Novartis-Mitarbeiter protestieren gegen Entlassungen

Novartis kündigte den Abbau von rund 500 Stellen an. Dagegen wehren sich einige Mitarbeiter zusammen mit der Gewerkschaft Unia.

Beinahe mehr Journalisten als Demonstranten fanden sich vor dem Novartis-Campus ein. (Bild: Jeremias Schulthess)

Rund 20 Mitarbeiter von Novartis demonstrierten am Mittwochmittag bei der Dreirosenbrücke gegen Entlassungen. Der Pharmakonzern hatte im Mai angekündigt, 500 Stellen am Hauptsitz in Basel abzubauen und gleichzeitig 350 neue zu schaffen.

Die Mitarbeiter übergaben symbolisch 1165 Unterschriften als Protest gegen den Abbau der 500 Stellen an den Personalverantwortlichen von Novartis Schweiz, Thomas Boesch.

Die Gewerkschaft Unia fordert, dass Novartis vollends auf den Personalabbau verzichtet. Für ein Unternehmen dieser Grössenordung sei das «durchaus machbar», sagte Brigitte Martig, Präsidentin der Unia Nordwestschweiz, vor den Medien.

Konversation

  1. So funktionieren Grossunternehmen heutzutage – in der Region Novartis und Roche. Da wird intern die Strategie und Ausrichtung geändert und man braucht per sofort Spezialisten in diesem Gebiet mit der notwendigen Expertise und andere altgediente Mitarbeiter sind dann leider überzählig. Die ganzen Prozesse und Abläufe sind optimiert, es verbleibt keine Zeit mehr Leute einzulernen, ihnen etwas Neues beizubringen oder sie zu schulen. Sie müssen vom ersten Tage an produktiv sein.
    Dasselbe mit der Lehrlingsausbildung, zwar bilden beide Firmen Dutzende Lehrlinge aus, aber nur die wenigsten kriegen nach der Lehrzeit noch eine Stelle, die meisten ziehen weiter oder machen halt weitere Ausbildungen wie Fachhochschule etc. Denn hier drängen bereits die Master Studenten aus dem Ausland auf den Markt und schnappen den Frischlingen die Stellen weg, zwar haben die kaum praktische Erfahrungen, aber ein grösseres theoretisches Fachwissen und können sich halt besser verkaufen.
    Als Arbeitnehmer bleibt einem nur immer am Ball zu bleiben und sich regelmässig weiterzubilden. Kurse und anerkannte Weiterbildungen gibt es viele. Man muss nur bereit sein zu investieren und dazu zu lernen, denn in Sachen Finanzierung von Weiterbildungen sind die Firmen in der Regel sehr grosszügig.

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