Das Gerbergässlein lädt zum Fest

Das Gerbergässlein soll für zwei Wochen im Jahr in den Mittelpunkt Basels rücken. Unter dem Motto «altstatt neu» findet das Projekt 2015 zum ersten Mal statt. Die Vorbereitungen der Schule für Gestaltung für den Eröffnungsapéro am 12. Juni laufen bereits fleissig.

Frank Zappa, vernetzt.

(Bild: Antonia Brand)

Das Gerbergässlein soll für zwei Wochen im Jahr in den Mittelpunkt Basels rücken. Unter dem Motto «altstatt neu» findet das Projekt 2015 zum ersten Mal statt. Die Vorbereitungen der Schule für Gestaltung für den Eröffnungsapéro am 12. Juni laufen bereits fleissig.

Geht man diese Tage durch das Gerbergässlein, kann man in der Luft das Flattern von Plastik im Wind hören. An jeder Ecke sieht man Schülerinnen und Schüler aus dem Vorkurs der Schule für Gestaltung auf Klappleitern balancieren. Geschickt spannen sie weisse Vogelbänder von der einen Seite zur anderen. In drei Metern Höhe aufgehängt, bilden sie einen Teil der Installation, welche vom 12. bis 26. Juni das Gerbergässlein und die Geschäfte dort schmücken wird. 

Die Umgestaltung passiert im Rahmen eines Projekts, welches künftig jährlich stattfinden soll. Es soll die Basler öfter ins schmucke Gerbergässlein locken. Denn wenn man nicht weiss, dass sich hinter den verwinkelten Treppen beim Leonhardsberg noch ein Seitengässlein mit Boutiqen und Lokalen verbirgt, könnte man es mit einer Sackgasse verwechseln.

Deswegen wollen die ansässigen Geschäftsinhaber für einmal den Fokus gezielt auf sich richten. «Nicht, dass die Leute nur der Gerbergasse und den grossen Ladenketten nachgehen», sagt Gregor Muntwiler von der Galerie Eulenspiegel. «Die Idee dazu entstand schon letztes Jahr, als die Geschäfte entlang des Gerbergässleins ihre Schaufenster in Grün dekorierten und wir an einem Bummelsamstag einen roten Teppich auf dem Boden ausrollten.»

Mit Kunst in den Fokus

Dieses Jahr soll das Ganze etwas grösser ausfallen. Sara Schaffner (Schmuck + Objekte), Marc Tschachtli (Hot Lemon) und Gregor Muntwiler selbst haben sich zu einem Brainstorming getroffen und beschlossen, dieses Jahr ein mehrtägiges Fest zu veranstalten.

Auf den Vorschlag von Marc Tschachtli hin wurde bei der Basler Schule für Gestaltung nachgefragt, ob Interesse an einer Zusammenarbeit bestehe. Nach einem internen Wettbewerb unterbreiteten die Schülerinnen und Schüler des Vorkurses für Gestaltung ihr Siegerprojekt «altstatt neu»: Ein lose geflochtenes Netz aus weissen Vogelbändern spannt sich wie ein Dach über das Gerbergässlein. Es verleiht den Häusern für 14 Tage ein futuristisches Bild und soll die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich ziehen. Einheitlich dazu werden auch die Schaufenster der Geschäfte entlang des Weges gestaltet. 

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Wer neugierig geworden ist auf das Projekt am Gerbergässlein, kann sich am Freitag, dem 12. Juni, selbst ein Bild von der Installation «altstatt neu» machen. Die Organisatoren laden ab 17 Uhr zu einem Eröffnungsapéro und zum Flanieren ein. Freitags und samstags öffnet ab 20 Uhr auf dem Leonhardsstapfelberg eine Lounge, welche ebenfalls von den Schülern des SfG-Vorkurses organisiert wird.

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