Bahnsperre verhilft der Rheinschifffahrt aus der Misere

Der Bahnunterbruch in Rastatt beschert den Rheinhäfen einen grossen Umsatzzuwachs. Damit können die miserablen Ergebnisse zu Jahresbeginn etwas kompensiert werden.

Verbesserter Container-Umschlag wegen der Bahnsperre in Deutschland. (Bild: Nils Fisch)

Der Bahnunterbruch auf der Rheintalstrecke im deutschen Rastatt hat den Schweizerischen Rheinhäfen im August erfreuliche Umschlagszahlen beschert. Dies zeigt sich insbesondere im Containerverkehr: 12’512 Stück wurden umgeschlagen. Das sind fast 3500 Container oder über 38 Prozent mehr als im Vormonat Juli. Einzig im August 2016 hatten die Häfen bisher mehr Container umgeschlagen.

Das ist Balsam auf die wirtschaftlichen Wunden der Häfen. Denn das Jahr 2017 verlief bislang alles andere als erfreulich. Der gesamte Güterumschlag im ersten Halbjahr 2017 lag um 17,5 Prozent unter dem des Vorjahres. Als Grund geben die Rheinhäfen den tiefen Wasserstand des Rheins an. Erst im April habe sich die Situation wieder gebessert, heisst es im Halbjahres-Bulletin.

Die Rheinhäfen rechnen damit, aufgrund des erhöhten Container-Umschlags infolge Bahnunterbruch die Einbrüche im ersten Halbjahr bis Ende 2017 wettmachen zu können.

Konversation

  1. Es hat noch niemand über einen allfäligen Bahnunterbruch in Liestal nachgedacht, da dort wohl so gegen zwanzig Baustellen am Gleiskörper geplant sind. Wenn da auch nur eine einzige richtig „durchkracht“, wird Lausen zur Endstation der SBB.
    Da fehlt aber ein „Ergolzkanal“ als Ausweichroute für die Güter.

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