Im Visier der Judenhasser

Knackeboul grüsst aus Israel und erlebt anschliessend, wie verbreitet Antisemitismus und Verschwörungstheorien noch im Jahr 2017 sind.

Israel-Hasser sind nicht zimperlich, da wird auch aus einem Knackeboul schnell eine «Zionfotze».

Neulich wurde ich als «kleine Zionfotze Knackeboul» bezeichnet. Das fand ich niedlich. Wenn ich daran denke, was mir schon alles angehängt und angedroht wurde, war das schon fast lustig. Ich twitterte es, worauf einige meinten, sowas sollte zur Anzeige gebracht werden. Ich lächelte milde und schob den Screenshot mit dem Spruch in meinen «Hate»-Ordner.

Wenn die Hater wüssten, dass ich nach alter Illuminaten-Manier nur das Geschäft im Auge habe. Denn wenn ich mal genug habe von blöden Videos, halb erfolgreicher Musik und kritischen Kolumnen, verklage ich die alle. Jede Woche einen.

Die Namen und Tatbestände sind leicht festzuhalten. Diese Intelligenzbestien beschimpfen und bedrohen mich nämlich meistens unter echtem Namen und Profilbild. Konsequente Klagen dürften mir darum locker das Monatsgehalt eines Primarlehrers einbringen.

Aber das spare ich mir für später auf. Momentan müssen Hurensöhne noch Hurensöhne genannt werden und wer austeilt, muss auch einstecken können. Wobei, die Mordfantasien gegen mich und die Vergewaltigungsandrohungen gegen Frauen in meinem Umfeld mit der Zeit leider eher zermürbend wirken, als dass ich mich daran gewöhnen würde.

Somit wären wir beim ernsteren Teil. Was habe ich denn gemacht? Ich war auf Reisen in Tel Aviv und Jerusalem und hab es mir nicht nehmen lassen, ein Foto am Rothschild-Boulevard aufzunehmen und und online zu stellen.

Wie salonfähig der Judenhass noch immer ist, wurde mir erst in den letzten Jahren so richtig bewusst.

Der sagenumwobene Familienname ironischerweise auf blauem Schild, ich davor, die rechte Hand zum Guckloch geformt vor meinem rechten Auge. Dazu der Spruch «Grüsse aus Israel». Das wirkte auf mehreren Ebenen provokativ. Sollte es auch. Ich wollte zeigen, wie viel Antisemitismus in gewissen Rap-Kreisen oder – noch erschreckender – in den Köpfen mancher Linker schlummert.

Das Thema Rassismus in der Schweiz beackere ich schon seit vielen Jahren. Dieser wird meistens von Rechts geschürt. Wie salonfähig der Judenhass in Europa noch immer ist, wurde mir aber erst in den letzten zwei bis drei Jahren so richtig bewusst.

Wenn man sich von aussen mit den Weltbildern befasst, die in manchen Proberäumen aus Haschschwaden wachsen, kann man nur schemenhaft erahnen, mit was für einem Schund jüdische Mitbürger wohl immer wieder konfrontiert werden. Die Geschichte ist immer die Gleiche. Die Weltbank, die Geheimbünde, die Grosskonzerne ziehen im Hintergrund die Fäden und die Geblendeten laufen wie Zombies auf ihre Screens starrend und konsumierend in den Abgrund.

Ich könnte die «Protokolle der Weisen von Zion» auf meiner Wall posten und die Likes wären mir gewiss.

Zum Glück gibt es einzelne Kämpfer für die Wahrheit, die in Rap-Texten, Youtube-Videos und (wenn sie schreiben können) Büchern vor der Verschwörung warnen. Wer mit der Weltbank gemeint ist, ist klar. Früher hinter vorgehaltener Hand in Studenten-WGs geäussert, wird es inzwischen lauthals in den Cyberspace geschrien: Es sind die Juden!

80 Jahre nachdem Hitler mittels eines erschreckend ähnlichen Narrativs Abermillionen Menschen massakriert hat, lebt das Schreckgespenst der jüdischen Weltverschwörung immer noch. Social Media macht das nicht besser. Inzwischen könnte ich die «Protokolle der Weisen von Zion» auf meiner Wall posten und die Likes dieser ach so erleuchteten Wahrheits-Rapper und Prediger wären mir gewiss. Zum Glück habe ich es geschafft, das Wort «Verschwörungstheorie» nur spärlich zu benutzen.

Es gibt inzwischen Stimmen, die behaupten, ich sei besessener von Verschwörungstheoretikern als diese von der Verschwörung. Aber ich kann in diesem Text nur andeuten, in was für einen Schlund der Paranoia und des Judenhasses ich in den letzten Monaten geschaut habe. Er ist (wieder) hier. Weltweit, in Europa, in der Schweiz.

Der Antisemitismus grassiert oft da, wo man ihn nicht erwartet.

Das zeigt sich etwa daran, dass ein Urlaubsfoto eines Rappers aus Zürich, der schändlich wenig Juden kennt und dessen Verbindungen in die Hochfinanz leider verschwindend klein sind, auf mehreren Facebook-Profilen für seitenlange Diskussionen sorgt. Tenor: «Die kleine Zionistenfotze Knackeboul hat einmal mehr bei den Illuminaten den Bückling gemacht, um mitzuhelfen hier via Mainstream-Medien die grosse Lüge der Zionisten zu verbreiten. Aber Babylon wird fallen und damit auch seine Zudiener.»

Der Antisemitismus grassiert oft da, wo man ihn nicht erwartet. Zum Beispiel eben in gewissen Hip-Hop-Kreisen. Wobei man sagen muss, dass es sich dabei um eher unbekannte Rapper handelt, die ihren Misserfolg gerne auf eine Intrige gegen sich zurückführen statt auf ihr mangelndes Talent. Passt.

Nun zu der Fusszeile «Grüsse aus Israel». Die ist natürlich grenzwertig im wahrsten Sinne des Wortes. Aber auch diese Zeile ist eine Anspielung auf einen Gesinnungs-Missstand einiger linker Aktivisten in der Schweiz und vor allem in Deutschland.

Wenn zum Boykott von Importwaren aus Israel aufgerufen wird, muss ich an «Kauft nicht bei Juden!» denken.

Natürlich ist die Behandlung der Palästinenser ungerecht, die Geschichte Israels schwierig und seine Siedlungspolitik problematisch; sich deswegen mit der Hamas zu solidarisieren aber auch.

Nach Trumps skurriler Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels kam es vor allem in Deutschland zu Protesten und Kundgebungen, bei denen Araber, Linke und Holocaust-Leugner gemeinsam auf die Strassen gingen. Davidssterne brannten. Synagogen wurden angegriffen.

In meinem Umfeld wird immer wieder zum Boykott von Importwaren aus Israel aufgerufen, und ich muss jedesmal an «Kauft nicht bei Juden!» denken. Die Kritik an der Rolle Israels im Nahostkonflikt mag stringenter klingen als die Argumente der Verschwörungsschwurbler, aber in ihren Extremen vereinen sich die zwei Weltbilder zu einem. Der intrigante Jude, der mit seinen Machenschaften die ganze Welt knechtet und vernichtet werden muss. 2017. In meiner Timeline. Nein!

Konversation

  1. zum ersten mal finde ich, dass deine Argumentation differenziert ist und zeigt, dass der Hass überall sein kann. Ich bin auch gegen BDS und sowas, weil es einfach nicht konstruktiv ist. Wenn man sagt eine Sache oder ein Land ist böse, dann verkennt man, was es werden könnte, und es wird immer schlecht bleiben. Israel ist ein Vegan-Paradies habe ich mir sagen lassen. Judith Butler, die Erfinderin des Genderismus unterstützt BDS, was mich an ihr enttäuscht. Was man bei Hitler nie zu sagen vergessen darf, ist eine Hauptursache des WW2 und der meisten Kriege (Geburtenüberschuss). Hitler hat ja nicht umsonst von der Erweiterung des „Lebensraums“ gesprochen. In der anbrechenden Moderne war die Kindersterblichkeit gesunken, eine Deutsche Frau hatte 6 überlebende Kinder. Knall war vorprogrammiert. Es ist eine eiskalte Logik, es gibt zuviele Leute, und dann wird die Bevölkerung reduziert. Früher gab es die Pest, heute sind es die Schemtrail (LOL), Revolutionen und Kriege.

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
  2. „Zionfotze“ als Antwort auf ein Selfie mit Strassenschild vom Boulevard des Baron Rothschild und Grüssen aus Israel ist zweifellos als Beleidigung gemeint. Stellt sich hier einfach die Frage, weshalb sich der Schreiber mehr über den ersten Wortteil Zion aufregt, als über den zweiten Fotze. Weshalb empört sich der Mann nicht in erster Line über diese Art der Verletzung der Frauenwürde?

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    1. Womit wir endlich und wirklich beim dringlichsten Thema unserer Zeit angelangt sind.

      Vielen herzlichen Dank für diesen Hinweis:

      «Unter Strafgefangenen dient der Begriff als Beleidigung für einen besonders effeminierten oder verweichlichten Mitgefangenen» (übrigens schreibt man ihn unter uns Harten richtig mit «V»).

      Also, bis zum nächsten Erguss.

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
  3. „Zionfotze“ als Antwort auf ein Selfie mit Strassenschild vom Boulevard des Baron Rothschild und Grüssen aus Israel ist zweifellos als Beleidigung gemeint. Stellt sich hier einfach die Frage, weshalb sich der Schreiber mehr über den ersten Wortteil Zion aufregt, als über den zweiten Fotze. Weshalb empört sich der Mann nicht in erster Line über diese Art der Verletzung der Frauenwürde?

    Danke Empfehlen (1 ) Antworten
    1. OK, der Beitrag stammt nicht von mir. Er wurde von meinem Account abgeschickt. Ich kann mich seinem Inhalt aber anschliessen, denn er beleuchtet einen Aspekt aus Frauensicht, der mir (aus Männersicht?) nicht sogleich aufgefallen ist.

      Danke Empfehlen (1 ) Antworten
  4. Wer viel weiss, der weiss dass er nichts weiss. Wer nichts weiss, glaubt, viel zu wissen, wenn er „gut und böse“ voneinander unterscheidet. Das ist seine „göttliche Erhabenheit“ über Andere.
    Es gibt übrigens auch „Protokolle der Warmen von Schwulon“. (Irgendwo in den USA)
    Schon Hans Mayer hat sein Essay-Buch „Aussenseiter“ über Juden, Frauen und Schwule geschrieben. Wenn es die drei Menschengruppen nicht gäbe, sässen wir immer noch auf den Bäumen, wie schon Erich Kästner meinte.
    Araber gehören übrigens auch zu den semitischen Ethnien. Sie haben leider irgendwann aufgehört, der Menschheit grosse Erkenntnisse zu bringen wie Juden und Schwule und sollten sich wieder darauf besinnen, statt sich ewig im Kreise zu drehen…

    Danke Empfehlen (1 ) Antworten
    1. @ Schwulenaktivist:
      Also ohne Frauen wär die Menschheit irgendwann bald wichsend tot vom Baum gefallen. Das hätte keine Nachkommen ergeben.

      Danke Empfehlen (1 ) Antworten
  5. Es hat einfach ein Gschmäckle, wenn es dem Autor bei diesem Thema mehr um den Absender als um den Adressat zu gehen scheint. Er riskiert damit, die Ressentiments, die er zu bekämpfen meint, noch zu bestärken. Man klärt bekanntlich nicht auf, indem man zum Chor predigt. Möge er sich künftig bei einem guten Joint entspannen, ehe er zu schreiben beginnt.

    Danke Empfehlen (4 ) Antworten
  6. Antisemitismus lebt. Es gibt in Basel eine Politikerin welche ganz offen ihr eigenes Unwissen und ihre eigenen Vorurteile verpackt in BDS-Philosophie propagiert. Ich erlebe sie über die Medien und auch einmal persönlich und bin entsetzt über ihren beschränkten Horizont und die Meinungsbildung frei von jeglicher Faktenlage. In Israel leben Juden, Christen, Muslime, Drusen, Tscherkessen, Berber und viele andere mehr problemlos und friedlich zusammen. Alle geniessen die selben rechte. Das selbe gilt auch für Frauen und Schwule. Nirgends im Nahen Osten gibt es den selben Raum an Meinungs- und Lebensfreiheiten. Schon allein die Annährung Israels an das südafrikanische Apartheid-System ist ein Schlag ins Gesicht all derer, welche damals unter diesem System leiden mussten. Ich bin nicht bereit einen Millimeter an die neo-Antisemiten aus dem muslimischen Lager abzugeben. Hier Schweiz.

    Danke Empfehlen (2 ) Antworten
    1. Ignoranz vom Feinsten! In Israel lebt eben keiner problemlos neben dem anderen, nicht mal unter der jüdischen Bevölkerung. Mitnichten gleiche Rechte für alle! 2011 Rothschild Boulevard? Israel ist der neo-liberale Staat par excellence. Gemäss der allgemein akzeptierten Definition von Apartheid erfüllt Israel auch dessen Bedingungen bestens. Na sehen Sie: Man sollte eben die Details kennen statt Propagandageschwätz trällern.

      Danke Empfehlen (4 ) Antworten
    2. Es sind Sie – und Heidi Mück und ihre Adlaten – welche hier Propagandageschwätz verbreiten. Ein Besuch in Israel und vor allen in Israels Nachbarstaaten würde ihr Lügengebilde entblössen.

      Danke Empfehlen (1 ) Antworten
    3. Ihre einfach gehaltenen Argumente können Adlaten wie mich halt nicht überzeugen. Ich war eben dort und gehe bald wieder. Saudumm! Aber das mit Lügengebilden müssen Sie nochmals überdenken. Denn wie kommt es, dass selbst Ministerpräsidenten wie Ben Gurion oder Ehud Barak vor dem warnten, was gerade da passiert? Oder bin ich wohl deren Lügen aufgesessen? Gott bewahre!

      Danke Empfehlen (4 ) Antworten
  7. Huch! wie witzig und raffiniert.
    Knackeboul bereist den beinahe-Apartheids-Staat, macht ein Föteli (Selfie?) am Rothschild-Boulevard und hofft auf möglichst derbe Kommentare, um mal wieder kräftig mit der Nazi-Keule um sich schlagen zu dürfen?

    Falls es hier Juristen gibt, ich hätte da eine Frage. Erfüllt die Bezeichnung „kleine Zionfotze“ den Tabestand Antisemtismus?
    (Ich hoffe nicht, auch wenn die Bezeichnung nicht von mir stammt, und ich sie sicher nicht benutzen würde.)

    Und an Knackeboul: Halten Sie eine kritische Haltung gegenüber dem Staat Israel, eine tiefe Abscheu gegenüber der Bank Rothschild oder eine negative Haltung gegenüber dem Zionismus als Judenhetze?
    Das würde mich wirklich sehr interessieren. Ich habe den Eindruck, dass Sie hier ganz bewusst ein paar Dinge vermischen, um eben … ähm, vgl. oben.

    P.S. Wer das Reisli bezahlt hat, das will ich jetzt gar nicht wissen.

    Danke Empfehlen (8 ) Antworten
    1. @ Beobachter24:
      Was sollen diese intelligenzbegrenzten Fragen?
      – Israel kam als Idee auf nach vielen letalen antisemitischen Kampagnen, auch in Basel, wo Juden massenhaft umgebracht wurden, …weil sie Juden waren. Jeder Schweizer hat so einen nutzlosen Bunker im Keller, mit dicker Tür, wohl fast aus analogem Grund: Gibt das Gefühl von Sicherheit.
      – Rothschild? Juden durften lange Zeit nichts anderes machen als Handel und Geldhandel. Mit der Zeit lernt man halt.
      Ach, unsere UBS, CS und auch andere Banken sind nichts sauberer.
      Nicht nur blaue Autos können einen überfahren.
      Auch durften sie oft in Ghettos leben.
      – Ein Basler in Kleinbasel muss, wird anders leben als ein Basler auf dem Bruderholz. Andere Nachbarn, andere Freunde, anderes Umfeld, andere Schulen für die Kinder. Israel liegt halt nicht „auf dem Bruderholz“. Man wollte die Bewohner schon „Dauerbaden schicken“ im Mittelmeer. Da muss man sich irgendwann mal verteidigen, wenn einem die Nachbarn ständig Zeugs in den Garten schiessen oder werfen oder nebenan an hochletalen Dingen basteln.
      Die Basler wären vermutlich auch nicht mehr ruhig, wenn sie wüssten, dass die Aargauer an einer Atombombe für sie basteln würden.

      Und in Quintessenz ist Israel tatsächlich das Resultat eines europäischen Dauerantisemitismus auch letaler Art.
      – Schweizer Problem? Ja, Damals, in der Konferenz von Evian, als die Judenfrage europäisch diskutiert wurde, war auch ein Herr Rothmund aus der Schweiz zugegen. Auch er hielt sich elegant zurück, als es um die Frage ging, wohin man die Juden evakuieren könnte, da Hitler sie ja nicht wollte.

      Danke Empfehlen (1 ) Antworten
  8. Geltungsdrang birgt halt, wie sich hier mal wieder zeigt, die Gefahr in sich, in eine Propagandakampagne hineingezogen zu werden. Dass es im sogenannten Cyberspace Idioten gibt, Provokateure und auch Agenten die gezielt Stimmung erzeugen wollen, ist wahrlich keine Primeur. Die Frage ist nur, ob man Ausflüsse von Dummheit und Aversion in ihrer Bedeutung aufblasen will um, gegen einen vermeintlichen politischen Gegner, seinerseits Stimmung zu machen, wie unser Protagonist es tut. Nach seiner wohl berechtigten Tirade gegen facebookende Arschlöcher kommt Knackeboul zum Punkt, den er wohl schon zu Beginn im Kopf hatte, die Kampagne Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS). Diese stört ihn und ebenso stört sie die Israelische Regierung. Er findet „die Behandlung der Palästinenser ungerecht“ und meint damit wohl, die Einkerkerung der nocht nicht aus Palästina vertriebenen Ansässigen in ummauerte Gettos und die Diskriminierung der in Israel verbliebenen palästinensischen Minderheit. Hätte sich unser Rapper mit den, im Unterschied zu seinen Behauptungen dokumentierten Tatsachen zur BDS-Kampagne befasst, so könnte er zu solch unsinnigen Schlüssen wie er sie draus zieht niemals gekommen sein. Die BDS-Kampagne ist eine Initiative der palästinensischen Zivilgesellschaft, bestehend aus über 170 Gruppierungen (Gewerkschaften, Menschenrechtsgruppen, Komitees in Flüchtlingslagern, Studentenorganisationen, NGO’s etc.) die sich nichts anderes wünschen als einen gerechten Frieden in ihrer Heimat. Zu diesem Zweck haben diese vor Jahren einen klar auf Gewalt verzichtenden Aufruf lanciert, mit der Aufforderung Profiteure der israelischen Besatzungspolitik zu boykottieren, dazu gehören: Firmen die auf enteignetem Land Lebensmittel produzieren; Investitionen beispielsweise in die israelische Waffenindustrie zurückzuziehen und Menschen- sowie Völkerrechtsverstösse Israels genauso zu sanktionieren, wie das anderen Regimes gegenüber auch geschieht. Zu BDS könnte sich Herr Knackeboul auch bei jüdischer Quelle informieren, zum Beispiel bei Jewish Voice for Peace: https://jewishvoiceforpeace.org/

    Danke Empfehlen (7 ) Antworten
    1. Ihrem Beitrag kann ich nur beipflichten, da er ist um Welten differenzierter argumentiert als obiger Propagandabeitrag. Schon mal der Verzicht auf Gewalt ist positiv zu bewerten. Dass dies von israelischer Seite übersehen wird, hat System. Der sich selbst als Demokratie bezeichnende Staat verbietet anderen diese demokratische Meinungsäusserung. Interessant! Darum die Gegenfrage: Ist denn Israel eine Demokratie? Wenn ein Staat nur einer Gruppe seiner Bürger die vollumfänglichen Bürgerrechte zugesteht, einer weiteren nur eingeschränkte und der Bevölkerung in den besetzten Gebieten fast keine, dann wird es schwierig, den Etikettenschwindel „einzige Demokratie im Nahen Osten“ nicht als freche Propaganda zu bezeichnen. Zur Erinnerung: eine Demokratie sollte alle Menschen mit GLEICHEN Bürgerrechten ausstatten, nicht nur einer privilegierte Gruppe, wie aktuell den Juden. Es ist darum bezeichnend, dass Israel so enorme Summen Geld in den „Brand Israel“ steckt, um von den gravierenden Problemen abzulenken. Das Bild dieses problembehafteten Landes soll positiv dargestellt werden. Auch darum hat es Tradition, öffentliche Figuren nach Israel einzuladen. Oft haben die dann etwas geschrieben, das eine sogenannte Normalität abbilden sollte. Ein Selfie?

      Danke Empfehlen (5 ) Antworten
    2. Die Autoren hier erzürnen sich über die Politik eines demokratischen Staates in dem es zu ganz fürchterlichen Diskriminierungen kommt, als folge einer Politik die das eigene Volk zu schützen versucht. Sie schlagen also vor das eigene Volk nicht mehr zu schützen und einen zweiten Selbst-Holocaust zu initiieren, denn die Diskriminierung in Israel ist ganz, ganz fürchterlich. Natürlich würde eine arabische Mehrheit in Israel die jüdische Minderheit viel weniger Diskriminieren, so wie es in den arabischen Ländern kaum Diskriminierung gibt, und alle Menschen Kumbaya singend sich umarmen und fröhlich sind, dass sogar dem Lila-Launebär die Tränlein kommen.

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    3. Die stellvertretende Aussenministerin Tzipi Hotovely sagte kürzlich, der Zionismus stehe über den Menschrechten. Ihre Behauptung, dass ein Selbst-Holocaust (???) drohe, würde man sich zu den Menschrechten bekennen, haut in die gleiche Kerbe und sagt versteckt das Unsägliche, dass also Moslems und Christen den Juden nur Böses wollen. Erkennen Sie Ihre Denke? Die Kausalitäten, warum Kriege da stattfanden, sollten Sie auch überdenken. Die nötige Versöhnung wird eben auch im Wiederholen dummer Stereotypen verhindert, was aber durchaus im Sinn vieler ist, denen der Krieg leider lieber ist als der Frieden.

      Danke Empfehlen (4 ) Antworten
  9. Guter Artikel. Antisemitismus ist für mich das dumbste aller Ressentiments. Jordan Peterson erklärt es in einem seiner Videos; Askenasi Juden haben einen IQ von durchschnittlich 15 Punkte höher als die westliche Bevölkerung. Es folgen automatisch höherer akademischer und beruflicher Erfolg, und über 20 % aller Nobelpreise bei 2 Promille an der Weltbevölkerung. Nix Illuminate Müll.

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    1. Die arische Herrenrasse hatte sich vor etwa 80 Jahren auch für intelligenter und besser gehalten … Intelligenz hat auch nichts mit akademischer Bildung zu tun, denn nicht jeder Akademiker ist intelligenter als dein Nicht-Akademiker. Der einzige Unterschied ist er hat seine Ausbildung vorangetrieben und mit einem akademischen Titel abgeschlossen.

      Danke Empfehlen (2 ) Antworten
    2. Das habe ich auch gar nie behauptet Herr Meier. Aber sagen wir es so, Intelligenz ist sicher von Vorteil um einen Nobelpreis zu gewinnen.

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    3. «Intelligenz» ist leider nur angeborene «Prozessorgeschwindigkeit» und kann nicht weitervererbt werden.

      Wenn Sie mit «Intelligenz» allerdings «Wissen» (oder «Know-How» meinen, dann kann es wirklich von Vorteil sein, in eine Familie mit höherem gesellschaftlichen Status hineingeboren zu sein.

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    4. „Körpergrösse“ ist leider nur angeborene „Grösse des Körpers“ und kann nicht vererbt werden. Woher kommen sie auf so einen Non-sense? Alles Physiologische kann vererbt werden, wobei es eine gewisse Variarion gibt, nur schon aus statistischen Gründen. Grosse Eltern gebähren tendenziell kleinere Kinder als sie selbst, dennoch ist die Wahrscheinlichkeit grosser Eltern ein grosse Kind zu gebähren höher als im Vergleich zu den kleinen Eltern.

      Danke Empfehlen (1 ) Antworten
    5. Intelligenzbegrenzung kann aber gesellschaftlich gefördert werden: Dauerstress, Angstmacherei in der Bevölkerung, Diktaturen, Polizeistaat sind gute Mittel, die Menschen in Angst zu halten, ergo Dauerstress und sogar die schwangeren Mütter werden ihre Stresshormone ihrem Embryo vermachen. Das Stresshormon Cortison kappt im Kopf die Nervenenden, bei längerer Dauer mit katastrophalen Folgen und Langzeitschäden (zum Beispiel: Chronifizierung von psychischen Krankheiten).
      Eine gut strukturierte Hochzivilitsation, in der es gestattet ist, in Ruhe zu leben, ist demnach intelligenzerhaltend.

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
Alle Kommentare anzeigen (33)

Nächster Artikel