Der Krieg im Kopf

Vor 20 Jahren begann der Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Noch heute sind Tausende Balkan-Veteranen traumatisiert. In Bosniens Hauptstadt Sarajevo treffen nun ehemalige Feinde zusammen – um das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten.

Ein ehemaliger Scharfschütze der bosnischen Armee auf seinem früheren Posten in Nedzarici, einem Vorort von Sarajevo. (Bild: Damir Sagolj / Reuters)

Vor 20 Jahren begann der Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Noch heute sind Tausende Balkan-Veteranen traumatisiert. In Bosniens Hauptstadt Sarajevo treffen nun ehemalige Feinde zusammen – um das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten.

Das Schlimmste ist die Stille nach dem Schuss. Wenn man zurückfällt in den Schützengraben. Wenn man sich zwischen toten Kameraden in der Erde vergräbt und wie ein Donnergrollen das brutale Echo des Feindes erwartet. Und wenn dann nichts passiert. Minuten-, manchmal stundenlang. Eine Ewigkeit, in der das eigene Herz pocht und das Blut spürbar in den Adern pulsiert. In diesem Moment, sagt Zejko Vukelic (43), wisse man nicht, was schlimmer wäre: «Jemanden getötet zu haben oder – dass dieser Mensch noch am Leben ist.»

Zwanzig Jahre ist es her, seit er im Schützengraben lag. Damals, als Jugoslawien zerfiel und er als junger Soldat der serbischen Armee in Bosnien kämpfte. «Gespuckt und geschossen» hätte er damals auf den Feind, sagt Vukelic. Heute sitzen die Feinde von früher, ein Dutzend Männer aus Kroatien, Bosnien und dem Kosovo, direkt neben ihm.

«Erinnern, um zu vergessen»

Manchen fehlt ein Arm, anderen ein Fuss oder ein ganzes Bein. Sie nicken vorsichtig, während Vukelic von seinen Erfahrungen an der Front erzählt. Und manchmal, wenn er ins Stocken gerät oder seine Stimme zu versagen droht, legt einer von ihnen fast wie ein Freund die Hand auf seine Schulter.

«Erinnern, um zu vergessen», unter diesem Motto kommen dieser Tage Hunderte traumatisierter Veteranen der Jugoslawien-Kriege in Bosniens Hauptstadt Sarajevo zusammen. Um Erfahrungen auszutauschen und um das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten. Und um den Frieden in einer Region zu stärken, in der fast zehn Jahre Bürgerkrieg zwischen verschiedenen Volksgruppen vor allem Misstrauen und Hass hinterlassen haben.

Zwischen 1991 und 1999 kämpften auf dem Gebiet des auseinanderfallenden Jugoslawiens erst Serben gegen Kroaten, dann Kroaten gegen Bosniaken und schliesslich Bosniaken gegen Serben. Am Ende standen Serben im Kosovo Albanern und ethnischen Minderheiten gegenüber. Mehr als hunderttausend Tote, eine Million Vertriebene, der Völkermord von Srebrenica, das ist die grausame Bilanz dieses Krieges.

Als junger Rekrut war Zejko Vukelic ein Teil davon. Wie viele Männer er erschossen hat, weiss er nicht mehr. Vielleicht will er es nicht mehr wissen. Vielleicht ist es für seine Seele erträglicher so. «Die Erinnerung schwindet mit der Zeit», sagt Vukelic. Was bleibt, ist die Angst, die ihn bis heute nicht loslässt. Und die rasende Wut, die ihn noch immer verrückt macht. Die Wut auf sich selbst und die Wut auf die Militärregierung, die ihn als jungen Mann in diesen sinnlosen Krieg schickte.

Um mit all dem endlich abzuschliessen, ist er nach Sarajevo, jenen Ort, wo alles begann, zurückgekehrt. Weil sich der dortige Kriegsbeginn in diesem April zum zwanzigsten Mal jährt, hat das «Zentrum für gewaltfreies Handeln», eine bosnische Nichtregierungsorganisation, traumatisierte Veteranen aus sämtlichen Regionen des Balkans eingeladen, um auf Konferenzen und in Therapiegesprächen das Erlebte zu überwinden. Ein mehrstöckiges Plattenbaugebäude in Sarajevos Innenstadt, graue Wände, schmale Fenster, hier begegnen sich ehemalige Soldaten, die sich im Krieg bis aufs Blut bekämpften und deren grösster Gegner seither die eigene Psyche ist.

Genauso viel Leid

«Ein Grossteil der Männer ist vollkommen gefangen in der Identität als Opfer», sagt Vladan Beara, ein 43-jähriger Psychologe, der die Begegnungen als Therapeut und Seelsorger betreut. Viele Veteranen würden ihre Probleme erst dann überwinden können, wenn sie sähen, «dass die ehemaligen Feinde genauso viel Leid erfahren haben wie sie selbst».

Drei Stunden lang sitzen Beara und rund zwei Dutzend Veteranen an diesem Morgen beisammen. Einige sind noch am Abend zuvor aus Zagreb oder dem über 400 Kilometer entfernten Pristina angereist, um an dem Treffen teilzunehmen. Doch jetzt, da sie in einem kargen Seminarraum zusammensitzen, wo grelles Licht auf ihre Gesichter fällt und das laute Ticken der Wanduhr jede Sekunde des Schweigens zu takten scheint, fällt das Reden schwer.

Schliesslich ergreift Zejko Vukelic das Wort. «Es geht nicht um Schuld», sagt er. «Wir teilen alle das gleiche Schicksal.» Wenn der Serbe über den Krieg spricht, graben sich tiefe Furchen in seine Stirn. Er redet leise und konzentriert. Den Plastikstuhl, auf dem er sitzt, umklammert er fest mit beiden Händen. Findet er da nicht genug Halt, irrt sein Blick oft Hilfe suchend durch den Raum. «Oft schreie ich im Schlaf, ohne es selbst zu merken.» Die Erinnerung lasse ihn auch im Traum nicht los. Mal suche er Erlösung im Alkohol, mal Zuflucht bei Prostituierten. Seiner kranken Seele half es nicht.

Vukelic zückt ein vergilbtes Foto aus der Innentasche seiner Strickweste. Zu sehen ist darauf ein kräftiger, freundlich lächelnder Soldat in adretter Militäruniform. Vukelic ist stolz auf das Bild. 23 Jahre alt sei er damals gewesen. So sehe man aus, bevor man eingezogen wird. Danach, sagt er, «hört die Jugend schnell auf».

Eingefallene Wangen

Aus dem wuchtigen Rekruten von damals ist mittlerweile ein hagerer Mann mit schlohweissem Haar und eingefallenen Wangen geworden. Ob wenigstens seine Familie ihm Kraft geben könne, will einer der bosnischen Veteranen wissen. Er habe keine, sagt Vukelic. «Meine Frau hat mich verlassen. Sie hält mich für verrückt.»

Vukelic ist nur einer von rund 700 000 Kriegsheimkehrern, die heute in Serbien leben. Studien zufolge leidet mindestens ein Drittel von ihnen an sogenannten posttraumatischen Belastungsstörungen. Schlaflosigkeit, Apathie, wilde Aggressionen – die Symptome seien laut Beara, dem Psychologen, nicht zu übersehen.

Trotzdem blieben die traumatisierten Soldaten in der serbischen Öffentlichkeit ein Tabuthema. «Wenn man sich mit den Erfahrungen der Männer auseinandersetzen würde, müsste man auch über die Rolle des eigenen Landes im Krieg sprechen. Und die wird gerne verdrängt», sagt Beara.

Das mithilfe des deutschen Aus­senministeriums gegründete Traumazentrum von Novi Sad ist die einzige Therapie-Einrichtung für Veteranen in Serbien. Hilfeleistungen und Unterstützung vom Staat gibt es für die Kriegsheimkehrer dagegen nicht. Schlimmer noch: Männern wie Vukelic schlägt in der eigenen Gesellschaft Hass und Verachtung entgegen.

«Die einen halten uns für Mörder oder Vergewaltiger. Und die anderen sehen in uns Vaterlandsverräter, die den Krieg und damit auch einen Teil des Territoriums verloren haben», sagt er.

Suizide, Amokläufe

Allein in Serbien nehmen sich noch heute jährlich mehr als 200 Kriegsheimkehrer das Leben. Auch in Bosnien oder Kroatien füllen regelmässig Bilder von Amokläufen die Blätter der Boulevardpresse. Immer wieder zünden sich dort ehemalige Soldaten auf öffentlichen Plätzen an oder sprengen sich vor laufenden Fernsehkameras in die Luft.

In Sarajevo kamen erst vor wenigen Wochen Hunderte pensionierter Soldaten der jugoslawischen Truppen zusammen, um vor dem Parlament für höhere Renten zu demonstrieren. Ihre Pension beträgt in der Regel nicht mehr als 150 Bosnische Mark, umgerechnet knapp 70 Euro. Eine Invalidenrente erhalten die meisten trotz diagnostizierter Traumata nicht.

In einem Gesetz, das in Bosnien die Anerkennung posttraumatischer Belastungsstörungen bei Veteranen regelt, wurde der 23.12.1997 als Stichtag festgesetzt. Erkrankungsfälle, die erst später festgestellt wurden, werden nicht mehr berücksichtigt. «Das ist natürlich fatal», sagt Beara, denn zum einen verstärkten sich bei vielen Männern die Symptome erst Jahre nach Kriegsende, und zum anderen hätten viele Veteranen aus Scham lange Zeit keine Psychologen aufgesucht, weil ihnen dies ihre Rolle als Mann in einer traditionellen Gesellschaft nicht erlaubte.

Auch der Kroate Dusan Novakovic (40) hat lange dafür gebraucht, sich seine Traumatisierung einzugestehen. Er hat sich schick gemacht für das Treffen der Veteranen. Er trägt Anzug und Krawatte, hat sein volles schwarzes Haar elegant nach hinten gekämmt und duftet nach Rasierwasser. Nur sein Blick ist getrübt, etwas Hartes hat darin Platz genommen.

Mit gerade einmal 19 Jahren musste Novakovic in seinem Heimatland an die Front. «Als Krüppel und gebrochener Mann», wie er sagt, wurde er zwei Jahre später aus dem Dienst entlassen. Ein Granatsplitter hatte sein linkes Bein zerfetzt. Heute trägt er eine Prothese, die sich unter der dunklen Anzughose nur erahnen lässt.

Von der Front zurück, war Novakovic nicht mehr er selbst. «Nur noch wütend» sei er gewesen. Zuhause habe er den Frust an seiner Familie ausgelassen, habe seine Frau verprügelt, so lange bis diese die beiden Kinder nahm und fortging. Es war besser so, sagt er. «Wer weiss schon, was noch passiert wäre.»

Mittlerweile glaubt Novakovic, seine Wut besser im Griff zu haben. Seit etwa einem Jahr nimmt er an einer Selbsthilfegruppe für Veteranen in Zagreb teil. Die Bilder, die sich wie ein Geschwür in seinem Kopf festgesetzt haben, wird er dennoch nicht los. Es helfe, darüber zu sprechen, sagen die anderen. Also spricht Novakovic. Er erzählt von Sarajevo, wo er sah, wie Männer auf Frauen und Kinder schossen. Und vom Kosovo, wo Soldaten mit zertrümmerten Schädeln Fussball spielten. «Im Krieg werden Menschen zu Bestien», sagt er.

Lebendiges Mahnmal

Ginge es nach dem Psychologen Beara, müssten die verschiedenen Staaten und Gesellschaften genau deshalb endlich ihren Veteranen zuhören. Jeder Einzelne von ihnen sei ein «lebendiges Mahnmal» dafür, dass es in der Region nie wieder zu Feindschaft kommen dürfe.

Zejko Vukelic, der Serbe, und Dusan Novakovic, der Kroate, werden bald gemeinsam nach Zagreb fahren, um dort auf einer weiteren Veteranen-Konferenz zu sprechen. Der Dialog mit der Gegenseite hilft ihnen, sagen sie. Vor allem aber wollen sie die Leute im eigenen Land wachrütteln und zum Verständnis für die Gegenseite ermutigen. Damit es nie wieder zum Krieg kommt, müssen die Leute aufgeklärt werden, sagt Vukelic. «Und wer sollte das machen, wenn nicht wir?»

Artikelgeschichte

Erschienen in der gedruckten TagesWoche vom 27.04.12

Konversation

  1. Euer Leid ist in worten unfassbar.
    Es ist schön, das sich die Veterannen zusammen setzten, und miteinander über die ereignisse reden können, ich glaube das tut den Menschen die den Krieg erleben mussten gut, den Kindern, den Frauen und den Männern…

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  2. Bilder und Gigabeezee…

    Im Ort wo ich einen Teil meiner Kindheit verbracht habe, gibt es viele alte Frauen die mich an die Mutter Theresa erinnern…

    Es wurde mir berichtet das mein Grossvater ein Soldat in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie war, dass er ein vertreter der Kroatischen Bauernpartei (HSS) war,und dass er den Kranz zur Beerdigung getragen hat, im Juni 1928, von einem Serben getöteten, Ante Starcevic, dem Gründer der Kroatischen Bauernpartei (HSS), damals der populärsten und stärksten partei Kroatiens.

    Ich war stolz ein Pionir Jugoslwiens zu sein, habe das ehrenwort geschworen, habe geweint als der damalige Präsident und gründer des komunistischen Jugoslawiens, Tito, gestorben ist, und ich habe das alles mitgelebt was uns propagiert wurde 🙂

    Die erste Unklarheit in Zusammenhang mit diesen Bildern war, als mann uns in der Schule Brüderlichkeit und Einigkeit zwischen den Jugoslawischen Republiken erklärte (das schien mir noch Logisch und einfach). Aber dass nur der Komunissmus gut und der Kapitalismis schlecht ist, dass könnte mir nicht eindämmern. Weil ich dieses glück im Leben habe dass mann mich nur schwer überzeugen kann das jemand schlecht ist, versuchte die Lehrerin schon genervt mir etwas zu erklären, was einem 7- Jährigen Kind nicht zu erklären ist. Und dann hat mir einer meiner guten Freunde unter dem Tisch ein Zeichen gegeben dass ich einfach so tun soll als ob ich Sie verstehe… Ich tat was er mir geraten hat, aber als ich an jenem Tag nach Hause ging, war es mir komisch im Magen, ich versand es einfach nicht 🙂

    Die 2. Unklarheit war, als ich von der Schule kam, es war ein schöner Tag, zuhause waren alle guter Laune, Vater, Mutter, Grossvater, Grossmutter, die Onkel und die Tanten… Da fragte mich der Vater voller Stolz, weil er mich, seinen Sohn, mit dem Schulrucksack kommen sah , und er Stolz war dass sein Sohn langsam erwachsen wird: „Und? Was willst du werden wenn du gross wirst?“ Und ich antwortete wie aus dem stand, weil mann uns an dem Tag die Doktrin der Komunisten und Partisannen beigebracht hat (ich als Kind fand diese Idee gut, nur dass ein paar Serbische Funktionäre diese Ideologie nach dem Tod von Tito missbrauchten, und unter dem Deckmantel des Jugoslawiens, ein Gross-Serbien erschaffen wollten), aus allen poren, „Ich werde Kommunist!“… Anstatt der erwarteten Reaktion, erhielt ich einen Blick der unfassbaren Enttäuschung von allen Beteiligten, im ersten Moment. Im zweiten Moment habe ich bereits meinen Vater auf mich kommen sehen, und da hatte ich schon bereits eine Ohrfeige einkassiert. Die anderen im Raum haben ihn zurückgezogen und ihm gesagt, das ich doch nichts wisse von der ganzen komplizertheit der Sache, und der Vergangenheit auf dortigem Teritorium… Dem Vater sind die Tränen geflossen weil er mich aus dem Effekt geschlagen hat, aber er mir nicht erklären durfte warum (aus der Angst von der Polizei und den Jugoslawischen Geheimdiensten), Mutter hat geweint, Grossmutter hat geweint, Grossvater hat alles typisch auf seine mänliche Art ertragen aber in seinem Kopf hat er dem (zu diesem Zeitpunkt schon verstorbenen) ehemaligen Diktator von Jugoslawien, Tito , sicher alles mögliche böse gewünscht. Auf jeden Fall war mir gar nichts klar in diesem Moment! Als ich fragte warum ich jetzt die Ohrfeige bekommen und verdient habe, wurde ich ohne Erklärung nur raus zum spielen geschickt, zu anderen Kindern, mit dem Verweis ich soll die Angelegenheit auf keinen Fall bei jemandem erwähnen, oder jemandem erzählen, nie mehr…

    Die 3. Unklarheit war, als ich zu meinen Eltern in die Schweiz gezogen bin, und als mich die Lehrerin gefragt hat (ältere Schweizerin, die auch schon den 2.Weltkrieg miterlebt hat), was ich bin. Immer noch mit stolz antwortete ich „Jugoslawe“. Da fragte Sie mich nochmals, „Ja, aber welche Nationalität!?“ Jetzt hatte ich einen Blick des Unwissenden Kindes, weil ich nicht verstanden habe was Sie gemeint hat. Vielleicht hatte Sie gemeint aus welcher der 6 Republiken von Ex-Jugoslawien. Ich antwortete „aus Republik Bosnien- und Herzegowina, Bosnier“. Da sagte Sie mir, ich solle meine Eltern fragen und es ihr nächstes mal sagen. Als ich nach Hause kam erzählte ich das den Eltern. Wieder einmal habe ich einen unerwarteten Blick von meinem Vater bekommen… Mit erhötem Ton sagte er zu mir: „Weiss du denn nicht wer du bist?!? Du bist Kroate, sag das zu der Lehrerin das nächstes mal!!“ Auf meine Frage wie denn jetzt das, Bosnier konnte ich irgendwie verstehen, aber Kroate oder irgend etwas anderes nicht. Er konnte es mir nicht erklären, denn die Geheimdienste des Ex-Jugoslawiens waren gefürchtet, er wollte uns nicht in die Gefahr bringen in dem er einem Kind mehr erzählt als er darf (Damals hat es in Bosnien und Herzegowina nur die Nationalitäten Kroaten und Serben gegeben. Die Moslems in Bosnien und Herzegowina sind erst seit dem Krieg 1991-1995 als eigenständige Nation die sich „Bosniaken“ nennen geworden. Die Moslems nannten sich früher als Kroate, Serbe oder als Jugoslawe). Er sagte mir ich sei ein Jugoslawe, aber er erwähnte mir ausdrücklich das ich auch Kroate bin!! Ich sagte das meiner Lehrerin, aber ich fühlte mich immer noch als stolzer Jugoslawe, Bosnier 🙂

    Integration in der Schweiz verlief gut, ich war auch korrekt 🙂
    Es folgt der Aufmarsch der mehr als 100 000 Serben in Kosovo aus ganz Europa, ganzer Welt, denn der damalige Präsident Slobodan Milosevic der damaligen Republik Serbien von Ex-Jugoslawien, organisiert hat. Von da an hat sich das damalige Ex-Jugoslawien angefangen, demokratisch auseinander zu brechen, angestachelt von fremden Staaten die ihre Interessen meistens durchsetzten, in Namen ihren Exports von Waffen und für die Interessen ihrer Firmen auf dem Teritorium des Ex-Jugoslawiens (kleinere Staaten sind einfacher zu kaufen und zu manipulieren als grössere), und mit Hilfe der heimischen kriminäler Energie…
    Ich hörte auf meinen Vater und meine Familie, sie hörten auf das Kroatische Fernsehen, und so haben sie uns bewegt wie die Bauern in einem Schachspiel, uns über das Kroatische Fernsehen, die Serben über das Serbische Fernsehen, und die Nation die damals noch nicht existierte, die Bosniaken, über das Bosnisch-Herzegowinische Fernsehen. Ich hatte mich lange Zeit gewehrt mich als Kroate zu deklarieren, es gab viele Diskussionen mit meinem Vater, meiner Mutter und meiner Famillie, bis zu dem Zeitpunkt als mir meine Cousine sagte: „Hey, hallo!!?? Wie kannst du das Bosnische Wappen in deinem Zimmer tragen wenn deine Famillie von den Soldaten getötet wird die diese Abzeichen tragen?“… Diese Nacht hatte ich das Bosnisch-Herzegowinische Wappen abgenommen und von da an hatte ich mich immer mehr als Kroate empfunden! Die grösste Verantwortung für den Krieg vom 1991-1995 gebe ich dennen die die grösste Armee bessasen und nur durch die veränderung der Grenzen der Republiken von Ex-Jugoslawien zu ihrem tausendjährigen Traum kommen konnten, dem Gross-Serbien, den Serben. Vukovar, Srebrenica, und viele noch andere Opfer!!!…

    Ich gebe und erweise allen Armeeangehörigen und dem Zivilen Volk von Kroatien allen Respekt und alle Ehre!!!!
    Die, die ihr Leben lassen mussten, egal auf welcher Seite des Schlachtfeldes, wünsche ich sie sollen in Frieden ruhen!!!!

    Den Kroatischen Patrioten in Deen Haag wünsche ich baldige Heimrückkehr. Und die, die sich schuldig gemacht haben, sollen sich den Herrschenden Mächten in Deen Haag fügen, und akzeptieren, das ein Soldat aus dem Balkanraum nicht gleich guten Rechtsschutz hat wie ein Soldat aus der NATO oder Russland oder China oder Israel. Weil nur so wird es leichter euer Schiksal zu ertragen. Eine Zeit lang hatte ich sogar nachgedacht in den Krieg zu ziehen, als Kroate, so stark kann diese Propaganda sein… Heute, 17 Jahre nach dem Ende des Krieges wurde ich vielleicht nochmals darüber nachdenken in den Krieg zu ziehen, aber nicht mehr in Namen meines stolzen Volkes als Kroate, sondern nur als Bruder oder guter Freund, nachdem ich ausdrücklich empfohlen hätte zu fliehen, und sie alle wurden natürlich lieber alles wieder nochmals durchleben als zu fliehen, obwohl sie heute anderes behaupten… Das ist meine Meinung. Tja, in den Genen steht leider immer noch „Der Kroate der nie sein Land verrate :)“ Für meine freunde in der Schweiz, und auch für meine stolzen Schweizer Freunde fühle ich die selbe Verpflichtung.

    Die Serben besetzten Gebiete in Kroatien und Bosnien und Herzegowina. Kroatien konnte sein Teritorium wieder befreien von Serbiens Traum, dem Gross-Serbien. Aber die Serben hatten es geschaft in Bosnien und Herzegowina durch den Krieg und durch die Ethnischen Säuberungen innerhalb von Bosnien und Herzegowina eine neue Republika Srpska zu erschaffen und sie hatten es geschafft die Kroaten und Bosniaken in Bosnien und Herzegowina gegen einander zu hetzten… Wir Kroaten können uns nicht mehr vorstellen uns als Jugoslawen zu nennen, oder in dieser Gemeinschafft wieder hinein zu gehören, weil die Kampfflugzeuge, die Panzer und die Armee unter dem Namen Jugoslawiens versucht hat ein Gross-Serbien zu erschafen und unser Volk getötet hat! Was geschah, ist gewesen, wir Blicken vorwärts. Aber habt Verständnis für uns, wenn wir uns nicht mehr unter dem gleichen Deckel wie die Serben wohl fühlen können… Für Bosnien und Herzegowina wünsche ich alles gute, und das sie sich in Frieden auf die Zukunft verständigen und einigen können. Nun müssen wir akzeptieren dass es in Bosnien und Herzegowina 3 Nationalitäten gibt, ob es uns passt oder nicht, es ist jetzt so! Und für alle Staaten die aus Ex-Jugoslawien wieder entstanden sind, das sie gute Geschäfte machen, untereiander und mit der ganzen Welt. Geschäffte mit Exoprt von Waffen und anderen Artikel an die Amerikaner, Russen, China, Israel, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Iran, Saudi-Arabien… Und eines Tages möge die Wahrheit ans Licht kommen was die Amerikanischen Soldaten in Wahrheit im Gebirge Vlasic bei Travnik vergraben haben, als sie dort zur Friedensmission nach dem Krieg von 1991-1995, stationiert gewesen sind.
    Nach vorne sollen wir schauen und unseren Kindern sagen, verbringt viel Zeit miteinander, ihr sollt nicht über die Vergangenheit reden untereinander, aber über die Zukunft und über das Buissnes sollt ihr reden!

    Die Welt und vor allem die Kroaten sollten die Serbischen Medien immer mit dem Bewusstsein anschauen, Filme, Zeitungen etc. dass die Serbische Propaganda sehr stark ist., Denn genau so wie die Amerikaner das Hoollywood haben, so haben die Serben die Medien in Ex-Jugoslawien kontrolliert, und haben dieses apparat zum grossen Teil in die Gegenwart retten können… Aller Achtung zu diesem ihrem Erfolg, sind wirklich beneidenswert stark in dieser Sache 🙂

    Die Bilder mit dem damaligen Präsidenten Kroatiens Franjo Tudjman und General Ante Gotovina… In dem grossen Schachspiel der Weltpolitik auf dem Teritorium des Ex-Jugoslawiens, in dem der Franjo Tudjmanu und Ante Gotovina nur das beste für ihr Volk und Vaterland wollten, was sie unter dem grossen Druck der Serbischen Armee und der Serbischen Propaganda (die das Ex-Jugoslawische Armee- und Propaganda-Apparat übernommen hatte), machen konnten.
    Alle Ehre, alle Achtung und aller Respect vor den Kroatischen Armeeangehörigen, dem General Gotovina und den anderen Kroatischen Generälen, die in diesen schweren Zeiten, wo die Doppelmoral-Prediger sie Gerichtlich verfolgen weil sie ihr Vaterland verteidigt haben! (Bleiben Sie mal Cool unter dem Beschuss von Munition und Granaten, und predigen Sie Bon-Ton und Anstand in Deen-Haag. Aber die NATO-Armeeangehörigen und anderer Grossmächte dürfen nicht ausgeliefert werden, und unsere Armeeangehörigen vom Balkan sollen sich als die Dämonen und Monster vorkommen, grösere Monster als die Soldaten der Grossmächte, unseren Wohlhabenderen, Weiterentwikelteren(?) (Atombombenabwürfe auf Nagasaki und Hiroschima?, Guantanamo Folter-Gefängnis?) Waffen-Exportierenden G-8 Völker!?!?!?

    Was den 2. Weltkrieg angeht und das Ustasa Regime, will ich mich in Namen meines Volkes entschuldigen, den Serben, den Juden und allen anderen Opfern, weil ein Teil der Ustasa-Angehörigen und der Kroatische Marionettenstaat, mit dem Faschistischen Deutschland kooperierte und für die Kriegsverbrechen im 2. Weltkrieg mitverantwortich gewesen ist.
    Damals sahen ein teil der Kroaten nur in diesem Schritt die Erlösung von der Unterdrückung durch den Serbischen König der unter dem Deckmantel von Königreich Jugoslawien eigentlich ein Gross-Serbien erschaffen wollte. Der Serbische König Petar war ein Cousin von der Königin Englands und den anderen Europäischen Königshäusern (Russland, Schweden,…). Ein Ustasa ist genauso ein Patriot oder ein Mensch wie ein Partisan oder ein Tschetnik (Serbischer Faschist) oder ein Amerikanischer Soldat. Als die Partisanen in unseren Ort gekommen sind haben sie ausgerufen „er ist gefallen, er ist gefallen…“ So habe ich es von unseren älteren Menschen erfahren. In unserem Ort haben die Leute nichts gewusst von den Konzentrationslagern, sie haben die Ustasa als Patrioten empfunden! Ich sage es noch einmal, es tut mir Leid, nimmt es nicht allen Ustasa-Angehörigen übel, das sind auch nur Patrioten und Menschen, wie die der anderen Nationen, verurteilt das Marionetenregime von Ante Pavelic und einzelne Personnen!

    Ich weiss dass das Kroatische Volk Serbische Greueltaten verzeihen kann, nicht vergessen, aber verzeihen, den wir sind so erzogen worden zu verzeihen.

    Für die Gegenwart und die Zukunft gibt es nur noch die Patrioten und die Menschen die Kroatien und das Kroatische Volk von Gross-Serbischen Plänen des Milosevic`s Regime verteidigt haben im Jahre 1991-1995!!!!
    Die Patrioten von HV und HVO, und die Leute die der Welt erklären das der Begrif „Krawate“ vom Namen „Kroate“ stammt 🙂 !!!!

    Lasst uns doch alle Völker auf der ganzen Welt Schach in der Weltpolitik spielen, aber ohne unter dem Tisch dem Gegner auf die Füsse zu tretten, oder die schachfiguren zu klauen, oder machen wir auf alles ist erlaubt!!!???

    Jetzt verstehe ich das dieses Unwetter das über das Teritorium von Ex-Jugoslavien hinwegdonnerte auch meine am Anfang gut gestartete Integration in der Schweiz zurückwarf. Ich hatte mehr angefangen mich in Kroatischen kreisen zu bewegen, so hatten wir uns besser verstanden gefühlt, in den schweren zeiten die mann uns in den Kopf eingetrichtert hat. Ich hatte weniger Zeit mit meinen Schweizer Kolegen und mit anderen nicht Kroatischen Kollegen verbracht, sie konnten mich weniger verstehen in dieser komplizierten Situation, ich konnte es ihnen nicht erklären es war zu kompliziert, für sie waren wir alle ein und dass selbe… Langsam kommt die Klarheit, nach 20 Jahren, und mir ist auch wieder Bewusst das ich hier lebe und mich hier mehr integrieren und angagieren will…

    Alles oben geschriebene ist reine Fiktion aus meinem Kopf 🙂
    Was die Zukunft auch bringt, ich werde versuchen ein gutes Gericht zu kochen, aus meinen Kroatisch-Bosnisch-Schweizerischen Wurzeln.

    Frieden und Bessinnung wünsche ich allen Menschen, Religionen und Nationen, und ich werde so langsam aber sicher, mir das (von den „Machthungrigen“ und von den „nicht-mehr-Macht-abgeben-wollenden“ Menschen) programmierte Nationen-spiel versuchen zu löschen.

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