Männer, warum nehmt ihr euren Frauen den Nachnamen weg?

Das neue Namensrecht ist klar: Im Normalfall behalten Partnerin und Partner ihre Namen. Die Realität ist eine andere: Die meisten Frauen nehmen nach wie vor den Namen ihres Mannes an. Wieso denn bloss?

Und alles nur, oooh, weil ich dich liebe. (Bild: © trigon-film.org/Montage: Hans-Jörg Walter)

Letzte Woche habe ich geheiratet (Gratulationen bitte unten in die Kommentarspalte, danke).

Nun höre ich ständig die Frage: «Wie heisst du jetzt?» Was bitte soll das heissen, wie ich jetzt heissen soll?

Die Schweiz hat seit vier Jahren ein neues Namensrecht, im Zivilgesetzbuch steht: «Jeder Ehegatte behält seinen Namen.» Mit Ehegatte ist hier auch die Gattin gemeint. Im Normalfall behält also jeder und jede in der Ehe den bisherigen Nachnamen.

What?

So normal ist das aber gar nicht. Denn trotz neuem Namensrecht nehmen die meisten Frauen den Namen ihres Mannes an, sogar im fortschrittlichen Basel. Das zeigen die Zahlen des Statistischen Amts. Im Jahr 2015 nahmen 516 Baslerinnen den Namen ihres Mannes an, das sind 61 Prozent aller neu verheirateten Frauen. Ein gutes Drittel, insgesamt 280 Frauen, behielt den eigenen.

Da muss ich die Rumpelwichte aus «Ronja Räubertochter» zitieren und fragen:

Die Antwort ist simpel: Weil die Männer sich weigern, den Namen der Frau anzunehmen, das ergab ein Blick in meinen Bekanntenkreis. Nein, mein Bekanntenkreis ist natürlich keine anständige Stichprobe, ich lebe in einer Bubble aus Journalisten, Grafikern, Ärzten, Historikern und Juristen. Mehrere davon sagten mir: «Ich könnte nie den Namen meiner Frau annehmen.» Wieso können sie nicht sagen: «Es wäre einfach komisch.»

Er will seinen Namen weitergeben

So geht es den meisten Männern in Basel. Nur 12 Männer nahmen im Jahr 2015 den Namen ihrer Frau an, 814 behielten ihren eigenen. In Prozentzahlen: 96 Prozent der Männer behielten ihren Namen und nur 1 Prozent nahm den Namen der Frau an. (3 Prozent haben entweder ausländisches Namensrecht befolgt oder ihre Entscheidung ist nicht bekannt.)

«Das ist doch nur liberal!», mögen Sie jetzt einwenden.

Und natürlich haben Sie recht, wie so oft, lieber Leser, liebe Leserin. Es ist kein Verbrechen, wenn Mann seinen Namen behalten will. Solange er dasselbe Recht seiner Frau zugesteht. Ich kenne gleich zwei Männer, die das nicht taten. Sie machten ihren Frauen Szenen, nächtelang, bis diese sich geschlagen gaben und zur Trennung vom eigenen Namen bereit zeigten.

Die Begründung der Männer: «Ich möchte meinen Namen weitergeben.» Und ihre Frauen sagten dazu: «Es ist ja eigentlich noch schön, wenn wir alle gleich heissen und nach aussen als Familie erkennbar sind. Und mein Name ist mir halt weniger wichtig als ihm seiner.»

Und ich muss wieder fragen:

Unter dem Strich ist es also wichtiger, dass alle gleich heissen, als dass alle Wünsche respektiert werden. Und der Wunsch des Mannes ist wichtiger als der Wunsch der Frau.

Ich weiss, ich weiss, es ist nicht bei allen Paaren so. Zwei gute Freundinnen haben schon immer und vollkommen freiwillig erklärt, sie würden ihren Namen wechseln. Sie definieren sich mehr über ihre Zugehörigkeit zur Gesamtfamilie als über ihre Individualität. «Weil es schön ist und romantisch.»

Auch das ist nur liberal!

Natürlich ist es das. Und es hat bestimmt auch etwas mit der Art und Weise zu tun, wie man Liebe definiert: mehr so als süsses Verschmelzen unter dem Sternenhimmel mit Hintergrundstreichern oder mehr als pragmatische Partnerschaft mit Fussmassage vor dem Fernseher. Oder ist eine der wichtigsten Fragen einer Beziehung nicht: Wie sehr bin ich ich und wie sehr sind wir wir?

Und wenn sie nicht gestorben sind…

Schauen wir mal in die Literatur. Dort wissen grandiose Dramen wie Vampirschnulzen gleichermassen: Wenn die ganz grosse Liebe kommt, brauchts Verschmelzung – und die ist nur im Jenseits möglich. In «Romeo und Julia» finden die Liebenden Erfüllung im Tod, in der Vampirschnulze «Twilight» in der Unsterblichkeit.

Drücken Frauen im Namenswechsel vielleicht eine Sehnsucht nach der Art von Liebe aus, in der man verschmilzt – oder verschwindet?

Weil verschwinden, das tun sie. Der Philosoph Ludwig Wittgenstein sagte:

«Die Existenz eines Gegenstands geht daraus hervor, dass sein Name in der Sprache gebraucht wird.»

Wenn wir das nun auf den Menschen umlegen: Wo bleibt denn die Frau, wenn ihr Name nicht mehr gebraucht wird? Existiert sie überhaupt?

Klar, sie lebt noch. Aber so richtig als eigenständige Person? Wenn Frau Burckhardt nämlich plötzlich Frau Sarasin heisst, dann ist sie jetzt eigentlich: die Frau von Herrn Sarasin. Frau Burckhardt, die Frau, die sie vor der Ehe war, gibt es nicht mehr. Zumindest auf Papier gibt es sie nicht mehr, in der ID nicht, auf dem Türschild nicht, auf den Visitenkarten ihres Betriebes nicht.

Ein Denkmal für Herrn Sarasin

Herr Sarasin dagegen gibt nichts auf, er bleibt, was er war, er gewinnt sogar etwas dazu: Indem er Frau und Kindern seinen Namen gibt, baut er sich lebendige Denkmäler. Jedesmal, wenn man «Frau Sarasin» sagt, denkt man ihren Mann implizit mit, erweist man ihm Reverenz. Bei seinen Kindern ebenso. Den Frauen dagegen erweist niemand Reverenz, dafür gibts den Muttertag. Wieder so ein romantischer Anlass mit Blumen und Streichern, über dem glatt vergessen geht, dass es nicht nur um Liebe geht, sondern auch um Macht.

Ja, um Macht. Sonst würde der Namenswechsel nicht immer nur in eine Richtung – in die der Frauen – passieren. Oder? Sonst hätten die Männer auch nicht so grosse Widerstände, den Namen der Frau anzunehmen. Klar, das zu vergessen ist leicht, weil es schon immer so war, weil Herr Sarasin schon immer Herr Sarasin war.

Es ist übrigens – und das ist auch ein deutliches Indiz – noch niemand auf die Idee gekommen, meinen Mann zu fragen, ob er jetzt Fopp heisst.

Alle happy, trallala

Das mag jetzt etwas übertrieben klingen. Deshalb noch ein Beispiel, dass Macht und Namen zusammenhängen. Vorsicht, es ist ein drastisches: In der amerikanischen Sklaverei haben Sklavenbesitzer erworbenen Sklaven jeweils einen neuen Namen gegeben, um zu zeigen: Du gehörst mir.

Nein, ich will hier auf keinen Fall Ehe und Slaverei vergleichen. Frau Sarasin kann mit neuem Namen weiterhin Regierungsrätin werden oder Verwaltungsratspräsidentin, sie kann abstimmen und Herr Sarasin hat keine Peitsche. Die Frau gehört sich selber, dafür sorgt das Eherecht seit den 80er-Jahren.

Und vielleicht ist die Frau als Frau Sarasin sogar glücklicher, weil sie sich als Teil eines Ganzen sieht. Das hat ja auch was, das ist etwas wert in unserer individualistischen, egoistischen Gesellschaft. Deshalb: Tut, was euch glücklich macht.

Denkt auch mal an mich!

Wobei, nein, eigentlich nicht: Es geht mir auf den Keks, dass ich ständig nach meinem vermeintlich neuen Namen gefragt werde. Wenn andere Frauen ein Stück Macht abgeben, erwartet die Gesellschaft von mir dasselbe. Deshalb: Frauen, behaltet eure Namen. Ihr seid doch nicht nur die Frau von! Und Männer, entspannt euch mal ein bisschen und verstreut euren Namen nicht wie Journalistinnen ihre Weisheiten.

So, und weil Romantik so schön ist, hier eine Zusammenstellung aller «Twilight-Trailer», kitschgeladen und machttriefend, bittescheen:

Konversation

  1. Ich fine der Mann hat das Recht der Frau und seinen Kindern seinen Namen zu geben, schliesslich ist er ja dafür verantwortlich und zahlt danach auf jeden Fall sein Leben lang. Dafür darf er doch wohl auf seinem Namen bestehen.

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    1. Ich weiss natürlich nicht, wie das bei Ihnen ist, Herr Meier. Aber ich zahle meinen Lebensunterhalt selber und den des Kindes teilen wir uns.

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  2. Liebe Leserinnen und Leser, Ihnen allen ganz herzlichen Dank für die Einschätzungen, Einblicke in Ihre eigene Namenswahl und ihre kontroversen Standpunkte. Und natürlich besonderen Dank für die Gratulationen!

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    1. Das können die Eltern entscheiden. Regel: Alle Kinder tragen denselben Namen. Im Streitfall, wenn sich die Eltern nicht einigen, kriegen die Kinder den Namen der Mutter.

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    2. „Im Streitfall, wenn sich die Eltern nicht einigen, kriegen die Kinder den Namen der Mutter.“ Das ist doch geschlechterdiskriminierend, damit wird der Mann doch gegenüber der Frau benachteiligt. Sie muss sich nur weigern und schon bekommen die Kinder den Namen der Mutter. Wäre das nicht ein Fall für das Gleichstellungsbüro?

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    1. ok gebären
      und was ist vorher mit der Schwangerschaft
      und nachher mit der Stillzeit.
      Gebären ist zwar am anstrengendsten, geht aber am Schnellsten von allen drei.

      Ich habe mal irgendwo gelesen, dass wenn die Männer, anstelle der Frauen, verantwortlich wären, die Kinder auszutragen, wäre die Menschheit schon lange ausgestorben.
      Ist da was dran?
      Vielleicht haben sich die Männer inzwischen auch so verändert, dass das kein Problem wäre.

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  3. Gratulation zur Heirat und zur Behaltung des Namens. Sie haben sicher auch Gütertrennung oder? Alles andere wäre inkonsequent. Warum dann heiraten?

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  4. @Andrea Fopp
    Was sind Namen anderes als „Schall und Rauch“ – sie kommen und gehen.

    Zu Namen gibt es viel zu sagen:

    Vom Ursprung her waren fast alle Menschen in patriarchalen Strukturen. Es gibt nur wenige matriarchale Gesellschaften.

    Mit den neuen vielen Möglichkeiten der Namensgebung bei Heiraten, werden es Genealogen in Zukunft schwerer haben Stammbäume zu erstellen.

    Ihren Nachnamen bekommen alle Menschen durch das Hineingeborenwerden in eine Familie und/oder durch Schwangerschaft und Geburt einer Frau.
    Den Vornamen bekommt ein Kind von den Eltern, den sie für das Neugeborene auswählen.
    Also, wie weit gehört „mein“ Name nun wirklich zu mir. Eigentlich ist der eine durch Hineingeborenwerden entstanden, der andere durch Namensgebung von aussen……

    In alten Kulturen gab es etwas, was Ihnen sicher gefallen würde. Da gab es für jede/n Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenwerden ein „Initiierungsritual“. Damit bekam der/die zu Initiierende seinen eigentlichen eigenen Namen.

    Nun zu mir:

    Ich lebe ja schon ziemlich lange. Für mich war das bei der Heirat so. Weg von meinen Herkunftsstrukturen. Also Ablegen meines Herkunftsnamens und Annehmen des neuen Namens für die Zukunft die folgt.

    Als ich mich scheiden liess, sollte ich wieder zum „Mädchennamen“ wechseln. Nun hatte ich da eine Hintertüre. Wenn man noch kleine Kinder hatte, durfte man den Namen des Mannes behalten, damit man gleich hiess wie die Kinder. Davon machte ich gerne Gebrauch. Aber nicht nur, dass ich gleich hiess wie die Kinder. Sondern in erster Linie war der Grund, dass die Wiederannahme des Mädchennamens für mich ein Rückschritt bedeutet hätte und ich wollte vorwärts.

    Das grösste Highlight war für mich, die eigene Wahl meines Namens. Da kam mir die moderne Welt mit dem Internet entgegen. Endlich konnte ich mir meinen eigenen Namen geben. „Maya Eldorado“ – das hat einen grossen Bezug zu den Indianern Südamerikas, der alten Hochkultur. Mein Herkunftsname ist lediglich ein Konstrukt, um mich festhalten zu können.

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  5. Ich bin jetzt bewusst ein bisschen böse, aber sorry es tut mir leid. Jede Frau die ihren Namen abgibt ist selber schuld.
    Wenn ich lese dass der Mann 2 Tage auf sie eingeredet hat und sie dann nachgegeben hat, streuben sich bei mir die Haare. Bitte erklären sie mir das nicht mit Liebe, das ist weit davon entfernt und eigentlich genau das Gegenteil..
    Die erste Erpressung findet schon vor der Hochzeit statt.
    Frauen bitte, steht euren Mann…

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    1. Jö, so herzig, Roland Stucki. Manche Frauen ändern noch so gerne ihren Namen. ZB von Vavrinec auf Federer…

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  6. Dass das 2017 immer noch ein Thema ist, sagt eigentlich schon alles (und zeigt, wie „modern“ unsere Gesellschaft ist.
    Ich habe 1987 geheiratet und am 2.1.88 als eine der ersten das damals neu eingeführte Namensrecht in Anspruch genommen (Geburtsname plus Männername ohne Bindestrich). Leider war damals der Familienname (und damit der Name der Kinder) der Männername. Und auch in Basler Amtsstellen blieb der Mann noch lange nach Einführung des neuen Rechtes „Familienoberhaupt“ ( und computertechnisch war der anderslautende Frauenname im System nicht eintragbar).
    Ich heisse, wie ich geboren bin, und habe nie verstanden, warum ich das hätte ändern sollen. Für mich ist mein Name Teil meiner Identität. Bei mehrfach geschiedenen Frauen mit angenommenen Männernamen und Kindern aus 1. oder 2. Ehe, gibt es auch eine bunte Namensvielfalt. Ob eine Beziehung hält oder nicht, machen wohl andere Kriterien aus als der gemeinsame Name.

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    1. Hi Ute, „Ich heisse, wie ich geboren bin“ ist doch etwas schwach. Du wurdest in eine patriarchale Gesellschaft geboren, wo die Frauenlinien jahrhundertelang ausgerottet wurden, wo Männer über die Vornamen ihrer Töchter entschieden, wo Frauen gedemütigt und geschlagen wurden. Daran festzuhalten ist doch schon sehr konservativ. Wirklich progressiv wäre es, sich einen eigenen Namen zu wählen, oder noch besser: diesen maskulinen Benennungswahnsinn gleich ganz zu überwinden.

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  7. Klassischer Fall von Hypergamie…

    Frau kann natürlich fragen: „Männer, warum nehmt Ihr Euren Frauen den Nachnamen weg?“

    Frau könnte aber auch fragen: „Frauen, warum gebt ihr Euren Nachnamen weg?“

    Mit dem Aussterben der Zwangsheiraten in der westeuropäischen Kultur sind die Bedingungen für den Eintritt in den Ehestand die Vereinbarungen zweier völlig gleichberechtigter Menschen. Damit wäre die Annahme, einer von beiden würde sich dem anderen gegenüber durchsetzen, grundfalsch. Denn zu diesem Zeitpunkt einer Beziehung sich schon mit „Durchsetzungsfragen“ zu beschäftigen, würde das Ende der Beziehung bedeuten, bevor diese Beziehung bereits richtig begonnen hat.

    Bleibt also noch die Frage, warum die gleichberechtigte Vereinbarung dazu führt, warum die zukünftige Ehefrau ihren Nachnamen „weg gibt“.

    Frauen, die ihrem Umfeld beweisen wollen, bei ihrer Partnerauslese einen „starken“ Partner gefunden zu haben, zeigen dies auch mit einen Partner, der u.a. seine „Stärke“ darin bestätigt, dass er an „seinem“ Nachnamen festhält…

    Paradoxon am Rande: Mit der freien Namenswahl ist dieses Kriterium für einen „starken Partner“ noch wichtiger geworden als je zuvor…

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    1. Das, geschätzter Herr Bauer, dünkt mich eine ziemlich abenteuerliche These. Wenn ein Mann, um seine Stärke zu beweisen, seiner Frau seinen Namen geben muss und umgekehrt, na dann steht es wohl nicht so gut um das Selbstbewusstsein von Männlein und Fraulein.

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  8. Viel schlimmer find‘ ich, dass man zumindestens früher seinen heimatort als Frau und denjenigen des Mannes annehmen musste.

    So wurde je nach dem aus einer Frau Sarasin, heimatberechtigt in Basel, eine Frau Weibel, heimatberechtigt neu in Reigoldswil. Und damit wurde sie ihrer Möglichkeit beraubt, in Basel bei der Bürgergemeinde mitzumachen respektive musste diese dann verlassen. Das finde ich, ist viel einschneidender.

    Da wurde die gesamte, alte idendität gelöscht.

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    1. Der erste Satz macht null Sinn. Korrektur: Viel schlimmer find‘ ich, dass man zumindestens früher seinen Heimatort als Frau abegeben und denjenigen des Mannes annehmen musste.

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    2. Die ganze Sache mit dem Heimatort ist überholt, ergibt in der heutigen Zeit keinen Sinn mehr und gehört abgeschafft.

      (schreibt ein Mann, der den Heimatort von der Ehefrau geerbt hat)

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  9. Volltreffer!
    Von wegen „Weitergeben des Namens“: Ist es noch immer so, dass Kinder, die „dieser Ehe entspringen“ den „Familiennamen“ des Vaters bekommen, egal welchen Nachnamen die Frau trägt und nur, wenn die Eltern bei der Geburt nicht verheiratet waren, den Namen der Mutter?

    Wobei schon der gängige Begriff „Familienname“ ja alles sagt…

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    1. Ich meinte nach dem neuen Gesetz ist es so: Wenn sich das Ehepaar nicht einig ist, welchen Namen das Kind tragen wird, so bekommt es den Namen der Mutter.

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  10. Liebe Frau Fopp, Gratulation und viel Glück zur Hochzeit. 🙂
    Das mit den Namen habe ich auch nie nachvollziehen können. Einer meiner Brüder hat den Namen seiner Frau angenommen. Unser Vater hat das irgendwie nie verkraftet, für ihn war es ein Verrat an der Familie. Hätte ich geheiratet und den Namen meines Mannes angenommen, so wäre das ganz normal und akzeptabel gewesen.
    Aber das war auch eine andere Generation. Dass es heute, trotz neuem Namensrecht, noch immer die Regel ist, dass die Frauen ihren Namen aufgeben, ist schon irritierend.
    Ich denke, das hat auch einen Grund in der Art, wie in der Schweiz noch immer Familie gedacht und gelebt wird. Nämlich als eine Art Burg mit festen Mauern nach aussen, in die man sich im Notfall zurückziehen kann und nicht, wie in anderen Kulturen, als Teil eines relativ locker geknüpften sozialen Netzes, bei dem Kontakt, Austausch und Unterstützung nicht so sehr von der direkten Verwandtschaft oder eben dem gleichen Namen abhängen.
    Aber zum Glück beginnt sich das alles langsam zu ändern. Ausserhalb von Krisen kann man mehr Offenheit sehen. Aber achten Sie sich mal, was passiert, wenn es wirklich schwierig wird, wen zB. ein Teenager ausflippt, jemand krank wird oder arbeitslos etc.
    Oder wenn eine Suchtthematik besteht. Dann verschwindet man ganz schnell hinter den Mauern und „löst“ das Problem „in der Familie“.

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