Besetzer haben im Imbiss an der Schanzenstrasse einen Mittagstisch eröffnet

Bis vor zwei Jahren beherbergte die kleine Bude an der Schanzenstrasse einen Imbiss. Der Raum wird nun besetzt, seine kulinarische Bestimmung bleibt aber bestehen.

Bis vor zwei Jahren beherbergte die kleine Bude an der Schanzenstrasse einen Imbiss. Der Raum wird nun besetzt, seine kulinarische Bestimmung bleibt aber bestehen.

An der Schanzenstrasse 54 in der Nähe des Kinderspitals ist seit Samstagabend, 6. September, eine kleine Bude besetzt. Zuletzt beherbergte das Gebäude einen Take-Away-Imbiss. Dieser musste vor zwei Jahren ausziehen, der Raum stand seither leer. 

Diesen Leerstand in einen offenen Raum umzuwandeln ist das Hauptanliegen der Besetzer, teilen sie auf einem Flyer mit (in der Bildstrecke einsehbar). Das Flugblatt lädt auch zur Teilnahme ein. Geplant ist ein tägliches Mittagessen, an dem jeder teilhaben kann, der etwas dazu beitragen möchte. Am Montag nahmen bereits gegen 20 Personen dieses Angebot wahr, wie ein Augenschein vor Ort zeigte.

Die Interaktion mit dem Quartier scheint den Besetzern ein Anliegen, sie haben vor dem Häuschen eine Sammlung von «Frequently Asked Questions» (FAQs) über das Anliegen des Projekts aufgehängt und weitere Projekte im Imbiss angekündigt.

Die Polizei nahm die «Zwischennutzung» zur Kenntnis. Abgesehen von einer Lärmklage am Samstag gingen bisher keine Beschwerden ein, heisst es auf Anfrage. Die Bude gehört gemäss Grundbuch der Einwohnergemeinde Basel-Stadt. Verwaltet wird die Liegenschaft von Immobilien Basel-Stadt, dort hat man am Montag erst von der Besetzung erfahren, sagte Sprecherin Barbara Neidhart gegenüber der BaZ: «Wir wollen uns erst ein Bild von der Situation verschaffen und dann eine Beurteilung vornehmen.»

Artikelgeschichte

Der Artikel ist mit einem Zitat von Immobilien Basel-Stadt aus der BaZ ergänzt worden.

Konversation

  1. Diese Bude macht keinen Sinn mehr, da laufen zuwenig Passanten durch, als da je ein TakeWay rentiert hätte. Warum reisst man diese Bude nicht ab, eine Besetzung, was soll das? Jetzt so angesehen, mehr eine Verschandlung, die aber anscheint niemand interessiert. Wem macht so eine Besetzung Spass? Die paar Leute die dies taten qualifizieren sich da selber.

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  2. Diese Bude macht keinen Sinn mehr, da laufen zuwenig Passanten durch, als da ein Take Away rentiert hätte….
    Ich sehe darin eine super Lösung: Die Bude macht jetzt wieder Sinn, Menschen werden zusammen gefügt, die Renditefrage wird im Kollektiv geregelt und hat eigentlich niemanden zu interessieren.
    Der grössten Verschandelung wurde Abhilfe geboten: 2 Jahre leer gestanden: geht ja gar nicht.
    Ich bin dafür, dass alles was länger als 1 Jahr unbenutzt leer steht, besetzt werden darf…per Gesetz! Im Gegenzug wird konsequenter geräumt, wenn der Besitzer wieder eine definierte Nutzung umsetzt….wobei es sehr wahrscheinlich gar nicht soweit kommen würde.

    Für die Zwischennutzung wünsche ich viel Erfolg, viele Begegnungen und ein kreatives Schaffen.

    In der Hoffnung, dass Freiräume unkomplizierter (zwischen-) genutzt werden können.

    P.S. Eine Schande was auf der Fläche an der Uferstrasse beim Ex-Migrol passiert…… nämlich gar nix!

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