Regierung schiebt Entscheid über Wagenplatz weiter hinaus

Es bleibt alles offen: Die Regierung hat den Entscheid, was künftig auf dem Migrol-Areal geschehen soll, weiter hinausgeschoben.

Warten auf nichts: Die Wagenleute und alle anderen Nutzer des Migrolareals werden von der Regierung weiterhin im Ungewissen gelassen. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Es bleibt alles offen: Die Regierung hat den Entscheid, was künftig auf dem Migrol-Areal geschehen soll, weiter hinausgeschoben.

Kurz vor Mittag versammelten sich auf dem Marktplatz vor dem Rathaus Wagenplatz-Bewohner und einige Sympathisanten. Auf dem Trottoir spielten Kinder und es wurden Flyer verteilt. Die Wagenleute wollten den für Dienstag angekündigten Regierungsentscheid zum Migrol-Areal abwarten oder vielleicht sogar vor Ort persönlich erfahren. Sie warteten vergeblich.

Seit einer Woche kursieren Gerüchte um einen Fussballplatz, der auf dem letzten grossen, freistehenden Areal am Klybeckquai entstehen soll. Am Sonntag gab es eine Kundgebung mit mehreren Hundert Teilnehmern, die Sympathie mit den Freiraumaktivisten schien gross. Ebenso gross ist auch die Spannung darüber, für welche Nutzung der Kiesfläche sich die Regierung entscheiden wird.

Situation bleibt unklar

Der Sprecher des Regierungsrates, Marco Greiner, lässt sich jedoch auf Anfrage keine Antworten entlocken. Er sagt einzig: «Der Regierungsrat hat an seiner Sitzung heute zum Migrol-Areal nichts entschieden, was für die Öffentlichkeit relevant ist.» Zwar würden sich die Regierungsräte hin und wieder über mögliche zukünftige Nutzungen beraten und es würden auch verschiedene Optionen auf dem Tisch liegen, sagt Greiner: «Wir kommunizieren aber erst, wenn ein definitiver Entscheid gefällt ist.» Zu den Fussballplatz-Gerüchten wollte sich Greiner gar nicht äussern.

Auch Immobilien Basel-Stadt (IBS) hält sich bedeckt. Die IBS trägt als Baurechtnehmerin der Fläche die Verantwortung und müsste einen Regierungsentscheid – wenn ein solcher denn getroffen würde – umsetzen. Zu erfahren ist bei der IBS lediglich: «Die Evaluation möglicher Zwischennutzungen des Migrol-Areals ist noch nicht abgeschlossen.»

Konversation

  1. die jungen, sogenannten linksalternativen haben das Vertrauen in Regierung und Staat längst verloren und andere werden es nach und nach auch verlieren. Ängste, Vorurteile, Aggressionen und Egoismus schüren Verhaltensweisen und Einstellungen, die einem demokratischen Kanton/Land unwürdig sind. Aber anscheinend wollen wir das so.
    Und doch versuchen die oben genannten Jungen immer wieder mit farbigen, positiven, kreativen und friedlichen Zeichen zu zeigen, dass sie Ideen zu gemeinschaftlichem und unterstützendem Leben haben. Wer das sehen möchte, könnte es sehen.

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  2. lieber die Gerüchteküche schüren, Ängste anheizen, Agressionen fördern, als offene Kommunuikation zu pflegen. Daran geht mehr als nur Gesprächskultur kaputt………….. Basel, meine Stadt………….

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  3. „Ja sagen zu dem, was ist und was es braucht.“
    Was ist? Wagenburg.
    Was es braucht? Wirklich diese Wagen? Für ein paar wenige oder vielleicht doch etwas für einige mehr?

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  4. Von Berufes wegen versuche ich junge Menschen nicht zuletzt auch in Kommunikation und Wahrnehmung zu fördern. Was hier abläuft fördert weder das Eine noch das Andere. Jämmerlich!
    Wie gesagt: was hindert die Regierung daran, einfach zu akzeptieren, dass es diesen Freiraum braucht? Ja sagen zu dem, was ist und was es braucht, wäre so schwierig doch nicht.

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