Lehrer wehren sich gegen Video-Tests

Lehrer in Ausbildung erhalten ihre Abschlussnote aufgrund eines Videos. Die Schulsynode kritisiert diese Praxis.

Die angehenden Lehrer müssen eine Schulstunde filmen, die danach benotet wird. (Bild: Nils Fisch)

Angehende Lehrerinnen und Lehrer müssen in ihrer Ausbildung ein Praktikum machen, das von Experten der Pädagogischen Hochschule (PH) benotet wird. Neu setzen sich die Experten dafür nicht mehr ins Schulzimmer, sondern bewerten die Schulstunde aufgrund eines Videos, das die Lehrpersonen mit ihrem Handy im Klassenzimmer aufnehmen. Das berichtet das «Regionaljournal Basel Baselland».

Gegen diese Praxis wehrt sich die freiwillige Schulsynode, die Vertretung der Basler Lehrpersonen. Jean-Michel Héritier von der Schulsynode sagt gegenüber dem Radio: «Gerade die Softskills, also zum Beispiel die Beziehung zwischen angehender Lehrperson und Schulklasse, sind im Bild schwer festzuhalten.»

Auch Schulhäuser wehren sich

Sebastian Jünger von der PH meint, das Expertenteam wisse genau, worauf es achten muss. Die Experten der PH seien zu einem früheren Zeitpunkt der Ausbildung im Unterricht anwesend. Nur für die Abschlussnote des Praktikums würden die Experten den Schulzimmern fernbleiben.

Laut «Regionaljournal» wehren sich auch die Schulhäuser gegen diese Praxis. Mindestens ein Gymnasium habe die Zusammenarbeit mit der PH «auf Eis gelegt».

Regionaljournal Basel Baselland: «Kritik an neuer Benotungsmethode der Pädagogischen Hochschule»

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