Das «Da Francesca» schliesst die Pforten

Am 28. Juni ist Schluss mit dem Café-Restaurant «Da Francesca» im Kleinbasel. Die Wirtin Francesca Scarpone zieht zurück nach Italien.

Seit sieben Jahren führt Francesca Scarpone das Eckcafé. (Bild: Laura Goepfert)

Am 28. Juni ist Schluss mit dem Café-Restaurant «Da Francesca» im Kleinbasel. Die Wirtin Francesca Scarpone zieht zurück nach Italien.

Das Café-Restaurant «Da Francesca» an der Ecke Mörsbergerstrasse/Haltingerstrasse schliesst schon bald seine Pforten. Das Lokal ist eine kleine Institution, die Inhaberin kennen fast alle im Quartier.

Francesca Scarpone hat die Herzen der Bewohner gewonnen – mit ihrer sympathischen Art als Wirtin und als Organisatorin des alljährlichen Mörsberger-Strassenfestes, das sie ins Leben rief.



Das Restaurant bleibt: Die Betreiber der Oetlinger-Buvette werden das Lokal übernehmen.

Das Restaurant bleibt: Die Betreiber der Oetlinger-Buvette werden das Lokal übernehmen. (Bild: Laura Goepfert)

Zurück nach Kalabrien

Unter dem Blätterdach vor dem «Da Francesca» erzählt Scarpone bei einem Espresso von ihrem Entschluss. «Es war kein schneller Entscheid», sagt sie, aber sie sei nun an einem Punkt angelangt, an dem sie eine neue Herausforderung suche. Im letzten Jahr kaufte sich Scarpone ein Stück Land in ihrer Heimat Kalabrien in Italien.

Seit dann besuchte sie das Grundstück mit Meerblick mehrmals. Als sie begonnen hatte, Bäume anzupflanzen, sei ihr bewusst geworden, dass dieses Stück Land mehr als nur ein Ferienort für sie sei. Was sie dort machen wolle, wisse sie noch nicht. «Vielleicht einen Campingplatz aufbauen», sagt Scarpone.

Heimweh sei es nicht gewesen, das sie zurück nach Italien führte: «Bis jetzt fühlte ich mich überall zu Hause.» Dennoch betont sie, dass sie sich in Italien erneut integrieren müsse. «Seit ich vor 13 Jahren in die Welt zog, habe ich mich verändert, genau wie sich mein Heimatort verändert hat.»



Lust auf Veränderung: Francesca Scarpone zieht es zurück nach Italien.

Lust auf Veränderung: Francesca Scarpone zieht es zurück nach Italien. (Bild: Laura Goepfert)

Betreiber der Oetlinger-Buvette übernehmen

Die spontane Ader und die Lust auf Neues zieht sich durch den Lebenslauf der 38-Jährigen. «Stehenbleiben gefällt mir nicht. Es macht bequem.» Seit sieben Jahren führt Scarpone nun schon das Café in Basel. Fünf Jahre zuvor arbeitete sie hauptsächlich saisonal in der Gastronomie: im Sommer in Basel, im Winter in den Schweizer Bergen oder manchmal auch in Uruguay.

Die Schliessung des «Da Francesca» ist ein Verlust für das Quartier, doch die Lücke wird schon bald geschlossen: Nach einem kleinen Umbau eröffnen die Betreiber der Oetlinger-Buvette das Lokal neu. «Wann und wie genau ist noch unklar. Wir sind noch voll in der Planung», sagt Eva Baudenbacher, die mit ihrem Bruder die Buvette führt.

Dasselbe gilt für das Strassenfest, das sie auch gerne weiterführen würden. Die Idee der Übernahme hatte Scarpone selber. Das Angebot stiess auf offene Ohren. Wie Scarpone haben die Buvette-Betreiber Lust auf ein neues Projekt.

Bis das Lokal schliesst werden Francesca Scarpone und ihr Team weiter arbeiten. Am 28. Juni ist es dann so weit: Der letzte Tag des «Da Francesca» wird ab 16 Uhr mit einem Abschiedsfest begangen. 

Konversation

  1. Man hätte bei der Interviewführung eventuell mal auf das Strassenschild schauen sollen und würde dabei bemerkt haben dass man sich an der Mörsbergerstrasse befindet, nicht Mönchsbergerstrasse 😉

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    1. Lieber Herr Walthard,

      das ist in der Tat ein fehlerhaftes Missgeschick, jetzt aber korrigert.

      Danke für den Hinweis und schönes Wochenende,
      Karen N. Gerig

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  2. Sehr bedauerlich; Francesca war eine Pionierin und ihre Beiz das Herz unseres Quartiers! Ein Ort, wo man immer wieder gerne hin ging & der es an nichts mangeln liess. Grazie Francesca für die schöne Zeit & alles Gute!

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