Ein Kurztrip in die sonnigste Ecke Deutschlands

Freiburg im Breisgau ist nur eine halbe Stunde Zugfahrt von Basel entfernt und bietet alles für ein rundum gelungenes Wochenende.

Durch das Freiburger Stadttor fährt auch das Tram.

Freiburg im Breisgau ist die sonnigste Ecke Deutschlands. Mit 2000 Sonnenstunden pro Jahr ist die Stadt der optimale Ort, um etwas Vitamin D abzubekommen. Während in den umliegenden Dörfern noch Schnee geschaufelt wird, sitzen die Freiburger bereits im Biergarten.

Am bequemsten erreicht man Freiburg mit der Bahn, der Direktzug braucht nur 30 Minuten. In der Ankunftshalle wartet bereits meine beste Freundin. Clari studiert Medizin und wohnt seit knapp vier Jahren in Freiburg. Sie kennt die Stadt in- und auswendig und hat für uns ein Wochenende mit allem Drum und Dran geplant: Radfahren, Wandern, Sonnenbaden, Schwimmen, Grillieren, Trinken.

Rauf auf den Schlossberg

Am ersten Abend reicht es nur für einen Zwischenstopp beim «Euphrat». Das orientalische Lokal steht mitten in der Innenstadt und ist immer voll.  «Cheers», sagt Clari und klirrt mit ihrer Bierflasche gegen meine. «Jetzt kann das Wochenende losgehen.»

Am nächsten Morgen sitzen wir im Garten beim Restaurant Lollo. Der beliebte Frühstücks-Spot liegt in der Wiehre. Dieser Stadtteil erstreckt sich südlich der Altstadt und ist ein beliebtes Wohngebiet. Vergleichsweise ruhige Strassen bieten ein gemütliches Plätzchen für zahlreiche Cafés und Restaurants.

Später steigen wir mit vollem Magen aufs Fahrrad. Es geht in Richtung Schlossberg. Oben geniesst man einmalige Ausblicke auf die Stadt und das Rheintal bis hin zu den Vogesen. Hinauf kommt man entweder über den Fussweg gegenüber dem Schwabentor oder mit der kürzlich restaurierten Schlossbergbahn. Wir entscheiden uns für die sportliche Route.

Bis zur Aussichtsplattform sind es keine 15 Minuten. Doch bis zum Aussichtsturm – der ganz oben steht – dauert es weitere 30 Minuten. Nichts für Faulenzer.

Der Schlossberg bietet einmalige Ausblicke auf die Stadt und das Rheintal.

Nachmittags gehts zur Belohnung ins «Unicafé» – eine Freiburger Institution. Hier lädt eine grosse Terrasse zum Verweilen ein. Das Publikum ist gemischt: Familien mit Kindern, Schüler, Studenten, Geschäftsleute und auch Senioren fühlen sich im Kaffeehaus wohl.

Sonntags sind viele Freiburger mit Wanderausrüstung und Fahrrad im Schwarzwald unterwegs – oder, wenn schönes Wetter ist, am Wasser. Tagsüber ist der Weg entlang des Flusses Dreisam stark besucht. Er eignet sich für Spaziergänge oder Fahrradtouren. In Richtung Littenweiler gibt es direkt am Ufer Feuerstellen zum Grillieren.

Plauschen und plantschen

Wir suchen uns einen netten Platz am Ufer, wo man die Füsse ins Wasser tauchen kann, und machen es uns bequem. Es wird nicht schwer sein, hier den Tag zu verbringen. Die Zeit vertreiben wir uns mit Brettspiel und Geplauder. Zur Abkühlung waten wir ins Wasser. Erst nur bis zu den Knöcheln, dann bis zu den Knien, dann bis zum Bauchnabel. Um die Mittagszeit, als das Thermometer am höchsten steht, wagen wir uns sogar ganz hinein. Und lassen uns danach von der Sonne trocknen.

Erst als es dunkel wird, packen die Ersten ihre Sachen und brechen auf. Wir schliessen uns ihnen an. Meine Dosis Vitamin D habe ich jetzt.

Konversation

  1. Meine zwei Lieblingslocations in Freiburg:

    Abendessen im El Haso: Irgendwie gutbürgerlich, kreativ, ein bisschen experimentell und pflanzlich! 🙂

    Einkaufen im Zündstoff: Faire und ökologische Kleidung ohne Kinderarbeit und Dumpinglöhne!

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  2. Wenn man dann von Freiburg genug hat, gibt es noch die Drei-Seen-Bahn zum Titisee und Schluchsee. Für nicht ganz sechs Euro sitzt man eine Stunde in der Bahn und kann sich eine der schönsten Bahnstrecken ansehen durchs Höllental in den Schwarzwald. Im Winter kann man so dem Hochnebel und im Sommer der Hitze von Freiburg entfliehen.
    Leider muss man aktuell den Ersatzbus benutzen, da die Bahnlinie renoviert wird.

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