«Rettet Basel!» lädt zur Chropfleerete ins Theater

Der Verein «Rettet Basel!» lädt diesen Samstag ins Theater Basel. Dort können enttäuschte Leser ihre Kritik über die von Markus Somm geführte «Basler Zeitung» für ein Videoprojekt aufnehmen lassen.

Üble SVP-Hofberichterstatter? Der Verein «Rettet Basel!» nennt die Basler Zeitung nur noch «BlocherZeitung». (Bild: Hans-Jörg Walter)

Der Verein «Rettet Basel!» lädt am Samstag ins Theater Basel. Dort sollen Besucher ihre Kritik über die von Markus Somm geführte «Basler Zeitung» für ein Videoprojekt dokumentieren lassen.

Die Gegner der «Basler Zeitung» (BaZ) mobilisieren erneut. Diesmal will «Rettet Basel!» im Foyer des Theater Basel eine «filmische Intervention» abhalten. An der Veranstaltung, die am Samstag, 21. Juni stattfindet, sollen Besucher vor der Kamera aussagen, wie sie zur BaZ stehen.

«Im Gespräch mit Ihnen und geladenen Gästen machen wir eine Bestandsaufnahme davon, was die ‹Blocherzeitung› in der Region Basel bewirkt und auf welchen Widerstand sie trifft», schreibt der Verein in einem Aufruf. Ein Team von Basler Filmschaffenden um Edgar Hagen werde die Veranstaltung dokumentieren.

Veranstalter nimmt Videostatements auf

Ziel des Anlasses sei es, Stellungnahmen von (ehemaligen) BaZ-Lesern einzuholen. Diese wollen die Filmemacher für ein Videoprojekt verwenden. Wer nicht erkannt werden will, darf auch anonym aussagen.

Im Nachtkaffee werde Schauspielerin Ariane Andereggen Textpassagen vorlesen, die Ansichten von Kritikern bestärken, wonach die BaZ immer mehr einem «Hebel der SVP-isierung der Schweizer Medienlandschaft» gleiche, heisst es im Aufruf.

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Die Veranstaltung findet am Samstag, 21.6. von 10.00 – 15.00 Uhr im Foyer des Theaters statt. 

An der Veranstaltung sprechen:

10.00 Lotti Stokar, Gemeindepräsidentin Oberwil
10.30 Claude Janiak, Ständerat BL
11.00 Rudolf Rechsteiner, Grossrat BS
11.30 Mario Gmür, Psychiater/Autor ZH
12.00 Brigitta Gerber, Grossrätin BS
13.00 Andrea Maihofer, Leitung Zentrum Gender Studies Uni Basel
13.30 Philipp Cueni, Medienjournalist
14.00 Beat Jans, Nationalrat
14.30 Hans-Peter Wessels, Regierungsrat BS

Konversation

  1. Heute in der BaZ:

    >Wessels ist schuld!
    >Morin ist schuld!
    >Ausländer sind schuld!
    >Die Linken wollen uns den Spass am Auto fahren nehmen!
    >Somms geistige Selbstbefriedigung.

    Gestern in der BaZ:

    >Wessels ist schuld!
    >Morin ist schuld!
    >Ausländer sind schuld!
    >Die Linken wollen uns den Spass am Auto fahren nehmen!
    >Somms geistige Selbstbefriedigung.

    Morgen in der BaZ:

    >Wessels ist schuld!
    >Morin ist schuld!
    >Ausländer sind schuld!
    >Die Linken wollen uns den Spass am Auto fahren nehmen!
    >Somms geistige Selbstbefriedigung.

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  2. Bei jeder Nutzung des Online-Portals der BaZ frage ich mich, welche Rolle wohl der Tagi hat? Irgendwie müssen die doch verbandelt sein. Und wenn es um die BaZ geht, ist der Tagi auf beiden Augen blind. Interessant finde ich immer auch die Artikel, die auf baz-online aber nicht auf tagesanzeiger.ch erscheinen. Oder die selben Artikel aber auf tagesanzeiger.ch mit ganz anderen Kommentaren.

    Ja was will man diskutieren? Diese BaZ ist, wie sie ist. Und der Eigentümer wird keine Konzessionen machen. Die Zeitung wurde verkauft – geographisch (von Basel nach Zürich) wie politisch (von Mitte-links nach rechts-aussen). Protestieren gegen den Stil nützt nichts. Die einzige Lösung ist eine breit abgestützte Alternative.

    Diese Alternative muss kein Grossstadt-Journal sein, das mit Grösse und Dicke protzt. Nein, ein paar Seiten täglich, die dem „Baslerischen“ wieder ein Gesicht gäbe, würden genügen.

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