dem Feinstaub, bezogen auf Krebserkrankungen. Das Rauchen gehört nicht in diese Kategorie der Unausweichlichkeit.

    3.
    Ist „Genuss“ an sich eher verwerflich, wenn er allenfalls gesundheitsschädlich sein kann? Anders gefragt: Ist jemand, der das Rauchen geniesst, vielleicht auch, weil er süchtig ist, insofern aus der Gesellschaft auszuschliessen, indem man ihn als „Fremdkörper“ in einer an sich gesunden Welt behandelt?
    Welcher Genuss, um etwas genauer nachzufragen, wäre denn überhaupt nicht „gesundheitsgefährdend“?
    Ist das genussvolle Radfahren für jeden Menschen absolut gesund, oder belästigt respektive gefährdet das Radfahren etwa in Städten niemanden, keinen Fussgänger, keine kinderwagenschiebende Mutter?
    Ist der Genuss einer selbstgelenkten Autofahrt nicht auch mit der Belästigung von Nichtautofahrern verbunden?
    Und so weiter.

    Kurz:
    Die Fragen sind vielfältig. Die Antworten sind es auch.
    Anders gesagt: Eigentlich müsste man konsequenterweise das Leben verbieten, wenn man die Lebensrisiken abschaffen möchte.

    Insofern ist es für mich (jaja, ganz persönlich) wirklich sehr erfreulich, dass dem ideologischen Treiben von oft selbsternannten Gesundheitsaposteln ein wenig Einhalt geboten worden ist.

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  4. Äh, sollten Sie an einem Sonntagabend, respektive Montagmorgen um halb Eins nicht schon längst im Bett sein? Besonders wenn Sie morgen arbeiten gehen müssen. Mit Arbeit verdient man zwar seinen Lebensunterhalt, sofern man heutzutage überhaupt eine hat, aber auch „malochen“ kann, wie rauchen, höchst unzuträglich sein. 😉

    Aber im Ernst: „Gesundheits-Fanatiker“, mit der Betonung auf Fanatiker, finde auch ich „verdächtig“. Ich vermute sogar, die sterben geradezu vor lauter „Wohlbefinden“. Beängstigend! MfG

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  5. es wäre bei dieser Abstimmung wirklich um Freiheit gegangen. Nur mal angenommen, wir hätten darüber abstimmen müssen, ob das wirkliche, innere Gefängnis unserer Zeit, die Verdinglichung des Menschen zum Koster oder Zahler, abgeschafft werden sollte. Mit der einen Konsequenz, dass unsere selbstgerechte Sicherheit verschwinden würde. Wer von uns hätte ein Ja eingelegt?

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  6. Hier wird immer von Freiheit gesprochen – aus beiden Lagern.
    So stimmt es: jede(r) Einzelne ist frei zu rauchen oder nicht zu rauchen. Soweit stimmt es mit der Freiheit. Jeder Mensch, der aber die Freiheit, das zu tun und zu lassen, was er will, für sich beansprucht,auch die Verantwortung übernimmt, zu beachten, dass er dabei nicht die freie Entwicklung der anderen einschränkt. Das gilt für Raucher und für Nichtraucher.

    Vergessen wir nicht: Jeder kommt immer wieder in die Lage, sich Vorteile zu verschaffen gegenüber anderen. Das geschieht sehr oft zum Nachteil anderer. Das Leben ist gespickt voll davon.

    Das tragische beim Rauchen und der Nichtraucherdebatte ist folgendes.
    Früher dachte kein Raucher daran, dass er andere beeinträchtigen könnte. Das war kein Thema. Das hat sich zum Glück geändert.
    Die WHO fühlt sich ja für die Weltgesundheit verantwortlich. Sie hat die Raucher sensibilisiert und versuchte sie vom Rauchen abzubringen. Die Raucher sind dadurch sensibilsiert worden, zu einem rechten Teil sicher auch durch die immer grösseren Tabaksteuern. Der Respekt der Raucher vor den Nichtrauchern ist mit den Jahren gestiegen und mit der weitgehenden Entflechtung durch sehr starkes Verbot in öffentlichen Räumen, haben nun die Nichtraucher wirklich viel Luft bekommen. Dass aber das der WHO noch nicht genügt und jetzt die Passivraucher dermassen instrumentalisiert mit einem angeblich sehr hohen Krankheitsrisiko, ist nicht in Ordnung. Nun hat sich das umgekehrt. Die frühere Respektlosigkeit hat sich jetzt zum grossen Teil in eine ebenso grosse Respektlosigkeit der Nichtraucher gegenüber den Rauchern gekehrt. Dass das nicht alles von den Rauchern kommen kann ist ja klar. Wir haben so viele gesundheitsgefährdende Stoffe in der Luft, in Lebensmitteln, in Medikamenten, usw.

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  7. Jetzt sind wir so weit als wie zuvor. Die Diskussion ist noch dieselbe: Schränkt Rauchen die Freiheit der Nichtrauchenden ein oder ein Rauchverbot die Freiheit der Rauchenden? Oder gar beides?
    Ich bin nach wie vor dafür, dass es Raucherlokale gibt. Allerdings höchstens soviele wie Prozent der Bevölkerung rauchen, also 25%? 28? Das wär gerecht. Arbeiten können dort auch Leute, die selber rauchen.
    Ich bin nach wie vor selig, dass ich nie mehr verrauchte Eisenbahnwaggons, Büros und Beizen betreten muss.
    Und – ich empfinds nach wie vor als Hohn, wenn beim Rauchen „gegenseitige Rücksichtnahme“ und „Freiheit für alle“ gefordert wird. Wenn man wie ich jahrzehntelang unter rauchgesättigter Luft an allen möglichen Orten gelitten hat, weil man dachte, das müsse so sein und da könne man nichts machen – nun ja. Mein Nichtrauchen beeinträchtigt keinen Raucher, genausowenig wie Kuchenessen oder Alkohol trinken – umgekehrt aber sehr wohl. Das liegt an der gemeinsamen Atemlusft und das lässt sich nun mal nicht wegdiskutieren. Oder?

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  8. „Die Freiheit besteht darin, alles tun zu können, was einem anderen nicht schadet.“
    (Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte vom 26. August 1789, Artikel 4).

    Wie können Sie von Freiheit sprechen, wenn eine andere große Gruppe durch diese vermeintliche Freiheit eingeschränkt wird. Jeder Mensch nimmt den Rauch doch anders wahr! Die Diskussion wird aber nur aus der eigenen Perspektive geführt. Ich möchte niemandem das Rauchen verbieten, denn jeder hat die Freiheit dies zu tun. Doch bin ich strikt gegen den Verein Fümoar und die Verbreitung reiner Raucherclubs. Dies schränkt den kulturellen Freiraum für zu viele Menschen viel zu stark ein. Freiheit bedeutet, dass meine Freiheit manchmal dort enden muss, wo die eines anderen beginnt.

    Jetzt da die Initiative vom Tisch ist, ist es an der Zeit die Extremen Positionen beizulegen und sich in der Mitte zu treffen. Und schafft diesen Gaunerverein Fümoar endlich ab!

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  9. Ich musste auch schon den Ausgang um 21.00 beenden, weil die „toleranten Raucher“ – wie sie sich im Abstimmungskampf immer darstellten – umsverrecken nur in Fümoarbeizen gehen wollten.
    Und da ich nicht Fümoar-Mitglied bin und es auch nicht werden will, musste ich dann nach hause gehen bzw. mich um mich selbst kümmern.
    Ausgang besteht nicht nur aus Essen – sondern auch aus Bars, Clubs etc. und von diesen sind über 90% Fümoar und nur eine Hand voll nicht. Da kann man nicht von einer echten Wahl sprechen.

    Ich freue mich auf das BG-Urteil, welches Fümoar den Riegel schiebt!

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  10. Ich versuche es mal, Ihnen, vielleicht nicht gerade „es“, aber sonst etwas zu „erklären“, wohl eher mitzuteilen.

    Doch zuvor etwas das zwar nichts mit der Auseinandersetzungen um’s Rauchen oder Nichtrauchen zu tun hat, sondern schon eher mit Klischeevorstellungen: Sie schreiben, dass Sie „19 und kein verbitterter alter Mensch sind“. Schön. Ich bin 72, werde, so hoffe ich doch bald 73, bin also, zumindest Ihrer Logik zufolge, „verbittert“? Auch schön! Sei’s drum.

    Und jetzt zur „Sache“: Im Laufe dieser erschreckenden Pro- und Antiraucherkampagne bekam ich eine Broschüre zugesandt mit einem Titelbild, auf dem ein Mensch abgebildet war, der, genau wie ich, wie Sie bei meinem Porträt sehen können, auf Sauerstoffzufuhr angewiesen ist. Und ich wäre, hätte ich Gelegenheit dazu gehabt, jede Wette eingegangen, dass es dabei um ein Sinnbild für jemanden ging, der geraucht hat, oder noch immer raucht. Und so war es auch. Ganz klar!

    Nun zu mir: Ja, auch ich habe geraucht. (Aha?) Allerdings, gemessen an meinen Lebensjahren ziemlich kurz und begonnen habe ich es als über dreissig war. Vorher nicht. Gar nicht, nicht ein bisschen. Irgendwann später bekam ich dann einen Herzinfarkt und habe zu rauchen aufgehört. Nicht aus Angst oder sonst was, sondern ich habe im Spital schlichtweg über 10 Tage lang vergessen, dass ich Raucher bin. Einfach vergessen. Wirklich irre. Seither rauche ich nicht mehr. Dafür habe ich angefangen „rumzujoggen“. Bewegung, Bewegung, sei gut als Infarkprophylaxe, sagte man mir. Also bewegte ich mich. Drehte Runden um Runden, 2, 3 Mal die Woche auf einer Sportanlage, auch im Sommer oder rannte auf die Chrischona, wanderte mit Freunden oder Bekannten durch den Jura. Z.B. von Vallorbe, Le Pont, über den Mont Tendre, mit 1679 m ü. M. die höchste Erhebung im Jura, dem Col du Marchairuz Pass, ebenfalls 1447, usw. wieder runter nach St. Cergue. Und es hat Spass gemacht. Ohne Zweifel. Trotz meinem „Fluchen“ zwischendurch. Vor allem aber trotz meinem „Röcheln“, meinen „fast nicht mehr können“. Manchmal. Logo, dachte ich, „wenn Du dich noch so idiotisch benimmst, in deinem Alter“ Aber ich solle mich bewegen, sagte man mir.

    Bis ich vor ein paar Jahren eine Lungenentzündung „baute“. Da ich zu spät meinen Arzt aufsuchte. Der aber dann auf einer Röntgenaufnahme feststellte, dass etwas mit meiner Lunge ganz und gar nicht stimmte und mich im Unispital, Pneumologie, anmeldete. Seither bin ich dort in „Behandlung“. Diagnose: Lungenfibrose. Lungenfibrose: „Viele chronische Lungenkrankheiten sind im Endstadium mit einer Lungenfibrose verbunden. Also im „Endstadium“? „Lungenkrankheit“? Shit, doch wann hat das angefangen? Man weiss es nicht genau, seit wann und wegen was. „Vom Rauchen?“ „Das können wir ausschliessen. Sie müssen sie schon vorher gehabt haben, wahrscheinlich von klein auf.“ Da ich nie z.B. mit Asbest oder in einem Bergwerk gearbeitet habe.

    „Lustig“? Schon ein bisschen. Besonders wenn ich an all die, bloss Furcht einflössende, Rhetorik der letzten Wochen und Monate denke.

    Im Übrigen: Auch Rauchen schadet. Genau so wie das Leben. Trotzdem. Und bei der nächsten Geburtstagsfeier sagen sie Ihren Freunden klar, dass sie diese in einem „Nichtraucherrahmen“ veranstalten sollen. Wenn es wirklich welche sind, Freunde, werden sie Ihre Wünsche berücksichtigen. MfG.

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