Die Pizzeria «Picobello» macht Schluss

Basel ist Ende April um eine Pizzeria ärmer: Das «Picobello» am Blumenrain schliesst seine Türen und seine Terrasse mit perfekter Sicht auf den Rhein nach rund zwanzig Jahren. Ein neuer Pächter soll sein Glück versuchen.

Bald gibts hier weder Pizzas noch Antipasti: Die Pizzeria Picobello am Blumenrain schliesst per Ende April ihre Türen.

(Bild: Lunchgate)

Basel ist Ende April um eine Pizzeria ärmer: Das «Picobello» am Blumenrain schliesst seine Türen und seine Terrasse mit perfekter Sicht auf den Rhein nach rund zwanzig Jahren. Ein neuer Pächter soll sein Glück versuchen.

«Alles Gute aus Italien mit freier Sicht auf den Rhein» – damit wirbt die Pizzeria Picobello für mediterrane Küche und eine Lage, um die sie wohl viele Cafés und Restaurants in Basel beneiden. Seit rund 20 Jahren bewirtet das Team des Restaurants seine Gäste am Blumenrain direkt am Rhein. Gleich neben dem Grand Hotel «Les Trois Rois» gelegen, sind die Fenster und Terrassenplätze mit Aussicht auf den Rhein heiss begehrt.

Und trotzdem ist mit Pizza, Pasta und Antipasti und perfekter Rheinsicht im «Picobello» bald Schluss. Wie die TagesWoche weiss, schliesst die Pizzeria per Ende April ihre Türen. Christian Sidler, Geschäftsführer der Picobello Gastro AG, will sich nicht dazu äussern. Die nahende Schliessung seines Restaurants dementiert er jedoch nicht.

Aus dem nahen Umfeld heisst es, dass die schlechte Situation der Gastronomie in Basel und diverse politische, KMU-feindliche Entscheide Gründe für das Ende des Traditionsbetriebes seien.

Konversation

  1. wurde auch zeit, war ein extrem schlechtes restaurant, mit unglaublich frechem personal und unberechtigt hohe preise. hoffen wir auf was besseres!

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  2. @Urst.
    ZH ist nicht vergleichbar. In ZH sind die lokalen Medien nicht laufend damit beschäftigt, den potentiellen Stadtbesuchern einreden zu wollen, dass ein Stadtbesuch lebensgefährlich und sowieso unmöglich sei, weil es vor den Lokalen im Umkreis von fünfzig Metern keinen Parkplatz gäbe. Dort nimmt man die doppelte Distanz zum Parkhaus ohne Murren auf sich.

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  3. Macht nichts, Chance für etwas neues.
    Ich habe dieses Restaurant gemieden, nachdem ich schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich hatte eine Gruppe von 28 Personen zum Nachtessen angemeldet, wir waren schlussendlich aber nur 27. Die Reaktion des Personals hat mir ein für allemal gereicht.
    Es ist bei allen auf Kunden angewiesenen Lokalen das Gleiche. Weniger als zehn Prozent der unzufriedenen Gäste reklamieren, die meisten kommen einfach nicht mehr.
    Was mir auch aufgefallen ist (nicht Piccobello?) in BS werden heute viele Pizze mit Imitationskäse gemacht. Ist zwar günstiger, aber schmeckt nicht mehr gleich.

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  4. Naja…

    Ich frage mich manchmal woran es liegt, dass in Basel die Auswärts-Essen-Kultur im Gegensatz zu Zürich und Genf so inexistent ist.

    In Zürich sind die Preise nun wirklich NICHT tiefer, jedoch spriessen gut laufende und innovative Restaurants wie Pilze aus dem Boden (versuchen Sie mal spontan im Cu Chin Chin oder Didi’s Frieden einen Tisch zu kriegen…). Es fällt mir immer wieder auf, wie unbelebt die Restaurants (aber auch die Strassen) in Basel Abends unter der Woche sind. Ein Lokal wie das Trio im Kleinbasel wäre in ZH permanent voll. Ausser den paar Weltklasse-Restaurants gibts einfach nicht viel, was den Gaumen auch abseits von festlichen Anlässen oder Business Dinners (also auch an normalen Tagen) kitzeln würde.

    Es ist wohl eine „unheilige Allianz“ zwischen fehlender Grösse, einer anderen Zusammensetzung von Expats und Arbeitern und der Absenz einer wirklich innovativen und genug grossen Gastroszene (mit sehr wenigen Ausnahmen, welchen ich allen Erfolg wünsche). An den Preisen liegt das wohl nur sekundär.

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    1. Ich finde Ihr Gedankengang spannend. Ich frage mich oft auch, wieso andere Städte im Gastronomiebereich innovativer/vielfältiger scheinen und augenscheinlich mehr Leute auswärts essen gehen. Und ich komme auch zum Schluss, dass Basel eine «schwierige» Grösse hat, wo Angebot und Nachfrage nicht einfach in ein Gleichgewicht zu bringen sind.

      Kommt hinzu, dass (hier spielt sicher der Preisunterschied eine Rolle) ein grosser Teil unserer Kantonsgrenze sich nicht zu einem Einzugsgebiet hin öffnet. Umso mehr müsste man unseren Nachbarkantonen das Angebot schmackhaft machen.

      Hierzu braucht es regionale Werbung, ein Produktesortiment, das z.B. auch bekannte Landschaftsprodukte enthält, die Berücksichtigung regionaler (nicht nur lokaler) Lieferanten, innovative Leistungen, wie z.B. Vergünstigung von OeV-Tickets/Parking Tickets bei der Vorlage einer Restaurantrechnung und ja, auch Parkhäuser in der Nähe des Zentrums (nicht Oberflächenparkplätze vor der Tür), die in einem vernünftigen Kostenverhältnis stehen.

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  5. Wir waren früher oft auswärts essen, inzwischen aber kaum mehr. Ich verstehe ja, dass es nicht einfach ist, ein restaurant gut zu führen und dabei etwas zu verdienen. Ich selbst bin gerne bereit, für gutes essen und guten service auch etwas zu bezahlen. Inzwischen bin ich vegi geworden. Ich bin nicht bereit, viel für wenig zu bezahlen. Langweilige „fleischistweggelassen“-küche, schlecht gekocht mit muffigem service – da kochen wir einfach lieber selber. Picobello war leider so: top lage, aber massenabfertigung in schlechter qualität. Wie bereits gesagt wurde – wie die meisten kunden zahle auch ich nicht, um meine verbesserungsvorschläge anzubringen – sondern ich komme einfach nicht mehr wieder.

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  6. @Hawtin
    Nichts gegen Ihre Meinung, die reflexartig und gut einstudiert, bei jeder Gelegenheit, Richtung Basel geäussert wird.
    Aber, nennen Sie mir doch bitte eine Stadt in der zivilisierten Welt, die ungefähr eine halbe Million Einwohner Einzugsgebiet hat, in der Sie problemlos mit Ihrem Auto im Altstadtgebiet vor ein Restaurant fahren können, um Bier zu kaufen.
    Ich kann Ihnen aber jederzeit Gegenden im BL zeigen, wo Sie weder durchfahren noch parkieren können.
    Abgesehen davon, können alle Nörgler jederzeit ihre Papiere nach BS bringen und hier mitwählen, -stimmen und Steuern zahlen.

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  7. Es ist wohl eine Kombination vieler Ursachen, die ja im Bericht auch genannt sind. Dazu kommt natürlich die Kosten für diese tolle, zentrale Lage. Bei der Menuekarte gibt es halt auch Grenzen was den Preis anbelangt. Bei einem Vorspeisensalat ist halt bei 9 CHF mal Schluss, bei der Pizza bei hohen 22 CHF und für Spaghetti zahlt wohl auch niemand 30 CHF. Irgendwann wird viel einfach zuviel.

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  8. Guten Abend zusammen. Ich habe mich nun hier auf Tageswoche extra angemeldet um bei diesem Artikel einen Kommentar abgeben zu können. Einige werden mein Pseudonym vermutlich aus der BAZ kennen und die anderen mich relativ schnell nicht mögen, bzw feststellen, dass ich Ihr Weltbild nicht teile. Früher wohne ich in Allschwil und war sehr oft in der Stadt sowohl Ausgang wie auch Essen. Doch die Attraktivität von Basel hat laufend abgenommen und so kam es, dass ich die Stadt immer wie mehr vermied. Die Kriminalität gewisser Bevölkerungsgruppen ist, obwohl Sie dies nicht hören wollen, einfach unerträglich geworden. Meine Theorie zur unterschiedlichen Betrachtungsweise ist, dass linksorientierte generell eher andere Lokalitäten / Clubs besuchen als bürgerliche. Dies konnte ich zum erstaunen feststellen, als ich eine total alternative Freundin hatte. Das typische Verhalten der Ausländer (ich bin selbst auch einer) ist je nach Szene wirklich total unterschiedlich. Daher werden Sie generell eher gute Erfahrungen gemacht haben, andere halt eher schlechte und dies leider wiederholt Woche für Woche. Ich weiss, Sie werden mir eh nicht zustimmen.
    Jetzt komme ich zum Punkt Essen und Ladensterben in Basel. Ich wurde mal kurzfristig an eine Geburtstagsparty eingeladen. Als Geschenk viel mir spontan eine Bier-Karaffe eines Baslers Brauer ein. Ich war tatsächlich so blöd und wollte mit dem Auto dorthin fahren, es sollte ja schnell gehen und der Weg wäre viel kürzer gewesen (gemäss ÖV Plan). Durch die ganzen Absperrungen, Baustellen, Roteampelwellen brauchte ich jedoch fast doppelt so lange und das um 19:30 abends.
    Das selbe ist mit Restaurants und Einkauf. Man wird einfach unnötig schikaniert obwohl Sie das nicht einsehen wollen ist halt doch ein beträchtlicher Teil der Gäste und Kunden (Geldbringern) lieber mit dem Auto unterwegs. In meinem Fall auch weil ich in der Feuerwehr bin und ständig mit einem Alarm rechnen muss. Basel will das halt so, es soll eine Autofreie, Multikulti Stadt werden, in denen Probleme anderer nicht in Ihr Weltbild passen (Szenebedingt sogar verständlich. Die Quintessenz bleibt jedoch, dass alle anderen Basel meiden und dadurch halt andere Probleme enstehen.

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    1. Man verzeihe mir bitte die Rechtschreib- und Interpunktionsfehler. Naja, ich setze mal meine „Ausländerkarte“ ein… Nächstes Mal, lese ich den eigenen Text nochmal durch.

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  9. In Basel ist es sehr herausfordernd in der Gastronomie erfolgreich zu sein. Zahlreiche grenznahe Restaurants mit kostenlosen PP, günstigen Preisen, sehr zuvorkommender Service und äussert Kinder- und Famillienfreundlich. Das ist die Messlatte an der sich BS Gastronomen messen müssen. Nur die besten überleben.

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