Im Kuppel-Bus sollen KMU-Chefs Nachfolger finden

Über 15 Prozent der KMUs in der Nordwestschweiz suchen einen Käufer. Um Kunden und Belegschaft nicht zu verunsichern, tun sie dies heimlich – mit wenig Erfolg. Eine Unternehmerin hat nun eine Idee für diskrete Übernahmegespräche.  

Vermittlungsstelle für Unternehmer und potenzielle Nachfolgerinnen.

Die neuste Nachfolge-Studie KMU Schweiz zeigt, dass in der Region Basel besonders viele Besitzer eines kleinen oder mittleren Unternehmens (KMU) einen Nachfolger suchen. Woran das liegt, steht dort nicht.

Auf der einen Seite suchen KMU-Betreiber oft jahrelang nach einer geeigneten Person für die Betriebsübernahme, berichtet das «Regionaljournal Basel». Auf der anderen Seite suchen Jungunternehmerinnen und -unternehmer einen Betrieb. Doch beide Seiten fänden kaum zueinander, da viele Unternehmer es geheim halten, wenn sie den Betrieb bald abgeben möchten. Sie wollen Belegschaft und Kunden nicht verunsichern.

Hier kommt Carla Kaufmann ins Spiel. Sie hat den «Nachfolgebus» gegründet, mit dem Beraterinnen und Berater durch die Schweiz fahren. Kaufmann vermittelte bereits vorher Berater, die Unternehmer bei der Nachfolgeregelung unterstützen, und schickt diese nun auf die Strasse. Der Bus als neutraler Raum biete die Möglichkeit, diskret und niedrigschwellig über das Abgeben des Betriebes zu sprechen, sagte sie gegenüber SRF.

SRF Regionaljournal: «In Basel suchen überdurchschnittlich viele Betriebe Käufer»

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