Der grösste Internet-Hetzer der Schweiz wohnt in einer Villa in Riehen

Er schreibt seit Jahren fast alles und jeden nieder. Auf unterstem Niveau. Im Internet. Als die TagesWoche ihn besucht, wird der härteste rechtsradikale Troll der Schweiz plötzlich kleinlaut.

Haufenweise Hass und Dreck: Der Troll an seinem Arbeitsplatz.

Viele Schweizer Politikerinnen und Politiker – vor allem Politikerinnen – kennen Martin Widmer. Nicht persönlich. Aber sie haben Post von ihm erhalten. E-Mails. Oder sie werden in Facebook-Einträgen massiv beschimpft und beleidigt.

Andere Schweizer Politiker – insbesondere solche aus der SVP – haben schon Beiträge aus der Feder von Martin Widmer auf Facebook oder anderswo geteilt.

Auch vielen Medienschaffenden ist Martin Widmer schon lange ein Begriff. Er verschickt Pamphlete, etwa unter dem Titel «Der Rechte Blick». Lieblingsthemen: «Lügenpresse, Sozialindustrie, Scheinflüchtlinge, Möchtegerninvalide» (6. Juni 2016). Frauen werden, falls sie erwähnt werden, erniedrigt. Und grundsätzlich ist alles ausser die SVP «von Linksextremisten versaut» (7. Juni 2016), selbstverständlich gehören auch FDP und CVP zum «neosozialistischen Bündnis», das die Schweiz, Europa, ja die ganze Welt bedroht.

Facebook-Gruppe mit wachsendem Einfluss

Erstmals fiel Widmer im Jahr 2015 öffentlich auf. Mit einer seiner Facebook-Seiten, die damals «Kampagne 15» hiess, mischte er sich beinahe täglich in die politische Debatte ein. Erklärtes Ziel: Unterstützung der SVP bei den Wahlen 2015. Später verschickte er im Wochentakt E-Mails an Schweizer Redaktionen und einzelne Journalisten.

Widmers Botschaften – über Ausländer, politische Gegner, die Masseneinwanderungsinitiative etc. – fanden in einem Netzwerk von Gleichgesinnten und weit darüber hinaus Beachtung. Einzelne seiner Posts wurden hundert-, manchmal gar tausendfach geteilt.

Meist schreibt Widmer dabei mit offenem Visier.  Im Repertoire hat er Diffamierungen, Beleidigungen, Sexismus und Rassismus. Nichts lässt der Polit-Troll aus, egal, ob es um «negroiden Folklorequatsch» in Schweizer Medien geht oder unliebsame Personen («Ausgerechnet der Jude Roger Schawinski», das «schmierige Grossmaul», einer der «grössten Hetzer»).

Feiger Schütze aus der untersten rechten Hecke

Gegen Ende 2016 wurde es um Widmer etwas ruhiger. Doch nun, da sich Schweizer Politiker langsam für die Wahlen 2019 eindehnen, ist auch er wieder aktiver geworden. «Kampagne 19» heisst seine Page heute. Seit einigen Monaten schiesst Widmer wieder verschärft aus seinem digitalen Versteck.

«Advent, Advent, die Schlampe flennt» – über Bundesrätin Simonetta Sommaruga im vergangenen Dezember. Seither geht es weiter abwärts: «WC-Dame des Hate Speaking» (Jolanda Spiess-Hegglin, Januar 2018); «Holten und Spiess-Hegglin machen gegen No Billag in Vorgärten – schweres Gesprütz» – mitsamt einem Bild von pinkelnden Frauen. Einer Politikerin schrieb er in einem persönlichen Mail, sie würde sich «mit Body und Grinsen nach oben schleimen», betreibe «verlogene Fotzenpolitik».

Seit Natalie Rickli mit Chantal Galladé gemeinsam gegen Internet-Trolle Front macht, dreht Widmer im roten Bereich.

Doch es trifft bei Weitem nicht nur linke Frauen. Seit Natalie Rickli mit Chantal Galladé gemeinsam gegen Internet-Trolle Front macht, dreht Widmer im roten Bereich. Ein «herbeimenstruiertes Problem» sei der Hass im Internet, schreibt der Internet-Hassverbreiter. Die «olle Tante» Rickli sollte man aus der Partei werfen, «dass sie sich nach ihrem Burn-out zurücksehnt».

Der Heckenschütze ist sich der Tragweite seines Tuns bewusst. Sein Vorgehen: Schiessen – auf Verbreitung warten – Spuren beseitigen, sprich, die Einträge wieder löschen.* Bisweilen gibt Widmer sogar Geld aus, um seine Hass-Attacken gezielt unter die Leute zu bringen. «Dieser Post wird in der ganzen CH gesponsert, insbesondere aber bei den 75’000 FB-Usern in Zug», schrieb er zu einer Attacke gegen Jolanda Spiess-Hegglin.

Einer von vielen Posts der Marke Martin Widmer.

Jetzt, wo mit SVP-Nationalrätin Natalie Rickli ein eigenes Aushängeschild frontal angegriffen – und noch dazu eine Politikerin, die sich schon zuvor gegen Hass im Internet ausgesprochen hat –, wehrt sich erstmals jemand aus der Partei gegen die angebliche SVP-Kampagnen-Page. Diese sei ein «Fake», schrieb Natalie Rickli am 5. März auf Facebook. Hier würde sich jemand als SVP ausgeben und gleichzeitig gegen Rickli hetzen – «das schadet der SVP», findet Rickli.

Allerdings sorgten regelmässig SVP-Exponenten für die Weiterverbreitung der Inhalte von «Kampagne 15» respektive «Kampagne 19». Sogar verschiedene offizielle SVP-Gruppen haben schon Beiträge weiterverbreitet. Offenbar im Glauben, es handle sich bei den hasserfüllten Inhalten um Material, das die Partei im Wahlkampf weiterbringe.

Basler SVP-Exponenten kennen Widmer

Auch der Basler SVP-Grossrat Alexander Gröflin hat einschlägige Erfahrungen mit Martin Widmer gemacht. «Es begann mit einer Reihe von Telefonanrufen», erinnert er sich. Widmer wollte ihn überreden, verschiedene politische Vorstösse im Grossen Rat einzureichen. Zuletzt liess sich Gröflin auf ein längeres Gespräch ein und wurde dann niedergebrüllt.

Doch Martin Widmer gab nicht auf. Als er erfuhr, dass Gröflin mit Basler Studierenden eine kleine NGO betreibt, die Schulprojekte in Kamerun unterstützt, wurde er nochmals aktiv. Widmer tauchte laut Gröflin an mehreren Veranstaltungen von «Give a Chance» auf, wo er sich unter anderem als Familienvater ausgab, dessen Tochter bei «Give a Chance» mitwirke. Widmer habe sich über die internen Abläufe im Verein detailliert erkundigt. Daraufhin diffamierte Widmer Gröflin und sein Projekt in einem Mailversand.

«Später stellte er mir während eines Anlasses an der Universität nach», sagt Doktorand Gröflin. Er habe sich schliesslich Rat bei einem befreundeten Polizisten geholt, dann die Sache aber ruhen lassen.

Vermutlich stand Martin Widmer mit seinem echten Namen hin, weil er sich sicher war, nie aufzufliegen.

Der grösste Schweizer Internethetzer begrenzt sein Tun nicht auf den geschützten, weil anonymen digitalen Raum, er wirkte auch an Ort und Stelle. Das ist im Nachhinein einer der Fehler, die Widmer begangen hat. Ein weiterer Fehler: Martin Widmer heisst tatsächlich Martin Widmer.

Vermutlich stand er mit seinem echten Namen hin, weil er sich sicher war, nie aufzufliegen. 121 Martin Widmers finden sich im Schweizer Telefonbuch. Keiner von ihnen ist der Martin Widmer, der Hass im Internet verbreitet. Auch in spezialisierten Datenbanken findet sich kein Hinweis auf den Mann. Martin Widmer war zwar Martin Widmer, aber er blieb bis heute ein Phantom – zumindest für die meisten Leute.

Mehrere Basler SVP-Politiker kennen seine Identität und wissen um seine Hasskampagne. Auf einer weiteren Facebook-Seite mischte sich der Mann in interne Streitigkeiten innerhalb der Basler SVP ein, wobei er den Riehener SVP-Präsidenten Eduard Rutschmann angriff. Andernorts, auf der Facebook-Seite von Rutschmann, findet sich ein vertraut wirkender Austausch zwischen Rutschmann und Widmer.

Die Zuger Staatsanwaltschaft gab zu schnell auf

Auch die Staatsanwaltschaft Zug, wo seit rund anderthalb Jahren eine Strafanzeige von Jolanda Spiess-Hegglin gegen Widmer deponiert ist, war nah dran an der Enttarnung des Baslers. Die Zuger Ermittler kümmerten sich eher verhalten um die Anzeige, stiessen aber irgendwann auf eine Adresse. Widmer besitzt in Basel ein Wohnhaus, wo er mehrere möblierte Apartments für viel Geld vermietet.

Also schickte die Staatsanwaltschaft irgendwann ein Schreiben an diese Adresse. Weil Martin Widmer dort keinen eigenen Briefkasten hat, kam die Post ungeöffnet zurück nach Zug. Weitere Bemühungen unternahmen die Ermittler nicht: Das Verfahren ist sistiert.

Wer nach der Adresse, die in der Sistierungsverfügung auftaucht, sucht, findet zwei Einträge im Basler Grundbuch. Im letzten Jahr überschrieben Widmers Eltern ihrem Sohn das Apartmenthaus. Kurz darauf erhielt derselbe Martin Widmer auch das Elternhaus in Riehen zugesprochen. Die zuvor unfassbare Figur wurde plötzlich verortbar.

Im Villenquartier

Der Weg zu Martin Widmer führt nach Riehen, in ein Gebiet, wo eine Villa an die nächste reiht und die Bewohner fragen, was man hier suche, wenn man eine Weile auf dem Trottoir rumsteht.

Martin Widmer wohnt nicht so, wie man sich das gemeinhin bei Trollen und Internethetzern vorstellt. Verwahrlost ist zumindest äusserlich nichts. Er ist offensichtlich gut situiert, Haus und Garten wirken sorgfältig gepflegt. Der Eingang wird von mehreren Kameras überwacht, wer klingelt, taucht bei ihm auf dem Bildschirm auf:

«Was wollen Sie?», fragt eine Stimme aus der Gegensprechanlage.

«Wir kommen von der TagesWoche und wollen Ihnen ein paar Fragen zu Ihren politischen Kommentaren stellen.»

Ohne Verzögerung sagt Widmer: «No comment» und bricht das Gespräch ab.

Wir klingeln nochmals: «Verschwinden Sie von meinem Grundstück, sonst hole ich die Polizei.»

Im echten Leben bleibt er stumm

Als wir uns mit dem Auto auf den Weg zurück machen, steht Martin Widmer plötzlich draussen, lehnt am Rand seines Grundstücks an einer Hecke. Er filmt uns mit einer Kamera und rennt dann ins Haus zurück.

Alle weiteren Versuche, ins Gespräch zu kommen, scheitern. Mehrere Anfragen über die diversen E-Mail-Adressen, die Martin Widmer zum Versand seiner Hassmails nutzt, bleiben unbeantwortet. Als wir auf seine Handynummer anrufen, hängt er auf, nachdem wir uns zu erkennen geben.

Martin Widmer, der Mann, der seit Jahren ungestraft im Netz verleumdet, erniedrigt und hetzt, blockt ab, wenn man ihn auf sein Treiben anspricht. Der grösste Internethetzer der Schweiz ist kleinlaut, wenn man ihn konfrontiert. Er ist einer der härtesten Kerle, wenn er hinter seinem Bildschirm sitzt und Menschen öffentlich diffamiert. Zu seinem Tun stehen kann er nicht.

Mitarbeit: Reto Aschwanden und Andrea Fopp

*Der TagesWoche liegen Screenshots sämtlicher erwähnten Texte und Postings vor.

Konversation

  1. Huch! Leider ist dieser Mensch nicht im offiziellen Telefonbuch zu finden, so dass wir nicht wissen, ob er bei uns in der Nähe wohnt – eine eklige Vorstellung…

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  2. Das geschilderte Verhalten gehört m.E. zur großen Variationsbreite der Symptome der „Krankheit der Gesellschaft“ (Kütemeyer, Fromm, u.a.), die auch in der Wissenschaft – primär: Soziologie – als „kollektive Neurose“ dem Namen nach bekannt ist, jedoch allermeist nicht in ihrem wahren Ausmaß wahrgenommen / erkannt wird.

    Die kollektive Neurose der „zivilisierten Gesellschaft“ nenne ich seit 1992 die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ (KZN) und arbeite seitdem an dieser Thematik und bemühe mich um Aufklärung, denn ich erkenne in der KZN die wesentliche tiefere Ursache aller sogenannten „Krankheiten“ / „Störungen“ einschließlich der Störungen menschlicher Beziehungen / Beziehungsfähigkeit – bis hin zu den „kollektiven Psychosen“ wie Krieg, Bürgerkrieg, Terrorismus, Massaker, Genozid, usw.

    Seitdem ich 1991 auf dieses Phänomen stieß, habe ich zahlreiche Literatur-Belege zu diesem Thema gefunden, welches mir die ersten 44 Jahre meines Lebens nicht aufgefallen war – trotz vielseitiger Interessen und guter Allgemeinbildung. Aber die allermeisten Medien berichten nicht darüber. Auch im journalistischen Bereich wirkt das „Angst-Tabu“ (R. Taéni) der Neurose und läßt die Befallenen alles verdrängen, ausblenden, leugnen, beschönigen, usw., was an ihre eigene Wahrheit rühren könnte.

    Auch insofern ist die kollektive Form der Neurose die schlimmste Krankheit überhaupt: Wenn das neurotische Denken und Verhalten zur „Normalität“ des Kollektivs, der Gemeinschaft / Gesellschaft wird. Dann werden die wahrhaft Gesunden in solchen Gemeinschaften krankheitsbedingt irrtümlich als die „Bösen“ gesehen und entsprechend behandelt.

    In wahrhaft heilen Kollektiven / Kulturen fällt eine Neurose selbstverständlich sehr schnell auf und wird im heilen Umfeld i.d.R. auch sehr schnell heilen.
    Die zivilisierte Gesellschaft aber ist keine heile Kultur mehr, seitdem sie von der KZN befallen wurde und diese Krankheit sich aus – möglicherweise sehr kleinen Anfangsbedingungen – zur heutigen globalen Größenordnung einer Pandemie ausgebreitet und in befallenen Bereichen stetig vertieft hat. Das hat in der Vergangenheit – wie Oswald Spengler beschrieb – zu den Untergängen aller „Hochkulturen“ geführt. Und da das „Übel“ nicht grundlegend geheilt ist, steht auch die gegenwärtige „Hochkultur“, die moderne zivilisierte Gesellschaft vor dem Untergang. Die Symptome sind allerorten mit den körperlichen Sinnen und dem rationalen Verstand wahrzunehmen. Woran es mangelt, ist die Gegenwart auf der anderen, „höheren“, Seins- / Bewußtseins-Ebene, mit der man die Zusammenhänge und tiefere gemeinsame Ursache erkennen kann.

    Literaturbeispiele wie „Der Wahnsinn der Normalität“ (A. Gruen) oder „Die Pathologie der Normalität“ (E. Fromm, aus dem Nachlaß) geben Hinweise auf das Phänomen; ähnlich wie es auch „schon“ Sigmund Freud getan hat mit seinem Werk „Das Unbehagen in der Kultur“ oder andere „Ausnahme“-Fachleute, die sich getraut haben, den Finger in die Wunde zu legen: Wilhelm Reich, Christa Meves, Hans Jürgen Eysenck, Herbert Marcuse, Theodor Adorno, usw.

    Da die große Mehrheit der Wissenschaftler keine wahrheitsgemäßen Aussagen macht über diese größte Bedrohung, kann man verständlicherweise auch keine entsprechende Reaktion im politischen Bereich erwarten. Denn auch dort regiert nicht die wahre Weisheit, sondern die pathologische Unweisheit – und die kann das wahre Übel nicht erkennen.

    Die KZN ist kein Phänomen erst der letzten 100 Jahre – auch wenn ihr Name seit S. Freud meist auf dem von ihm bekanntgemachten Begriff „Neurose“ gründet. Auch die christlichen Heiligen Schriften berichten „schon“ über sie; und ich denke eben, daß die KZN mindestens 10.000 oder 15.000 Jahre „alt“ ist – oder evtl. auch schon 75.000 Jahre (wenn man die „Toba-Katastrophe“ als Auslöser annehmen will).

    Auf welche genaue historische Weise das „Übel“ / „Böse“, die „Lüge“ / „Sünde“, usw., in die Welt gekommen ist, ist für die grundlegende Heilung unerheblich; sie ist in jedem Einzelfall prinzipiell jederzeit, lebenslang, möglich – und zwar auf dem ganz natürlichen Weg des „Aufstiegs“ von der grobstofflichen zur feinstofflichen Seins- / Bewußtseins-Ebene. Das ist der Prozeß / Kult, den die „Zivilisierten“ „vergessen“ haben, über den das Wissen in den Köpfen der Befallenen „verloren gegangen“ ist.

    Vorhanden ist es aber noch in jedem Fall im „kollektiven Unbewußten“ (C.G.Jung) und von dort durch jeden einzelnen Menschen „abrufbar“. Er müßte nur hin“gehen“ und das bereitliegende „Geschenk“ abholen und in Gebrauch nehmen. Das ist wie Weihnachten…

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    1. Achtung liebe TaWo Redaktion 😉
      eine würdige Nachfolge – oder gar Auferstehung
      des Alois-Karl Hürlimann?

      (Nix mit Feierabend)

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  3. Vielen Dank Herr Ganter, Ihr Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf. Eine Ergänzung hätte ich noch. Der Widmer (ein Herr ist er nicht) ist mit grosser Wahrscheinlichkeit frustriert über sich selbst und sein Leben. Im Grunde wirklich nur ein armes Würstchen…. Ich vermute, er hatte auch nie Erfolg bei Frauen.

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  4. Ich schreibe selbst viele Leserbriefe und meine sind teilweise auch nicht immer die harmlosesten. Aber trotzdem bleibe ich immer noch oberhalb der Gürtellinie und beleidige keine Leute. Man kann schliesslich auch Diplomatisch bleiben.

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  5. nachtrag, der schmutz liegt leider auch bei der online presse.
    jeder kann einen komment irgendwo hinpinkeln.
    früher musste man dies per post tätigen. name adresse…
    der volle name wurde erwähnt mit ort.
    somit war es unmöglich als Zürcher einen luschen Baseler
    komment zu schreiben—-

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  6. da gibt es noch den alten armen in der az,
    der ist leider noch nicht unter beobachtung,
    trotz seiner Kommentare, zu jedem misthaufen.

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  7. Sehr gut recherchierter Artikel, danke dafür.
    Ich bin wenig erstaunt, dass sich hinter dieser Hetzfigur ein Vertreter der Wohlstandsverwahrlosung befindet. Leistungsloses Einkommen, alles zur Verfügung, was es zum Leben braucht, ausser Empathie. Und das ist meiner Meinung nach das Hauptproblem bei dieser Sorte Menschen: zu viel Wohlstand hat bei ihnen jede Sozialkompetenz, die Fähigkeit zur Empathie und den Willen, sich als Teil einer vielfältigen Gesellschaft zu sehen, unterdrückt oder zerstört.

    Es bringt aber eigentlich nichts, auf diesem eigentlich bedauernswürdigen Würstchen herumzureiten, er mag zwar ein Widerling sein, er ist aber nicht das zentrale Problem. Ich möchte dazu einige Gedanken loswerden, die mir beim Lesen des Artikels, nicht minder aber bei einigen Kommentaren gekommen sind:

    1. Der Mann ist kein Troll im eigentlichen Sinn (unter Internet Trollen versteht man Figuren, die in einem Forum provozieren und sich an den (meist überzogenen) Reaktionen darauf ergötzen. Es ist selten davon auszugehen, dass sie hinter dem Müll stehen, den sie verbreiten. Einziges Ziel von Trollen ist, ein Forum aufzumischen.
    Widmer hingegen meint das ernst. Er tut dies zwar vermeintlich anonym und auf einem unterirdisch tiefen sprachlichen Niveau, abgesehen davon erinnert er mich aber an James Schwarzenbach. Auch dieser wohlhabend, unabhängig und mit einer empathiefreien Lebenseinstellung. Die Schockwellen, die seine Initiative ausgelöst haben und seine Zöglinge, die zum Teil bis heute politisch aktiv sind, wirken immer noch nach.

    2. Es hat nicht lange gedauert, bis die ersten Stimmen laut geworden sind, die Identität Widmers offenzulegen, inklusive Adresse zwecks „Sonderbehandlung“. Diese Attitüde kennt man zur Genüge von (neo)faschistischen, aber auch von Antifa Gruppen. Das ist unterste Schublade und eine Bankrotterklärung. Die Äusserungen Widmers mögen widerlich sein, wer aber zu Lynchjustiz aufruft, um solche zu bekämpfen, hat einen an der Waffel und sollte sich nicht beschweren, wenn er auch mal eine solche „Sonderbehandlung“ geniessen darf. Es ist eine der wesentlich Errungenschaften eines ziviliserten Staatswesens, dass für die Beurteilung von Strafbarkeit die Justiz zuständig ist und nicht der Mob.
    Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass auch die Äusserung von widerlichem Müll nicht strafbar sein sollte (In diesem Punkt vertrete ich das Recht auf eine absolute Meinungsäusserungsfreiheit). Aufruf zu Gewalt kann auch ohne Beleidigungs- und Antirassismusparagrafen adäquat bestraft werden.

    3. Was mich am meisten erschüttert sind allerdings folgende Abschnitte des Artikels:
    „Allerdings sorgten regelmässig SVP-Exponenten für die Weiterverbreitung der Inhalte von «Kampagne 15», respektive «Kampagne 19». Sogar verschiedene offizielle SVP-Gruppen haben schon Beiträge weiterverbreitet. Offenbar im Glauben, es handle sich bei den hasserfüllten Inhalten um Material, das die Partei im Wahlkampf weiterbringe.“
    und
    „Mehrere Basler SVP-Politiker kennen seine Identität und wissen um seine Hasskampagne. Auf einer weiteren Facebook-Seite mischte sich der Mann in interne Streitigkeiten innerhalb der Basler SVP ein, wobei er den Riehener SVP-Präsidenten Eduard Rutschmann angriff. Andernorts, auf der Facebook-Seite von Rutschmann, findet sich ein vertraut wirkender Austausch zwischen Rutschmann und Widmer.“
    Klopft man den hauchdünnen Lack der SVP ab, kommt meiner Meinung nach genau diese kackbraune Einstellung zu Tage, die Widmer hemmungslos verbreitet. Für gewisse Kreise in der SVP sind Leute wie Widmer offenbar eine willkommene Gelegenheit, die mehr oder weniger latent schwelende „Volksstimmung“ zu befriedigen und aufzustacheln. Da es nach Churchill keine Zufälle gibt in der Politik glaube ich nicht, dass diese Verbindung auf Unwissen oder Dummheit zurückzuführen ist, es steckt Kalkül dahinter. Widmer kann ohne Gefahr, finanziell oder beruflich in Schwierigkeiten zu geraten, das schreiben, was kein Politiker wagen würde, direkt zu äussern.
    Es ist diese versteckte Frère Cochon Verbindung zwischen Hetzern wie Widmer und gewissen Exponenten der SVP, die mir am meisten zu denken gibt. Offenbar fehlt in dieser Partei zunehmend ein Korrektiv, dass dieser Entwicklung etwas entgegenhält. Für zentrale Figuren wie Blocher, Frey und Co. ist dies natürlich von Vorteil: das Fussvolk arbeitet sich an Asylanten und Sozialschmarotzern ab und ignoriert die zunehmende Entsozialisierung der Gesellschaft zugunsten einer kleinen Minderheit. Ob diese Entwicklung allerdings im Sinne der einst ernst zu nehmenden konservativen SVP ist, wage ich zu bezweifeln.
    Als Lehrstück für praktizierten Machiavelli dient es aber allemal.

    Auch wenn ich es sehr begrüsse, dass einer Figur wie Widmer mit diesem Artikel eine gewisse Kontur gegeben worden ist, sie ist nicht das Hauptproblem. Wir haben ein grundsätzliches Problem mit Xenophobie und Entsolidarisierung in der Schweiz. Das mag einerseits daran liegen, dass dieses Land über mehr als ein Jahrhundert gut damit gelebt hat, ohne moralische Bedenken mit jedem Geschäft zu machen ohne in die damit finanzierten Kriege und das damit einhergehende Elend hereingezogen zu werden. Anderseits setze ich schon ein grosses Fragezeichen über die moralische und ethische Reife eine Gesellschaft, die de Fakto bis in die 80er Jahre sklavereiähnliche Zustände (Verdingkinder, administrativ Verwahrte) in ihrer Mitte geduldet hat. Aus diesem Blickwinkel ist die Richtung, in die sich die Schweiz bewegt, vielleicht nicht mehr so verwunderlich.

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    1. Ihre Meinung: Wir haben ein grundsätzliches Problem mit Xenophobie und Entsolidarisierung in der Schweiz.

      Widmers Meinung: Wir haben ein grundsätzliches Problem mit Überfremdung und Übersolidarisierung in der Schweiz.

      Wo liegt das Problem? Darf Widmer seine Meinung nicht vertreten?

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    2. Doch, darf er. Wenn Sie meinen (sicherlich langen) Kommentar nochmals lesen, finden Sie bestimmt die Stelle, an der ich dieses Recht explizit propagiere.
      Also: bei diesem Punkt, kein Problem.

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    3. Eben: rechts von der SVP ist die Wand… Sags schon lange: Blocher hat es verstanden, sogar die Rechtsextremen unter denselben Hut zu bringen. Die alte Bürger-, Gewerbe- und Bauern-Partei (BGB), Vorläuferin der SVP von Blocher, setzte sich aus immerhin achtenswerten konservativen Krämern und Bauern zusammen, aber jetzt sind bei der SVP solche seltsamen Bewegungen wie die Autopartei selig, die Schweizer Demokraten selig, die Schweiz ohne Ausländer selig und wohl auch NoBillag etc. unter dem Hut einer Bundesrats-Partei aufgesaugt. Kompliment an den Chefstrategen Blocher… (Achtung: Ironie-Falle). Ich aber trage das Schweizer Kreuz am 1. August und das Edelweisshemmli mit Stolz und aus Freude an Folklore quasi als meinen Schafspelz! (Achtung: Ironie-Falle!). Weder das Schweizer Kreuz noch das Jodeln, noch das Alphorn gehören der SVP – und objektiv betrachtet sind alle drei sehr schön!

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  8. Top-recherchierter Artikel, danke für die engagierte und hartnäckige Arbeit. Mehr davon! Zum Inhalt: das feige Benehmen des Herr Widmer spricht für sich, mehr muss man dazu gar nicht sagen.

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  9. Ich hatte auch schon das Vergnügen, in der verlängerten Schusslinie von Widmers Hasstiraden zu stehen. Ein derart frustrierter Typ wie er hat eher mein Mitleid als meine Verachtung. Ich habe so reagiert, wie ich immer reagiere, wenn Leute sich in sozialen Medien nicht zu benehmen wissen – ich habe ihn blockiert.

    Das ist genau die Art, wie man mit diesen Internet-Trollen umgehen muss: ignorieren (don’t feed the troll).

    Klar, wenn die Behauptungen oder Beleidigungen strafrechtlich relevant werden, dann gibts eine Anzeige. Aber so lange dies (noch) nicht der Fall ist, lasst doch diese Schreibtischhelden in ihrem kleingeistigen Mief. Sie richten bei sich und in ihrer Seele mehr Schaden an, als sie jemals austeilen könnten.

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    1. Genau, das ist exakt was ich denke, keiner ist gezwungen irgend ein Artikel von irgend jemandem zu lesen. Abgesehen davon, was ich auf dieser Kampagne19 antraf, finde ich so sehr schlimm nun auch nicht. Es ist halt einfach die Meinung von rechts … so what?

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  10. Ziemlich tendenziöser und einseitiger Beitrag, meiner Meinung nach. Dieser Internet-Troll wird instrumentalisiert, um die grösste Schweizer Partei schleicht zu schreiben. Und übgrigens, ich finde auch, dass wir ein Problem in der Schweiz haben mit einer unehrlichen, politisch gefärbten Presse (inkl. SRG), mit einem zu üppig gestalteten Asylwesen, obwohl die AHV nicht gesichert ist und mit Wirtschaftsflüchtlingen. Das Dublin Abkommen wird leider von unseren Italienischen Nachbarn nicht so genau genommen. Der Troll mag zwar unmöglich in seinem Verhalten sein, aber viele Schweizer Bürger teilen seinen Ärger.

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    1. „Ich bin zwar anderer Meinung, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“ Diesen Lehrsatz der Meinungsfreiheit scheinen (leider) nicht alle zu fassen.

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  11. Unter „Widmer besitzt in Basel ein Wohnhaus, wo er mehrere möblierte Appartments für viel Geld vermietet.“ verstehe ich etwas anderes als ein gewöhnliches Mehrfamilienhaus.

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    1. Hallo Herr Keller – genau so klingt es für mich auch. Da wohnen bestimmt keine Famillien mit Kindern drin. Eher ist es ein Etablissement, wo man sich eher dann die Klinke in die Hand gibt wenn es dunkel geworden ist …

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  12. Was hat man früher gemacht?Persönlich miteinander gesprochen,anständig diskutiert.Ich halte mir das Zitat zugute,“MitAnstand kommt man weiter“.Lasst die Leute trollen,die werden sowieso nicht ernst genommen.

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  13. Je mehr Aufmerksamkeit der Martin Widmer bekommt, desto mehr wird er aufgeplustert. Das ist genau das, was er will.
    Und je geheimnisvoller, je grösser ist die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird.

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  14. Mich entsetzen einige Kommentare hier fast genau so wie dieser Widmer. Der Setzer verlangt nach einem Foto, vermutlich um Widmer gesellschaftlich zu erledigen, und «weiss jetzt, wo er wohnt», Stefan Heimers greift in die unterste SVP-Schublade und fragt, ob dieser Widmer überhaupt etwas arbeite, karlinloy insinuiert einen Zusammenhang mit dem Riehener Brandstifter und das Riehener Kummerkästli droht Widmer unverhohlen Gewalt an, sollte er ihm im Zug begegnen. Und das wohlverstanden nicht etwa in 20Minuten oder im Blick, sondern in der Tawo, wo sich doch alle so viel besser und kultivierter wähnen.

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    1. Sehr geehrte Fr.Fabienne Moerik

      Sie schreiben ( und das Riehener Kummerkästli droht Widmer unverhohlen Gewalt an, sollte er ihm im Zug begegnen). Leute wie Sie, sollten zu aller erst richtig lesen lernen. Ich drohe Hr.Widmer nicht, ich wünsche Ihm. Und ich möchte Ihm auch nicht im Zug begegnen. Ich rate Ihnen dringlichst viel mehr zu lesen, da viel lesen Ihr Defizit das gelesene auch verarbeiten zu können, erheblich ausgleichen würde. Ich bin weder Psychologe noch Sehlenklemtner, aber Sie sollten sich zu aller erst um Ihr lese Problem kümmern. Sie werden auch sofort merken: wenn ich gleich auch begreife was ich lese, weiss ich schlussendlich auch um was es geht.

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    2. Der «Kummerkasten» ist in natürlich vor allem «Martin Widmer».

      Wir alle hatten vor Jahren schon mal ununterbrochen das Vergnügen mit ihm.

      Er war (und ist) amüsant. Leider füllt es seinen Tag nicht, sich ausschliesslich mit seinen Mietern zu beschäftigen.

      Ich rate ihm deshalb, sich einen Hund zuzulegen. Nicht nur versteht der seine Sprache nicht, sondern er führt ihn zur Erfüllung seiner Ansprüche stundenlang von Widmers elektronischen Kommunikationsmitteln weg.

      Der «Herr» möge mich erhören (bitte).

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    3. Ihre ethischen Grundsätze in Ehren, liebe Fabienne. Ich finde, dass man solchen Menschen wie Widmer unter allen Umständen das Handwerk legen sollte. Da ist mir jedes Mittel recht, auch der Pranger. Widmer verunglimpft in seinem Facebook-Profil

      https://www.facebook.com/kampagne15/

      seit Jahren zB Jolanda Spiess-Hegglin und scheut sich auch nicht davor, deren bewusst grafisch verändertes Foto zu veröffentlichen, um sie möglichst in ein schlechtes Bild zu rücken. Die TaWo hat diesen Hetzbruder namentlich enttarnt. Jetzt fehlt nur noch das Konterfei dieses Feiglings. Nicht weil ich ihm begegnen möchte. Aber er soll ab jetzt wissen, dass man ihn kennt.

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    4. Welches Handwerk, Schreiben?
      Seine Meinung äussern?
      Menschen auf Fotos ins schlechte Licht setzen machen doch alle Medien! Ihnen ist jedes Mittel recht? Krass!

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    5. Der mit dem Hund ist sehr gut:
      Ein Hund hört einem immer zu, liebt einen, widerspricht nie und braucht halt Leckerli.
      …. gut, das brauchen die Zweibeiner auch.

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  15. Naja, hoffen wir das die Fakten stimmen. Journalisten schreiben was sie wollen.

    Aber hier gibt es ja riesengrosse Heuchler. Bürgerliche, welche Mühe mit anderen Ansichten haben, loben plötzlich die linke TaWo. Aber sobald RR Dürr kritisiert wird, wird wieder gejammert. Haha 🙂

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    1. Mein Weltbild und meine Meinungen haben halt mehr Grautöne und Schattierungen, als andere. Und da kann man auch mal eine aus persönlicher Sicht gut gemachte Arbeit loben. Aber eben: wenn man anscheinend nur schwarz/weiss kennt, ist es nicht so sehr nachvollziehbar. Ich kann ja umgekehrt ja auch schwarz/weiss-Denken nicht nachvollziehen. Das gebe ich gerne zu.

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    2. Naja, Widmer soll laut Tageswoche ja Menschen verleumdet haben, also wider besseres Wissens falscher Tatsachen bezichtigt haben. Dies wäre ja eine Straftat, so eine Verleumdung. Die Tageswoche wird dafür sicher Beweise haben! Ansonsten könnte Widmer die Autoren wegen – huch – Verleumdung und übler Nachrede Verklagen.

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  16. Endlich… Super*** !! Journalisten-Preis (Verdächtig). Gratulation an die Journalisten, endlich mal was Poitives. Hoffentlich wird „Blick“ auch seine Journalisten auf „Spur“ bringen… 🙂 // @Georg II = halt doch mal STILL… Sie sind vollkommen neben der Rolle. Für Ihr Verhalten gibt es speziell ausgebildete Psychologen; sehen Sie mal einfach unter: https://www.doc24.ch/de/basel-stadt-bs/alle/psychotherapeuten/alle nach. Danke.

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    1. Ich frage mich ernsthaft, was sie da geritten hat, respektive, inwiefern solch ein persönliches Angriff begründet wird.

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    2. Ja, mich wundert diese Hetze gegen Georg II. auch. Er hat ja hier gar keinen provokativen Beitrag geschrieben. Was soll das? Beide Accounts sind frisch angemeldet.

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  17. Kürzlich bezeichnete in Blick.ch ein Psychologe solche Hasskommentatoren als Hooligans des Internets. Wohl weil das Internet die Verschleierung der eigenen Identität zulässt, sind diese Kommentatoren nicht anders als Vermummte in Fussballstadien. Daher finde ich Anonymität in Diskussionsforen nicht ok, erst recht im Falle solcher abschätziger Äusserungen wie im Artikel geschildert.

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  18. Guter Artikel über ein zeitgemässes Thema, das viel zu wenig in der echten Presse aufgedeckt wird. Es wird sonst lediglich darüber in Blogs berichtet, oder man wird selber Zeuge von Hetz-Kommentaren. Es gibt aus meiner Sicht hier Nachholbedarf, denn dieses gesellschaftliche Phänomen, wenn systematisches gehetzt wird, ob von links oder von rechts, ist oft Menschen verachtend, und gegen den normalen politischen Austausch auf anständigem Niveau, der die Grundlage der Demokratie ist. Bravo TaWo!

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    1. Ach ja? Aber Ihr verwendet den Ausdruck in diesem Artikel ebenfalls..“..wird der härteste rechtsradikale Troll der Schweiz plötzlich kleinlaut.“

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    1. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um eine Gegenhetze, sondern um eine Reportage, die auf Tatsachen beruht. Martin Widmer wird nicht verunglimpft. Der Artikel beleuchtet nur seine Publizistik. Herr Widmer bekommt auch die Gelegenheit, Stellung zu nehmen, nutzt diese aber nicht.

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  19. Saubere Recherche, Kompliment, liebes TaWo-Team. So stellt man sich journalistische Arbeit vor, das hat Qualität, ist mühsam – aber es generiert Respekt und das gute Gefühl, dass es noch Journalisten gibt, welche ihr Handwerk gerne ausüben.

    Kleiner Kritikpunkt mit Augenzwinkern: Ihr nehmt für eine innerkantonale Strecke in BS das Auto? Ich hoffe stark, es war ein Prius oder Tesla 😉

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    1. Wär ein Deal. Aaaaaber: passt nicht so ganz zur Antiautolinie 😉 also Riehen ist ja mit dem öV super erreichbar. 😉

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    1. Der Besitz eines einzelnen Mehrfamilienhauses mit fest vermieteten Wohnungen gibt kaum Arbeit und braucht auch keine Ausbildung, das ist kein Beruf. Ich weiss das, mein Vater vermietet auch zwei Wohnungen, das ist nicht sein Beruf, er hatte bis zur regulären Pensionierung eine andere Arbeit. Was Sie wahrscheinlich meinen ist, dass es in der Schweiz viele Leute gibt, die vom Vermieten eines einzelnen geerbten Hauses auf Kosten ihrer Mieter leben. Das kann man machen, ist erlaubt, aber es ist keine echte Arbeit, es ist Schmarotzertum.

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    2. Wieso ist es Schmarotzen, wenn man etwas besitzt und dies für ein Entgelt jemanden zur Verfügung stellt?
      Aber mir ist klar, wir werden kaum auf einen gemeinsamen Nenner kommen, denn für Sie ist Erben per se verwerflich, für mich in meiner Weltanschauung nicht. Und über grundsätzliche Lebenseinstellungen lässt sich sehr gut streiten, man muss sich einfach bewusst sein, dass es nie zu einer Einigung kommt.

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    3. Also bitte.

      Ausgerechnet in dem Land, das seinen Wohl- und seinen Besitzstand hauptsächlich aus und mit der Arbeit anderer konsolidiert, augerechnet da soll «Besitz» urplötzlich keine Arbeit mehr sein?

      Heimers ist ein Kommunist (wer hätte das gedacht?).

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