«Bachapp»: Basels neuster Schwimmseismograph

Wer noch nicht weiss, ob die Zeit reif ist für den ersten Rheinschwumm, dem hilft Basels neustes Online-Tool. Die «Bachapp» verrät, wie warm das Wasser ist, wann die Sonne scheint und wo hinterher das Bier kalt steht.

Wer noch nicht weiss, ob die Zeit für den ersten Rheinschwumm schon reif ist, setzt dem Zögern am besten mit der «Bachapp» ein Ende. Basels neustes Online-Tool verrät, wie warm das Wasser ist, wann die Sonne scheint und wo hinterher das Bier kalt steht.

Für viele Baslerinnen und Basler ist er die Hauptschlagader der Stadt: der Rhein. Vielbesungen und von Einheimischen wie Touristen gleichermassen als Erholungszone geschätzt, wird er im Sommer zur meistfrequentierten Flaniermeile der Stadt. Drei junge Basler haben nun eine App entwickelt, die Rhein und Uferzone auf einen Blick erfahrbar machen.

«Bachapp» heisst heisst Basels neustes Online-Tool. Sie stellt sich den wichtigsten Fragen aller Rheinschwimmer: Welche Wassertemperatur erwartet mich heute gegen 16 Uhr? Wo finde ich einen geeigneten Ein- und Ausstieg? Welche Gefahrenzonen gilt es zu meiden, und wo bekomme ich hinterher ein Bier? 

Schlichtheit vor Protzerei

Andreas Stebler.

Die App stammt aus der Feder von Frederik Weber (Entwicklung iPhone und iPad), Andreas Stebler (Grafik und Design) und Tizian Hösch (Entwicklung Android). Alle drei bezeichnen sich als «passionierte Rheinschwimmer» und so entstand die Idee, ihre Leidenschaft mit ihrem technischen Talent zu verknüpfen. «Wir merkten dass Basel eine Plattform fehlt, die alle Informationen zum Rhein bündelt», sagt Hösch: «Als Programmierer und Grafiker kamen wir bald auf die Idee mit der App.» 

Frederik Weber.

Seit September letzten Jahres bastelten die drei in der Freizeit an der «Bachapp», meist mit Erfolg, machmal ohne. Vor allem der Grafiker Stebler musste hin und wieder feststellen, dass sich nicht alle seine Ideen auch technisch realisieren liessen. Übertriebene Features wurden darum fallengelassen, das Konzept blieb auf das Wesentlichste reduziert.

Tizian Hösch.

Und das mit Erfolg: Die App besticht durch ihre Benutzerfreundlichkeit, «wir wollten eine Dienstleistung schaffen und kein Spielzeug», sagt Weber. 

Lokalstolz als Schubkraft

Die App ist seit Dienstag online und schlug ein wie eine Bombe. Bereits 1300mal wurde die «Bachapp» heruntergeladen «im aktuellen Ranking der Apple-downloads rangieren wir bereits ganz weit oben», sagt Stebler zufrieden. Und auch das Feedback bei iTunes lässt sich lesen: «Genau auf diese App habe ich gewartet, Basel wird Freude haben», schreibt ein Nutzer.

Es hätten sich auch bereits einige Bars und Cafés gemeldet, die gerne integriert werden möchten. Allerdings können nicht alle Wünsche berücksichtigt werden, sagt Stebler, mit wenigen Ausnahmen befinden sich alle aufgeführten Lokale in Tuchfühlung zum Rhein.

Ihren Erfolg verdanken die Macher der «Bachapp» auch dem Lokalstolz der Baslerinnen und Basler. «Die Leute hier lieben den Rhein und alles was zu ihm gehört», sagt Hösch. Bestes Beispiel dafür ist der Wickelfisch. Gings nach Weber, Stebler und Hösch, dann hätte ihre «Bachapp» bald einen ähnlich hohen Wiedererkennungswert wie die bunte Schwimmhilfe. 

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«Bachapp» für iPhone, iPad und Android-Geräte ist kostenlos. Und so sieht sie aus:

Konversation

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