Gefordert: Valérie Lemrich

Dieses Jahr geht Leiterin Valérie Lemrich mit den Bibern und den Wölfen nach Gelterkinden ins Pfingstlager der Pfadi Sunnebärg.

Valérie Lemrich – als Lagerleiterin Pipistrella mischt sie an Pfingsten mit den Bibern und den Wölfli der Pfadi Sunnebärg den Wald auf. (Bild: Nils Fisch)

Dieses Jahr geht Leiterin Valérie Lemrich mit den Bibern und den Wölfen nach Gelterkinden ins Pfingstlager der Pfadi Sunnebärg.

Valérie Lemrich – als Lagerleiterin Pipistrella mischt sie an Pfingsten mit den Bibern und den Wölfli der Pfadi Sunnebärg den Wald auf.

Valérie Lemrich – als Lagerleiterin Pipistrella mischt sie an Pfingsten mit den Bibern und den Wölfli der Pfadi Sunnebärg den Wald auf. (Bild: Nils Fisch)

Pipistrella ist ihr Pfadiname. Seit 1997 ist Valérie Lemrich dabei, 2005 wurde sie Leiterin bei der Pfadi Sunnebärg. Ihr Pfadiname, so Pipistrellas Verdacht, könne von ihrer früheren Frisur, einem seitlichen Pferdeschwanz, herrühren. Der habe anscheinend etwas Fledermaus­artiges gehabt, lacht die 24-Jährige. Unter ihren Fittichen sind die Kleinen – die Biber und die Wölfli. Was den Pfadi aller Stufen nahegebracht werde, ist, der Natur Sorge zu tragen. «Die Kinder lernen, dass man keine Pflanzen ausreisst und den Abfall nicht im Wald liegen lässt.»

Auch das Holz sammeln sie nur vom Boden und schneiden keine Äste. Eine weitere Maxime ist: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. «Die Kinder lernen, sich als Teil der Gruppe zu fühlen und Verantwortung zu übernehmen.»

Dieses Jahr geht sie zum siebten  Mal als Lagerleiterin mit ihnen ins Pfingstlager. Sie schaue sich jeweils bis zu einem Jahr im Voraus nach einem geeigneten Lagerplatz um. 2012 fiel die Wahl auf den Bauernhof Ärntholden in Gelterkinden. Neben dem Lagerplatz gelte es, eine Küchenmannschaft zu organisieren. Hinzu komme, dass jemand das ganze Material – für den Zeltbau und zum Verkleiden – zum Lagerplatz schaffen müsse.

Die Pfingstlager-Geschichte

Danach mache sie sich daran, zusammen mit den anderen Leitern eine spannende Geschichte zu erfinden, die sich wie ein roter Faden durch das dreitägige Lager zieht. «Das Programm müssen wir mit dem Coach besprechen, damit es am Ende ‹Jugend und Sport›-tauglich ist.»

Erfüllt das Programm die Anforderungen, bekommen sie Unterstützung. Dieses Jahr wird die Geschichte «Der kleine Wassermann» von Ottfried Preussler aufgegriffen und eine Fortsetzung gespielt: «Der kleine Wassermann sucht den Weg zum Meer, und wir versuchen ihm dabei zu helfen. Sind wir dann aber am Meer, erwartet uns eine grosse Überraschung.» Mehr werde sie aber noch nicht verraten, sagt Valérie Lemrich vergnügt.

Der grösste Spass in den Pfingstlagern sei für sie: «Wenn man sieht, wie sehr sich die Kinder schon über kleine Dinge und Spiele freuen.» Das gebe ihr sehr viel zurück. Sie habe auch erlebt, dass die Kinder eine Geschichte «mitlebten» und diese ihren ganz eigenen Verlauf bekam. Es sei, wie in einem Film mitzuspielen und etwas bewirken zu wollen. Annina Striebel

Artikelgeschichte

Erschienen in der gedruckten TagesWoche vom 25.05.12

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