Gute Noten für die Basler Polizei

Im Grossen und Ganzen sind die Baslerinnen und Basler zufrieden mit der Arbeit der Polizei. Dieses Ergebnis liefert eine Befragung von 1028 Personen unterschiedlicher Altersgruppen. Verbesserungspotenzial gibts dennoch.

Gerhard Lips und Rolf Meyer stellen die Ergebnisse der Kundenbefragung vor. (Bild: Nils Fisch)

Im Grossen und Ganzen sind die Baslerinnen und Basler zufrieden mit der Arbeit der Polizei. Dieses Ergebnis liefert eine Befragung von 1028 Personen unterschiedlicher Altersgruppen. Verbesserungspotenzial gibts dennoch.

Oberst Gerhard Lips, Kommandant der Kantonspolizei Basel-Stadt, und sein Vize Rolf Meyer, stellten am Montag die Resultate der Kundenbefragung vor (siehe Artikelrückseite). Lips zog das Fazit: «Die Polizei hat ein gutes Image bei der Bevölkerung.» Das nehme man gerne zur Kenntnis.

Trotzdem habe man anhand der Befragung auch feststellen können, wo Verbesserungen nötig sind. So zeigte sich beispielsweise, dass sich die Befragten mehr Polizeipräsenz an den sogenannten Hotspots wie dem Claraplatz, am Rheinufer, am Bahnhof SBB, in Parks und an der Heuwaage beziehungsweise in der Steinenvorstadt wünschen. Speziell in der Nacht wollen 67 Prozent der Befragten eine höhere Polizeipräsenz. Tagsüber sei die Polizeipräsenz hingegen ausreichend, finden 77 Prozent der Befragten. Auch im Strassenverkehr sind 64 Prozent mit der Polizeipräsenz zufrieden.

Eingreifen, wo es nötig ist

Mehr Polizeipräsenz wünschen sich die Befragten zur Verhinderung von Schlägereien, Diebstählen, Raub und Einbrüchen sowie gegen Drogenhandel, Vandalismus, Sprayereien und Lärm. Im Strassenverkehr seien die Polizeiaktivitäten gerade richtig, befand eine grosse Mehrheit.

Für Polizeikommandant Lips heisst das: «Wir werden dort ansetzen, wo es nötig ist», die Präsenz also da verstärken, wo sie als zu wenig eingestuft wird. Dies will man mit einem aufgestockten Polizeikorps erreichen: Bis 2015 sollen stufenweise 45 zusätzliche Polizisten ins Korps integriert werden. Schon ab Frühjahr 2013 werden 12 zusätzliche ausgebildete Polizisten den Dienst antreten.

Prävention und Repression

Weiter setzt die Polizei sowohl auf Prävention als auch auf Repression. «Es braucht beides», ist Lips überzeugt. Dies wird von den Befragten goutiert: Die Relevanz von Repression und Prävention wurde als beinahe gleichwertig eingeschätzt und mit 7,1 beziehungsweise mit 6,9 von möglichen 10 Punkten bewertet.

Auch im Kundenkontakt erhält die Polizei gute Noten: Die Arbeit auf den Polizeiposten wird mit 8,1 Punkten bewertet. Mit 7,4 Punkten beurteilen die Befragten die Abwicklung von telefonischen Anfragen. Es gibt ihn also doch noch, den Polizisten, der «Freund und Helfer» ist. 

Kein Vergleich zur letzten Studie

Die letzte Kundenbefragung wurde 2009 durchgeführt. Da es in der Zwischenzeit jedoch das damals mit der Untersuchung beauftragte Unternehmen nicht mehr gibt, lassen sich die aktuellen Resultate nicht mit den vorigen vergleichen. Es lässt sich also nicht sagen, ob die Zufriedenheit der Basler Bevölkerung mit ihrer Polizei in den letzten drei Jahren zu- oder abgenommen hat, oder ob sie sich auf einem ähnlichen Niveau befindet.

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