Meinungsbildung ermöglichen – die Rolle der Stiftung für Medienvielfalt

Die Stiftung für Medienvielfalt ist Eigentümerin der TagesWoche. Der Stiftungsrat über seine Arbeit.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

Die Stiftung für Medienvielfalt ist Eigentümerin der TagesWoche. Der Stiftungsrat über seine Arbeit.

Die Stiftung für Medienvielfalt wurde im April 2011 gegründet, als bereits ein Konzept und ein Businessplan für die TagesWoche bestanden. Die Stiftung als Eigentümerin der TagesWoche garantiert einerseits deren Unabhängigkeit und andererseits die Erfüllung des Stiftungsauftrags (als PDF). Die Stiftung ist jedoch nicht nur für die TagesWoche da, sondern fördert und unterstützt Medienprojekte in der ganzen Schweiz. Der Stiftungsrat setzt sich bewusst aus interessierten und engagierten Laien zusammen. Er will ermöglichen und verfolgt keine eigenen Interessen. Im Vordergrund steht die Sicht der Leserschaft. 

Die Stiftung für Medienvielfalt hat der TagesWoche seit Beginn erhebliche Mittel zur Verfügung gestellt und ihr so ermöglicht, erst flügge zu werden und mittlerweile auch den Kinderschuhen zu entwachsen.

Ein verbindlicher Auftrag als wichtiger Schritt

Im Oktober 2014 wurde der Auftrag der Stiftung als Eigentümerin an die Redaktion und die Geschäftsleitung der TagesWoche schriftlich festgehalten. Der Stiftungsauftrag ist nicht verhandelbar und verbindlich für alle, die in irgendeiner Form für die TagesWoche tätig sind. Unter den Stichworten Aufklärung, Empathie, Vertrauen, Wirkungseffizienz, Relevanz und Experimentierfreude wird der Rahmen abgesteckt, dem jeder einzelne Beitrag entsprechen muss.

Innerhalb dieses Rahmens sind die Redaktion und die Geschäftsleitung in der Gestaltung der TagesWoche frei. Die Stiftung legt grossen Wert auf die journalistische Freiheit und die Eigenverantwortung. Zusammen mit dem Stiftungsauftrag bildet dies die Basis für professionelle und anspruchsvolle journalistische Arbeit.

Die TagesWoche hat dank ihres engagierten Teams in den letzten fünf Jahren viel erreicht. Insbesondere ist es ihr gelungen, die Reichweite der Onlineausgabe sukzessive zu erhöhen. In den letzten fünf Jahren gab es aber auch einige Turbulenzen. Doch konnten diese stets gemeistert werden und die TagesWoche ist daran gewachsen. Die Aussichten für die Zukunft sind positiv. Es wird aber eine Herausforderung bleiben, mehr Erträge zu generieren, um finanziell erheblich unabhängiger von der Stiftung zu werden.

Der Stiftungsrat hat sich auch in schwierigen Momenten immer gerne für die TagesWoche eingesetzt. Dazu hat die stets unkomplizierte, offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb des Stiftungsrates wesentlich beigetragen.

Für eine unabhängige Medienstimme

Im Vordergrund aber stand und steht für uns immer, dass die Stiftung einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, dass es in Basel eine journalistisch gut gemachte, unabhängige Medienstimme gibt, die gehört wird und zugleich eine Medienstimme ist, die nicht belehrt, sondern eine eigene Meinungsbildung ermöglichen will. Eine solche Medienstimme ist wichtig für unsere Stadt, für unsere Region und dafür setzen wir uns gerne ein.

Wir freuen uns über den fünften Geburtstag der TagesWoche und auf die kommenden Jahre mit ihr. Die Stiftung für Medienvielfalt wird die TagesWoche auch auf ihrem weiteren Weg engagiert und aufmerksam begleiten.

Was die TagesWoche ist, woher sie kommen und wohin es gehen soll: Alles zum Jubiläum der TagesWoche in der Übersicht.

Konversation

Nächster Artikel