Basler Schule schreibt Elternbriefe in einfacher Sprache

Eine Basler Primarschule versucht ihre Briefe so zu formulieren, dass sie von allen verstanden werden.

Die Briefe sollen besonders für ältere Menschen, Migranten sowie Leute mit Lernschwierigkeiten verständlich sein. (Bild: Nils Fisch)

Die Briefe, die die Hirzbrunnen Primarschule seit Kurzem an Schuleltern verschickt, wirken auf den ersten Blick seltsam. Zusammengesetzte Wörter sind durch einen sogenannten Medio·punkt getrennt. Pro Zeile wird nur ein Satz verwendet und in den Briefen sollen nur noch die wichtigsten Informationen stehen.

Das Ziel sei dabei, dass ältere Menschen, Migranten und Menschen mit Lernschwierigkeiten verstehen, was die Schule ihnen mitteilt. Das berichtet der «Blick».

Die Briefe in einfacher Sprache seien ein erster Versuch, erklärt der Sprecher des Erziehungsdepartements, Simon Thiriet, gegenüber der Zeitung. «Gerade für jemanden, der Deutsch als Muttersprache hat, ist dies zugegebenermassen gewöhnungsbedürftig.»

Eine Übersetzung von Normalsprache in die sogenannte Leichte Sprache sei nicht ohne Verluste möglich, sagt indes die Linguistin an der Uni Freiburg, Regula Schmidlin, im «Tages-Anzeiger». Sie findet die Regelung an der Hirzbrunnenschule deshalb problematisch, versteht aber den Versuch, die Kommunikation mit den Behörden möglichst verständlich zu gestalten.

Konversation

  1. Der nächste Schritt ist dann wohl die Kommunikation in 160 Zeichen per SMS mit ganz einfach Worten – Hey Mann Dienstag sein Talk mit Ober-Bro, Du oder Frau kommen eine Stunde nach Sonnenuntergang.

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  2. „Das Ziel sei dabei,……dass ältere Menschen (aua), Migranten und Menschen mit Lernschwierigkeiten verstehen, was die Schule ihnen mitteilt….“
    Bei den ersten muss ja wohl ich gemeint sein. Ich war schon 44, als meine Tochter zur Welt kam, mittlerweilen bin ich ein alter Sack von 63 und Töchterchen macht die Ausbildung zur Primarlehrerin.
    Und ja tatsächlich hatten wir (alte Eltern und Schülerin) oft mühe zu verstehen, was Schule mitteilen wollte.
    Ich deute das hier mal so, dass „Migranten und Meschen mit Lernschwierigkeiten“ nicht sensibel genug klingt. Folglich nimmt man noch alte Menschen mit rein, deren Kinder zwar längst schon selber Kinder haben und schon ist es politically correct.
    Geil!

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