Hilfe für Ü50, Kritik an Mück und Feuerprobe für den neuen KuMu-Direktor

Was läuft in der Region? Unsere tägliche Übersicht über die lokalen Geschichten.

Was läuft in der Region? Unsere tägliche Übersicht über die lokalen Geschichten – heute in zwei Teilen: gute und weniger gute Nachrichten.

Gute Nachrichten…

Ein neuer Verein setzt sich für die Ü50 ein – getragen von Links und Rechts

  • Workfair 50+ heisst ein neuer Verein. Gegründet hat ihn der SP-Grossrat Pascal Pfister, Projektleiter ist Michel Wiederkehr, BDP-Grossratskandidat.
  • Ihr Hauptanliegen: die Situation von Menschen um und über 50 in der Arbeitswelt zu verbessern respektive deren Situation bei Erwerbslosigkeit.
  • Vor allem zweiteres ist ein latentes Problem: Zwischen 2001 und 2015 nahm die Zahl der Sozialhilfe-Fälle bei den 51–65-Jährigen im Kanton Basel-Stadt um 135 Prozent zu. In der Altersgruppe der 26–35-Jährigen waren es im selben Zeitraum 21 Prozent. 
  • Der Lobby-Verein ist noch in Aufbauarbeit, hat aber bereits das Wahlverhalten im vergangenen Jahr untersucht bei den fünf Vorstössen, die es zu dem Thema gab.
  • Entstanden ist ein Politiker-Ranking, in dem ersichtlich ist, wer sich wie für die Ü50 einsetzt » die Rangliste.

Linke und Bürgerliche fordern gemeinsam mehr Einsatz für 50+

Apropos Lobby: Die Lobby der Kreativen tourt durchs Kleinbasel



Die kreativen Orte entdecken bei Speis und Trank und Live-Musik. Dieses Jahr liegt der Fokus der Tour de Création auf dem Quartier zwischen Bärenfelser- und Mörsbergerstrasse.

Die kreativen Orte entdecken bei Speis und Trank und Live-Musik. Dieses Jahr liegt der Fokus der Tour de Création auf dem Quartier zwischen Bärenfelser- und Mörsbergerstrasse.

  • Grafiker, Architekten, Autoren, Designer und andere Kreative haben im Januar kreaB gegründet.
  • Heute Abend lädt der Verband der Kreativwirtschaft Basel zur Tour duch offene Ateliers ein.
  • Die  «Tour de Création» soll die Bekanntheit steigern, aber auch Aufträge für das lokale Kreativgewerbe bringen.
  • Programm und Teilnehmer sind auf der Website aufgelistet.
  • Mehr zum Verein gibts im folgenden Artikel:

Die Lobby der Kreativen tourt durchs Kleinbasel

Lonza forscht jetzt auch in Basel

  • In Basel hat Lonza nie geforscht und produziert, in der Region nur wenig. Das wird sich jetzt ändern, berichtet die «bz Basel». 
  • Lonza baut im Businesspark Stücki in Kleinhüningen eine Abteilung mit vorerst 25 Mitarbeitenden auf, die sich auf spezielle Darreichungsformen und Kombinationen von hoch komplexen Medikamenten spezialisiert.
  • Los gehts bereits ab Oktober.
  • Apropos Businesspark: Der scheint sich gut zu entwickeln. Allein im dort eingemieteten kantonalen Technologiepark Basel sind 15 Start-up-Firmen mit über 130 Mitarbeitern, dies auf aktuell 3400 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Die Nachfrage nach Laborflächen ist gross, bereits zwei Mal wurden Flächen dazugemietet, schreibt die BZ.

Lonza forscht jetzt auch in Basel

Gutes PS: Heute können Sie den neuen Kunstmuseums-Direktor kennenlernen



Stellt sich der Herausforderung: Kunstmuseums-Direktor Josef Helfenstein.

Stellt sich dem Basler Publikum – der neue Kunstmuseums-Direktor Josef Helfenstein. (Bild: Hans-Jörg Walter)

  • Josef Helfenstein hat Anfang September den Direktorenposten am Kunstmuseum Basel von Bernhard Mendes Bürgi übernommen.
  • Heute stellt er sich dem Basler Publikum vor – um 18.30 Uhr im Kunstmuseum. Eintritt ist gratis. Wir empfehlen zur Einstimmung das Interview mit Helfenstein nach seiner Einstellung im Juni 2015:

Josef Helfenstein: «Ich will nicht zum Verwalter werden»

…weniger gute Nachrichten

Regierungsratskandidatin Heidi Mück in der Kritik

  • Die BastA!-Kandidatin engagiert sich in der anti-israelischen BDS-Bewegung, berichtet die «Basler Zeitung».
  • BDS steht für Boykott, Desinvestition und Sanktionen. Mit diesen Zwangsmitteln will die Gruppierung den israelischen Staat so lange unter Druck setzen, bis eine Reihe von Forderungen erfüllt sind – so etwa gemäss Website: «Freiheit in Form des Endes der Besatzung und Kolonisierung sowie des Abrisses der Apartheidmauer; Gleichheit in Form der Beendigung der systematischen Diskriminierung von Palästinensern/-innen mit israelischem Pass; und Gerechtigkeit in Form der Umsetzung des Rechts auf Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge.»
  • Mück sei kein Mitglied der Bewegung, aber Anhängerin. So sei sie nach Zürich gefahren und habe vor der Fifa für einen Ausschluss Israels demonstriert, berichtet die BaZ weiter.
  • Auch israelische Kulturengagements seien bereits in der Kritik der BDS gewesen. Mück dazu: Der Aufruf zum kulturellen Boykott ziele nicht auf «individuelle Kulturschaffende», sondern «auf Projekte unter Beteiligung offizieller israelischer Institutionen».
  • Dass Mück die BDS-Überzeugungen mitträgt, erachtet der Schweizerische Israelitische Gemeindebund als problematisch: «Solche Boykottaufrufe gegenüber dem jüdischen Staat Israel erinnern mich an das ‹Kauft nicht bei Juden› der Nazis», sagt Generalsekretär Jona­than Kreutner.
  • Mück sieht das anders: Boykottiert würden Produkte aus Israel und nicht generell Produkte von Firmen im Besitz von Menschen jüdischen Glaubens. Entscheidend sei das Land, nicht die Religion.

Befürworterin eines totalen Boykotts

Nein, der Kasernen-Entscheid ist noch nicht gefallen

  • Im Grossen Rat begann am Mittwoch die Debatte über das Gesamtsanierungsprojekt des Kasernen-Hauptbaus.
  • Es gab einen ersten Vorgeschmack auf die hitzige Diskussion, die sich kommenden Mittwoch fortsetzen wird.
  • Bisher zu Wort kamen die Vertreter der Minderheits- und Mehrheitsanträge aus den vorberatenden Kommissionen.
  • Kosten und Konzept stehen im Mittelpunkt der Diskussion. Die Details:

Kasernendebatte im Grossen Rat: Von «fliegenden Fischen» und «Ameisen»

Weniger gutes PPS: Die ZAK (Zentrale Arbeitsmarkt-Kontrolle) sorgt im Baselbiet wieder für rote Köpfe

  • Die Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission legt dem Landrat nach neun Monaten ihren Bericht vor. Darin ist der im Dezember 2015 von der Regierung formulierte Landratsbeschluss abgeändert, berichtet die «bz Basel».
  • Unter anderem fehlt der nachfolgende Punkt 2: «Der Landrat nimmt insbesondere zur Kenntnis, dass im Berichtsjahr 2014 die ZAK mit 39 abgeschlossenen Betriebskontrollen das wichtigste quantitative Kontrollziel von 200 respektive das minimale Kontrollziel von 160 abgeschlossenen Betriebskontrollen gemäss Leistungsvereinbarung ZAK 2014–2016 um rund 75 Prozent unterschritten hat.»
  • Ersatzlos gestrichen hat die VGK diesen Abschnitt «auf Antrag einer Fraktion» mit einem Verhältnis von 7 zu 6 Stimmen. Raten Sie mal, wie viele Bürgerliche in der Kommission sind…

Landratskommission fordert klarere Regeln für die Arbeitsmarktkontrolle

Konversation

  1. Schade dass der Standpunkt der Frau Mück nicht in einem einzigen Artikel besprochen wird. So wird kaum klar, über was es hier geht. Die Mitgliedschaft in der BDS-Bewegung sollte auch von ihr erläutert werden können.

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  2. „Ein neuer Verein setzt sich für die Ü50 ein – getragen von Links und Rechts“ Hab mir die Liste angeschaut: die SVP glänzt mit 100% Abwesenheit. Geht bei denen das Leben nur bis 49?

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    1. @Frau Wenger
      Nein, aber die Verantwortlichen SVPler über fünfzig sind fast alles mindestens Millionäre oder auch Milliardäre.

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  3. Auch der Boykott gegen die Südafrikanische Apartheid-Regierung hat damals ähnliche Einwände hervorgerufen. Aber er hat mitgeholfen, das Augenmerk zu schärfen und etwas zu verändern. Die USA haben gestern beschlossen, Israel in den nächsten 10 Jahren fast 40 Milliarden Militärhilfe zu gewähren. Wie soll das Desaster so jemals aufhören?
    Ein jahrzehntelang mit vertrauter Mitschüler aus meiner Kindheit, auch um die 60 Jahre alt, empfindet mich nun plötzlich als Antisemitin, weil ich es wage, den Staat Israel zu kritisieren. Ich kann mit ihm als Halbjuden nicht mehr über das Thema reden. So geht es doch einfach nicht. Wenn jeder Nichtschweizer, dem das Tram wegfährt, den Wagenführer als Rassisten beschimpft – was ich mehrfach erlebt habe – sind wir wirklich im Krieg aller gegen alle angekommen.

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  4. Re: Heidi Mück in der Kritik

    Was sich der Staat Israel in Palästina erlaubt, widerspricht allen internationalen Konventionen. Die „Welt“ akzeptiert den Skandal unwidersprochen. Allen voran die USA. Ausgerechnet jenes Land, das Kriege und Zerstörung unter dem Vorwand von Menschenrechten und Demokratie inszeniert. Heidi Mück hat Rückgrat genug, diesen Missstand anzuprangern Respekt vor der Menschenwürde kommt bei ihr lange vor persönlichem Erfolgt. RESPECT !!

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