Das neue Trio im Kleinbasel

Am Samstagabend lädt das neue Lokal «Trio» zum ersten öffentlichen Willkommensapéro ein. Wir durften gestern schon ausgewählte Amuse-Bouche naschen und sind entzückt: Wir wollen mehr davon!

Die Trio-Terrasse dürfte sich zum beliebten Kleinbasler Treffpunkt entwickeln.

(Bild: Julia Voegelin)

Am Samstagabend lädt das neue Lokal «Trio» zum ersten öffentlichen Willkommensapéro ein. Wir durften gestern schon ausgewählte Amuse-Bouche naschen und sind entzückt: Wir wollen mehr davon!

Die letzten spätsommerlichen Sonnenstrahlen kitzeln die Blätter der Lindenbäume, die Terrasse ist in goldenes Licht getaucht. Auf dem Vorplatz des neuen Lokals «Trio» lassen sich die warmen Tage wunderbar ausklingen: Ein kühles Brooklyn Lager, dazu luftige Grissini, ein paar Oliven. Wem es nach Sonnenuntergang zu frisch wird draussen, der zügelt ins heimelige Drinnen. Die langen Eichentische laden ein zu Gesprächen bis tief in die Nacht, an der Bar machen 16 verschiedene Cocktails betrunken und in der Küche brutzelt’s den ganzen Tag. 

Der goldene Schriftzug «Trio» leuchtet von schon von weitem. So heisst das neue Lokal im Kleinbasel, gleich neben dem Hotel Basilisk vis-à-vis des Kasernenareals mit Blick in die belebte Klybeckstrasse.

Ausgestorbene Ecke erwacht

«Wenn man hier sitzt, ist es wie im Kino», schwärmt Roman Tschopp. Vor zwei Monaten hat er zusammen mit zwei Freunden, Marius Thurnherr und Henning Grebe mit dem Umbau der ausgestorbenen Ecke begonnen. Täglich haben sie 12 Stunden auf der Baustelle verbracht, um ihre Idee eines eigenen Lokals zu verwirklichen. Viel Handarbeit und das eigene Gesparte stecken in diesem Projekt.

Für Roman Tschopp, Primarlehrer und Texter, und den Schreinermeister Marius Thurnherr ist die Gastronomie ein neues Gebiet. Cocktails im Schlaf zubereiten und Rebsorten auswendig aufsagen, das kann vom Trio bis jetzt nur Henning Grebe, Restaurantfachmann, Betriebswirt und zuletzt Betreiber der Garage. «Learning by doing» nennt sich die Strategie, wie Roman Tschopp verrät, zwischen Begrüssungen, Beglückwünschungen, Geschenken, Mitbringseln und vielen Umarmungen, die an diesem Abend von den geladenen Gästen verteilt werden.



Früher Schreiner, heute Barkeeper: Marius Thurnherr konnte sich die Bartheke selber zimmern.

Früher Schreiner, heute Barkeeper: Marius Thurnherr konnte sich die Bartheke selber zimmern. (Bild: Julia Voegelin)

Durchgestylter Schuppen

Im Designkonzept dominieren die Farben schwarz, weiss und braun, dezent gehoben, schlicht stylish und trotzdem gemütlich warm mit nordischen Noten. Nackte Glühbirnen stecken in der Decke, Kerzen sorgen für romantisches Ambiente. Das kulinarische Konzept? Soll leicht und mediterran sein, gespickt mit ein paar Klassikern. Das Trio präsentiert sich als durchgestylter Schuppen, der das Kleinbasel um einen Treffpunkt bereichert.

Und endlich: Das Essen kommt. En Guete.

Wir essen: saftig-zarte Crevetten, eine echt deutsche Currywurst an Tomatensauce, frittierte Beetroots (Rote Beete) mit einer leichten Süsse und einer Mayocrème, Fleischbällchen in Tomatensauce. Dazu trinken wir ein Glas feinsten Crémant de Bourgogne und ein Glas Gruber Röschitz, ein junger Weisswein aus Österreich.

Originelle Speisekarte

Es ist eine lustige Mischung, die im Trio aufgetischt wird. Die ganze Welt scheint kulinarisch an unserem Tisch versammelt. Satt macht dieser sogenannte Barfood nicht, aber er reizt sämtliche Geschmacksknospen. Das macht Lust auf mehr.

Vorspeisen: zwischen 11 und 22 Franken
Hauptspeisen: zwischen 23 und 48 Franken
Desserts: zwischen 9 und 10 Franken

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Das Trio versteht sich als Restaurant, Café und Bar zugleich.
Klingentalstrasse 1, 4057 Basel
Dienstag bis Donnerstag 11 bis 24 Uhr; Freitag 11 bis 2 Uhr; Samstag 14 bis 2 Uhr.
Warme Küche jeweils 23 Uhr; Barbetrieb und -food bis Schluss.
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