Fleischlustige Spinnen, sich zerfleischende Baselbieter und ein neuer Hackfleischtempel

Was läuft in der Region? Unsere tägliche Übersicht über die lokalen Geschichten.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

Was läuft in der Region? Unsere tägliche Übersicht über die lokalen Geschichten.

Baselbieter Politik zerfleischt sich im ÖV-Streit

  • Der Kanton Baselland will beim öffentlichen Verkehr sparen. Rund 200’000 Franken jährlich soll der geplante Abbau bringen.
  • Der neuste Vorschlag aus dem Landrat sieht vor, vor allem bei Buslinien im unteren Baselbiet, also in Basler Agglomerationsgemeinden, Leistungen abzubauen und dafür den ÖV im strukturschwachen oberen Kantonsteil zu schonen.
  • Das führt zu heftigen Debatten quer durch die parteipolitische Landschaft.
  • Die Verteilkämpfe werden gemäss der «bz Basel» auch in der SP geführt, welche den Sparwunsch zunächst öffentlich verurteilte.
  • So soll mindestens ein SP-Landrat einverstanden gewesen sein, bei den rentablen Buslinien in der Agglo zu kürzen und dafür die hochsubventionierten Linien im ländlichen Raum nicht anzutasten.
  • Der verantwortliche SP-Mann Hannes Schweizer nimmt nun wohl auf internen Druck Abstand von den Plänen: «Das wäre das Schlimmste: Ein Urnengang, in dem sich Unterbaselbieter und Oberbaselbieter bekämpfen.»
  • Hintergrund der Aussage ist die Ankündigung der Grünen, gegen den Abbau das Referendum zu ergreifen.

Polizei verbietet Demo während der Baselworld

  • Gegen die Beteiligung von Schweizer Grossbanken an einem umstrittenen Pipelinebau in US-Indianergebieten soll es in Basel eine Kundgebung geben.
  • Die Kantonspolizei verweigert allerdings den Organisatoren die Möglichkeit, während der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld zu demonstrieren.
  • Man könne aufgrund der Messe nicht zusätzliche Polizisten für die Demo abstellen.
  • An der Baselworld ist die Polizei mit einem Grossaufgebot präsent, darunter Zivilfahnder, die in den Hallen patrouillieren.
  • Für das Grossaufgebot bezahlt die MCH Group gemäss Polizeiverordnung nur die Hälfte des üblichen Tarifs.

Hackfleisch-Brater machen sich breit

Darauf hat die Stadt gewartet: einen weiteren Bulettenwender. Die Schweizer Burgerkette «Holy Cow» will am Rümelinsplatz eine neue Filiale eröffnen, berichtet «barfi.ch». Damit wird das lange Jahre leerstehende Modehaus am Rümelinsplatz 1 endlich einer Nutzung zugeführt. Das Menü bei «Holy Cow» soll 15.90 Franken kosten, regionale Produkte berücksichtigt werden. Die Basler Filiale wird die zwölfte der Kette in der Schweiz sein, ab wann gebrutzelt wird, steht nicht im Artikel.

Burgerbrutzler «Holy Cow» ziehts an den Rümelinsplatz

 «Holy Cow» reiht sich ein in eine lange Liste von Burgerbuden, welche in Basel um Kundschaft buhlen. Wir haben die Übersicht übers reichhaltige Angebot auf einer Karte festgehalten:

Fressmaschine Spinne

Gelebte Fleischeslust: Spinnen futtern jährlich ein vielfaches ihres Körpergewichts an Insekten.

Gelebte Fleischeslust: Spinnen futtern jährlich ein vielfaches ihres Körpergewichts an Insekten. (Bild: Unibasel/David E. Hill)

Keine belastbaren Zahlen gibt es zum Burger-Konsum von Spinnen. Dass die Krabbeltiere aber einen ordentlichen Appetit auf Frischfleisch haben, konnten Forscher der Uni Basel gemeinsam mit schwedischen Kollegen errechnen. 400 bis 800 Tonnen Millionen Beutetiere verspeisen demnach sämtliche Spinnen der Welt pro Jahr. Zum Vergleich: Alle Menschen auf dem Planeten vertilgen rund 400 Millionen Tonnen Fleisch und Fisch jährlich.

Die gewaltige Zahl unterstreicht die Bedeutung der über 45’000 Spinnenarten für das ökologische Gleichgewicht. 90 Prozent der Opfer der gefrässigen Achtbeiner sind Insekten, darunter zahlreiche, die in der Landwirtschaft als Schädlinge taxiert werden. Grössere Kaliber in tropischen Gefilden führen sich aber auch Vögel, Schlangen oder Fledermäuse zu Gemüte. 

Spinnen fressen jedes Jahr 400–800 Tonnen Beutetiere

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