«Mitgliederkarte lohnt sich auch 2013»

Herausgefordert im 2013: Fümoar-Sekretär Thierry Julliard. Das Bundesgericht sprach den Pilot-Beizen 2012 die aufschiebende Wirkung ab, das heisst: Dort dürfte eigentlich nicht mehr geraucht werden. Doch der Raucherlobbyist gibt sich nicht geschlagen.

Thierry Julliard raucht vorerst in Ruhe weiter. (Bild: Nils Fisch)

Herausgefordert im 2013: Thierry Julliard, der Sekretär das Rauchervereins Fümoar. Das Bundesgericht sprach zwei Pilot-Beizen die aufschiebende Wirkung ab, das heisst: Dort dürfte nicht mehr geraucht werden. Doch der Raucherlobbyist gibt sich nicht geschlagen.

Herr Julliard, warum wird in der Basler Disco «Fame» und der Beiz «Zum Schiefen Eck» weitergeraucht, obwohl das Bundesgericht diesen Betrieben im Herbst 2012 die aufschiebende Wirkung abgesprochen hat?
Wir haben ursprünglich gegen eine Verfügung des Arbeitsamtes rekurriert. Dieses verlangt, dass wir den rechtsmässigen Zustand wiederherstellen, also Mitarbeitende entlassen oder das Rauchen unterlassen. Der Haken daran ist, dass das Arbeitsamt eine solche Forderung gar nicht vollstrecken kann.
 
Es wird also weitergeraucht bis das Bundesgericht ein Urteil fällt?
Ja. Und die Tatsache, dass die beiden Beizen bisher nicht verfolgt wurden, gibt uns Recht.

Nach dem Nichtgewähren der aufschiebenden Wirkung sieht es danach aus, als ob das Bundesgericht am Ende aber gegen Fümoar entscheiden wird.
Das darf man nicht so auslegen. Die Entscheidung gegen die aufschiebende Wirkung ist kein Präjudiz. Der Fall selber wird unabhängig davon entschieden.

Wie geht es also weiter?
Wir warten den Entscheid des Bundesgerichts ab.

Wann ist damit zu rechnen?
Das kann ich überhaupt nicht abschätzen.

Lohnt es sich denn überhaupt, eine Fümoar-Karte fürs Jahr 2013 zu kaufen?
Aber sicher!

Was für Konsequenzen hätte ein aus Ihrer Sicht negativer Entscheid?
Es käme zu einem Wirtschafts-Zusammenbruch, gut ein Dutzend Beizen müsste schliessen. Aber das ist den Politikern oft völlig egal.

Das Volk hat in Basel-Stadt für die harte Regelung der Lungenliga abgestimmt.
Ja, doch bei der eidgenössischen Abstimmung vom letzten September sagte die ganze Schweiz mit 67 Prozent und auch Basel mit 58 Prozent Nein zum strengen Gesetz, das in Basel bereits gilt. Das Volk will offensichtlich eine Lockerung des kantonalen Gesetzes.

Dennoch muss damit gerechnet werden, dass das Bundesgericht den Verein Fümoar als illegal erklärt. Werden Sie dann kapitulieren?
Gegenüber den 180 Fümoar-Beizen und den über 180’000 Gästemitgliedern bin ich nicht befugt, den Kampf aufzugeben.

Egal, was kommt – 2013 ist weiterhin mit Thierry Julliard zu rechnen?
Ja, doch nun warten wir zuerst den Bundesgerichtsentscheid ab.

Verein Fümoar

Konversation

  1. hyperventilierend tragen sie hier ihre groessenwahnvorstellungen vor, die immer groteskere zuege annehmen. hitlers propagandaminister gleich, verdrehen und leugnen sie die wahrheit. die erlassenen gesetze zu rauchfreien zonen in der schweiz basieren im uebrigen auf dem boden der demokratie und nicht der diktatur eines III. reiches. zum glueck gibt es engagierte menschen, die ihr eigenes leben, das leben ihrer kinder und auch das ihrer mitmenschen schuetzen wollen. auf der von ihnen betriebenen revisionistischen webseite „sackstark.info“ findet man auch die links zu aehnlichen webseiten, die hier gerne als „beweise“ der raucherlobby fuer ihre behauptungen zitiert werden. ueber kurz oder lang wird es ihnen so gehen wie den uneinsichtigen beizern: wer nicht mit der zeit geht, geht mit der zeit.

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  2. Die Diktatur der Mehrheit

    Trotz aller fragwürdigen Umstände waren es letztlich die Wahlerfolge der NSDAP. die die Grundlage zur Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 waren. Immerhin war er zu diesem Zeitpunkt der Führer der mit Abstand stärksten Partei im Reichstag. (Wikipedia)

    Ihr Zitat ist offensichtlich falsch: »wer nicht mit der zeit geht, geht mit der zeit.«

    Wer nicht mit der Zeit geht, wird Anti – egal gegen was! Wir erleben heute bereits die Dritte Welle seit ca 1900 des analfixierten Puritanismus. Wenn das keine para-religiöse Zwängerei ist, geboren in der Vergangenheit, sollte schleunigst mal mit offenem Geist die Geschichtsbücher lesen, denn wer seine Vergangenheit nicht kennt, repetiert sie.

    Carolus Magnus

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  3. Die Diktatur der Mehrheit

    Trotz aller fragwürdigen Umstände waren es letztlich die Wahlerfolge der NSDAP. die die Grundlage zur Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 waren. Immerhin war er zu diesem Zeitpunkt der Führer der mit Abstand stärksten Partei im Reichstag. (Wikipedia)

    Carolus Magnus

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  4. Die zweite Raucherverfolgung fgand nämlich genau in Nazideutschland unter der Führung von Fritz Lickint, Antialkoholiker und Antiraucher, statt. Er erhielt von Hitler 100.000 Reichsmark, damit dieser seine schwachsinningen Forschungen weiter betreiben konnte und das Wort PASSIVRAUCH kreierte. Man darf heute kaum noch Neger sagen, aber Passivrauch scheint kein Problem zu sein.

    «Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergesslichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwenden, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Worte das Gewollte sich vorzustellen vermag. Sowie man diesen Grundsatz opfert und vielseitig werden will, wird man die Wirkung zum Zerflattern bringen, da die Menge den gebotenen Stoff weder zu verdauen noch zu behalten vermag.» [»Mein Kampf« 1943, 851.-855. Aufl., S. 198]

    Das funktioniert mit allem und jedem!

    Liebe Grüsse
    Carolus Magnus

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  5. danke herr lehrer. manchmal genuegt es, wie in ihrem fall, zwischen den zeilen zu lesen. sie gehoeren offenbar zu der sorte menschen, die geschichtlich wie auch wissenschaftlich bewiesene tatsachen leugnen. sonst wurden sie ja nicht auf die webseite „forcesitaly.org“ verweisen. die schreiben zum beispiel zu thema rauchen folgendes: „la farsa del fumo passivo“ und „antifumo: come papa hitler“. da gibt es aus meiner sicht nichts mehr hinzuzufuegen.

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  6. @Rizzi: Aufmerksam lesen ist offensichtlich nicht Ihre Stärke. Ich habe geschrieben, dass ich in Mailand 3 Speiselokale kenne, welche dem «Chez Donati» das Wasser reichen können. In Mailand gibt es aber mindestens 60 Lokale, in welchen man legal rauchen darf und auch bedient wird. Die Liste habe ich mittels dem Link

    http://www.forcesitaly.org/Locali/visualizza_locali.php?citta=Milano

    als Beweis hier eingestellt. Der Kommentator Thomas Gruber wusste hierzu zu berichten, dass in Italien lediglich 1% der Lokale einen Raucherbereich haben. Ich kann dies nicht überprüfen. Auf Basel-Stadt umgerechnet wären dies 8 Lokale. Also mit 8 Speiselokalen wäre ich rundum zufrieden. 4 im Grossbasel und 4 im Kleinbasel – und die Welt ist für mich wieder in Ordnung 🙂

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  7. warum faehrt der „genussraucher“ in seinem auto auch bei sonnenschein mit eingeschaltetem nebellicht? weil er seine klimaanlage auf „umluft“ eingestellt hat….

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  8. …leib und leben. dafuer sollte man eigentlich den verein anzeigen. apropos rauchen in italien: 3 (drei) beizen in der millionenstadt milano haben sie gefunden, in denen man ungestraft rauchen darf? wow!

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  9. ist gibt wohl nichts einfacheres, als einen verein zu gruenden, der suechtige menschen anlockt. nicht mal eine sekte haette wohl in so kurzer so viele mitglieder wie der verein fuemoar. ich bin auch der meinung, dass herr juillard fuer seine „gaestemitglieder“ verantwortung traegt. aber nicht die, die sie meinen. jeder und jede ist freiwillig mitglied geworden. aber herr juillard und sein verein animiert suechtige ihrer sucht zu froehnen. er gefaehrdet damit leib und
    ebem

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  10. Raucher und Nichtraucher wurden gegeneinander ausgespielt. Das Rezept hat wunderbar funktionniert. Das beiweisen auch die regen Benutzungen von Community-Foren zu diesem Thema.
    Die WHO mit ihren Getreuen erreicht mit diesem Rezept alles, was sie erreichen will.
    Christoph M. Suter hat uns mit seinem Beitrag einen kleinen Geschmack gegeben, womit wir uns in Zukunft noch streiten könnten.
    Raucher sind keine Menschen zweiter Klasse. Sie haben einfach ein Suchtproblem, das in die Nase der Nichtraucher steigt, und nicht als speziell angenehm empfunden wird.
    Uebrigens sind die Menschen in der Mehrheit, die mit irgendeiner Sucht zu kämpfen hat oder schon gar nicht dagegen ankämpft. Deshalb verstehe ich schlecht, dass man, wenn man selbst einer Sucht erlegen ist, die sich gut verbergen lässt, Raucher dermassen bekämpft und marginalisiert.

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