Grosse Geheimniskrämerei umspült das «Schiff»

Still und öffentlichkeitsscheu hat sich die Tiefgang AG vom «Schiff» verabschiedet. Die Nachteulen pfeifen es von den Clubdächern, dass Simon Lutz und Agron Isaku das Eventboot am Klybeckquai übernehmen werden. Offiziell aber hüllen sich noch alle in Schweigen.

Viel Rauch um nix? Oder wohin steuert das «Schiff»?

Still und öffentlichkeitsscheu hat sich die Tiefgang AG vom «Schiff» verabschiedet. Die Nachteulen pfeifen es von den Clubdächern, dass Simon Lutz und Agron Isaku das Eventboot am Klybeckquai übernehmen werden. Offiziell aber hüllen sich noch alle in Schweigen.

Die Familien Herzig und Grieder haben ihr langjähriges Engagement auf der «Expostar», schlicht «Das Schiff» genannt, beendet. Auf eigenartige Weise: stillschweigend, öffentlichkeitsscheu und unnahbar.

Die Tiefgang AG, über die sie das «Schiff» am Basler Klybeckquai betrieben haben, reagiert nicht mehr auf Anfragen der TagesWoche – wohl auch, weil wir im Juni 2015 über die finanziellen Probleme berichtet hatten. Mit dem Wechsel vom Musik- zum reinen Gastro- und Bankettbetrieb versuchte man zuletzt die Kehrtwende. Offenbar liess sich die ungünstige Schlagseite, die das «Schiff» seit Jahren aufwies, aber nicht mehr korrigieren.

Jetzt ist diese Ära zu Ende. Am Montagmorgen noch fanden wir auf der Website diese Botschaft vor:

Seit Montagmittag jedoch ist die gesamte Website des «Schiffs» offline. Die Tiefgang AG, sie ist abgetaucht.  

Warum macht Verwaltungsratspräsident Hector Herzig ein Geheimnis darum, dass seine Zeit auf dem «Schiff» zu Ende ist? «Jeder Betrieb, der unfreiwillig zumacht, möchte das lieber nicht kommunizieren», sagt Michel Hopf.

Der Basler Anwalt ist Verwaltungsrat der Naveva AG, der Eigentümerin des «Schiffs». Er bestätigt, dass das Mietverhältnis mit der Tiefgang AG per 31.12.2015 beendet worden ist. Die Gründe will er nicht näher kommentieren.

Schaukeln Simon Lutz und Agron Isaku künftig das «Schiff»? 

Wie geht es weiter? Gemäss Informationen der TagesWoche werden künftig Simon Lutz (Kuppel, Acqua, Annex) und Agron Isaku (Nordstern) das «Schiff» schaukeln, und zwar über die Luis AG.  «Dazu gebe ich keine Auskunft», sagt Vermieter Hopf. Er überlasse es der neuen Mieterschaft, die Öffentlichkeit zu informieren. Bestätigen will er nur, dass das Schiff nahtlos neue Mieter gefunden habe – und dass es weitergehen werde.

Wann und in welcher Form und an welchem Ort? Das möchten wir von Simon Lutz wissen. Er weilt derzeit im Ausland und richtet aus, dass er im Moment keine Aussagen zum Thema «Schiff» machen könne.

Tuckert das «Schiff» näher zur Stadt? 

Tatsache ist, dass Lutz und Isaku im Frühjahr 2015 die Luis AG gegründet haben. Bereits involviert sind die beiden Fürsten des Basler Nachtlebens beim jüngst eröffneten Club(programm) im Café Singer.

Ebenfalls Tatsache ist, dass der Nordstern eine neue Location sucht. Das Mietverhältnis mit der IWB läuft aus, der Club an der Voltastrasse wird ab Mai 2016 Geschichte sein

Ob ein anderes Stück Basler Clubgeschichte künftig am Rheinufer weitergeführt wird, vielleicht noch näher bei der Dreirosenbrücke? Offiziell wird man das in den nächsten Wochen erfahren.

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Konversation

  1. ich finde das super! das basler nachtleben hat sehr viel kultur zu bieten. hochkarätige künstler besuchen jedes wochenende die stadt. das schiff erfüllt den alten zweck wieder und bietet somit eine plattform für viele neue schöne stunden. ahoi

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