Die BaZ soll noch diese Woche verkauft werden

Ein Verkauf der «Basler Zeitung» steht offenbar kurz bevor. Das beste Angebot soll Peter Wanner mit seiner Mediengruppe AZ Medien gemacht haben.

Gemäss SRF-Regionaljournal hat Markus Somm, Chefredaktor der «Basler Zeitung», am Montag seine Angestellten über einen bevorstehenden Verkauf informiert. Die Transaktion soll noch diese Woche über die Bühne gehen.

Als grösster Interessent und wahrscheinlichster Käufer werde intern der Zürcher Tamedia-Verlag gehandelt, berichtet SRF weiter. Bei dieser Information handle es sich zwar um ein Gerücht, dieses sei jedoch von Somm in informellen Gesprächen bestätigt worden. SRF beruft sich dabei auf mehrere Mitarbeiter der BaZ.

Tamedia-CEO Christoph Tonini bestätigte das grundsätzliche Interesse an der BaZ, nicht jedoch die konkreten Verkaufsverhandlungen. Somms Ankündigung folgt auf einen Artikel der «Schweiz am Wochenende», wonach die BaZ kurz vor einem Verkauf stehe.

Gemäss Informationen der TagesWoche hat allerdings nicht Tamedia, sondern der Aargauer Medienkonzern AZ Medien das beste Kaufangebot vorgelegt. AZ-Verleger Peter Wanner hat viel Geld in den Ausbau seines Basler Ablegers «bz Basel» investiert – ohne den Durchbruch auf dem Basler Medienmarkt zu schaffen.

Auf der Redaktion der «Basler Zeitung» soll nach dieser Ankündigung Untergangsstimmung herrschen, man rechnet mit einer Massenentlassung nach dem Verkauf. Unklar ist die Zukunft von BaZ-Chefredaktor Markus Somm. Vor Mitgliedern der Redaktion konnte er die Frage nicht beantworten, wo er in Zukunft tätig sein wird.

Konversation

  1. Morgen ist Freitag und am 19. Montag… und die BAZ gehört immer noch Blocher.. habe Cafisatz gelesen.

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  2. Dass die Blocher-Zeitung in Basel scheitert, habe ich seit Jahren sehnlichst herbeigewünscht. Das weiterverscherbeln an die AZ-Gruppe wäre leider kein grosser Gewinn, eher noch die BaZ bei Tamedia, wo ein etwas mehr investigativer Journalismus noch existiert. Aber die Printmedien haben durch massives Abwandern von Werbegeldern an die asozialen Medien alle ein Problem. Tamedia selber ist durch Verbreitung von Gratis-Zeitungs-Mentalität mit 20′ nicht unschuldig an der Misere, aber Hauptschuld tragen Google, Facebook & Co.

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  3. AZ-Medien oder Tagi: nein danke. Ich muss bereits die Zwangsgebühr an die Billag abdrücken und brauche nicht denselben Nanny-Journalismus wie ihn SF bereits propagiert auch noch in Papierform.
    Bleibt wohl nur noch die Weltwoche + Volksstimme für den Lokalteil.
    Diesmal wird „Basel“ wohl nicht mehr „gerettet“ und erhält ein Mantelblatt mit der Denke von ennet dem Jura.

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    1. „die Denke von ennet dem Jura“. Herrliberg und Baden sind das auch. Ich habe mich in der Zwischenzeit an die BaZ gewöhnt. Was mich am meisten gestört hat, sind die vielen Kommentare des Chefredaktors mit Themen, die mit Basel gar nichts, aber wirklich gar nichts zu tun haben. Wie z.B. der ehemalige Verwaltungsratsdelegierte der UBS, Dr. Schäfer aus Aarau. Basel hat genug markante Persönlichkeiten aus jener Zeit, die man hätte porträtieren können.

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  4. Und ich habe gehört, es würde wieder eine Druckerei eingerichtet? Für wen? Solche Entscheidungen, kann ich nicht nachvollziehen. Erst recht nicht, wenn sich Blocher immer wieder als Retter einer freien Medienszene ins Spiel gebracht hat. Wenn er nicht gekommen wäre, hat er gesagt, hätte einer der grossen Verlage die Zeitung übernommen. Und jetzt kommt es dann doch soweit. Nicht viele Menschen haben so viel Geld, dass sie sich so teure Hobbys leisten können. Am Schluss ist das ganze nicht wegen der politischen Haltung untergegangen. Viel mehr liegt der Mangel wohl darin, dass Markus Somm mit Basel jetzt aber rein gar nichts am Hut hat.

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  5. Da wird gejubelt in linken Kreisen, die Bar und damit die allseits verhassten Besitzer und Redakteure Komm und Blocher ziehen sich zurück. Somit ist ja alles wieder beim alten und die Themen für die Schnitzelbängge der kommenden Fasnacht stehen auch wieder bereits.
    Zwar kein Abonnent finde ich es trotzdem schade um die baz, so hat sie Basel doch jeweils einen einigermassen anders-neutralen Blick aus der Mitte gewährleistet. In der Masse der sonst fast nur linken Blätter doch eine Wohltat.

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    1. Also ein neutraler Blick aus der Mitte, das war dann aber eher die BZ als die BaZ, welche sogar mir mit Ihrem rechten Gedöns zuwider war. Mit der Tamedia dürfte ein MItte_links Kurs kommen mit welchem ich sehr gut leben kann. Marsson hat es schon angetönt, das Ganze wird wohl auch die TaWo als linke BaZ Obsolet machen. Vermissen werde ich aber weder die linken noch die rechten Schreihälse.

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  6. Jo Bebbi, d Zircher cheme.
    e schand.
    dr alt maa vom herrlibär het
    kai stütz me, sini jungfere sind
    am verarme.
    sin rächte arm isch glähmt und d anker bildli
    mit em hodler bringe dr stutz au nimme retour.
    basel isch provinz, wält kultur und uff
    em abstellglais.
    baseler art und schmückimäss- verisse es.
    s ärdbebe chunt au so ohni 1356

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  7. Eigentlich schade. Das wird vermutlich der Todesstoss für die TagesWoche sein, und nachher haben wir wieder Verlautbarungsjournalismus wie einst.

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  8. Verkauf einer Zeitung: Was soll das? Diese Mitteilung stellt die ganze Ethik der Medien in Frage. Ich habe da keine Meinung parat. Die TaWo ist ja auch Besitz von irgendjemandem.

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  9. Die Badische Zeitung hat kein Angebot germacht?
    Dann ergäbe dann nämlich eine Zeitung wirklich für die ganze Region, nicht nur für den helvetischen Teil.
    Ausserdem wäre dann die Diskussion ob der helvetischen Kleinkriege zu Ende: Blocher, rechts-links, konservativ, SVP-SP-Geschichten würden dann nämlich Nebensache.
    Europa könnte dann aber wichtiger werden.

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  10. Als Baz-Redaktor hätte ich auch Untergangsstimmung. Nach dem, was diese Schreiberlinge in den letzten Jahren abgeliefert haben, haben sie sich für jedes ernsthafte Blatt disqualifiziert.

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    1. Untergangsstimmung auf der BaZ-Redaktion, das ist doch mal eine richtig schöne Nachricht. Jetzt können diese Leute dort mal ein Schweden- äh Herrlibergreisli zum Herrliberggreisli antreten und schauen, ob sich bei ihm noch irgendwo eine Anschlussverwendung für sie finden lässt. Vielleicht findet der eine oder andere bei der Weltwoche Asyl, aber andererseits: „wir können nicht alle aufnehmen, das Boot ist voll“

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  11. Somm gehört nach Zürich. Er hat sich nie besonders für Basel und die Basler interessiert. Der soll in seiner Zürcher Bubble zurückkehren. Und wie ich Blocher kenne, lässt er keiner seiner Vasallen fallen. Er wird sicherlich ein Pöstchen bei ihm im Presseteam oder bei der Weltwoche erhalten. Oder bei einer Gratis-Sonntagszeitung. Fallenlassen wird er ihn sicher nicht.

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    1. Der soll in seine Zürcher Bubble ( nicht in seiner !!! Zürcher Bubble ) lässt er keinen seiner Vasallen fallen. ( nicht keiner seiner Vasallen ) Nichts für ungut, aber das geschriebene Wort sollte schon korrekt sein. Beste Grüsse

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    2. Sie haben absolut recht. Leider kann man seine Beiträge nicht mehr nachträglich korrigieren, was mich betreffend Rechtschreibefehler ziemlich ärgert. Es wäre schön, gäbe es diese Edit-Funktion.

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