Schrecksekunden in der Druckerei

Ein verzweifelter Designer, ein genervter Blattmacher, Hektik in der Druckerei: Bei der ersten Produktion der neuen TagesWoche ist einiges schiefgelaufen – am Ende kam trotzdem (fast) alles gut.

Erst schien alles schiefzugehen, und dann rollte die Produktion der neuen Tageswoche doch noch an.

Ein verzweifelter Designer, ein genervter Blattmacher, Hektik in der Druckerei: Bei der ersten Produktion der neuen TagesWoche ist einiges schiefgelaufen – am Ende kam trotzdem (fast) alles gut.

Was für ein Abend! Bei der Produktion der neu gestalteten TagesWoche ging am Donnerstag alles schief, was schiefgehen kann. Zuerst gab es technische Probleme bei der Übermittlung der Druckdaten. Dann gab es Ärger mit den Farbprofilen. Als der Druck endlich lief, stieg die Schneidemaschine aus, es gab Schwierigkeiten beim Heften eines Teils der Auflage – und zu guter Letzt, als wir bereits markant im Verzug waren, machte uns auch noch das Nachtfahrverbot für Lastwagen Sorgen… 

Alexander Honsel von Zehnder Druck und Designer Ludovic Balland: «C'est une catastrophe!»

Alexander Honsel von Zehnder Druck und Designer Ludovic Balland: «C’est une catastrophe!»

Unser Designer Ludovic Balland, der beim Andruck vor Ort war, stand am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Kreativdirektor Hans-Jörg Walter improvisierte, tröstete, stellte die Kommunikation zwischen Redaktion und Druckerei sicher – und rettete, was zu retten war.

Ein Teil der Auflage leider nicht geheftet

Am Schluss hatten wir dann aber trotzdem noch Glück im Unglück: Das Blatt ist in letzter Sekunde rechtzeitig herausgekommen und heute an die Abonnentinnen und Abonnenten sowie an die Kioske verteilt worden. Falls Ihr Exemplar nicht geheftet sein, entschuldigen wir uns dafür in aller Form.

Sollten Sie die Zeitung nicht erhalten haben, schicken wir Ihnen gerne ein Exemplar nach (Abo-Tel. 061 561 61 61).

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Natürlich haben wir bereits selber erste Mängel im Layout entdeckt, die wir bis kommende Woche korrigieren werden. So ist zum Beispiel die Schrift an ein paar Stellen zu klein, auch bei der Druckqualität der Bilder gibt es noch Optimierungspotenzial.

Was ist Ihnen aufgefallen, liebe Leserinnen und Leser? Bitte geben Sie uns ein Feedback.

Vielen Dank für Ihre engagierten Kommentare
Nach Durchsicht der bisherigen Reaktionen (auch in diversen sozialen Medien) lässt sich folgendes momentanes Fazit ziehen: Die meisten kritischen Reaktionen beziehen sich auf die Papierqualität. Viele Leser monieren zudem die Schriftgrösse, andere das neue Format und das Layout.
Einige Mängel sind Folge der im obigen Beitrag geschilderten Druckpannen, etwa die fehlende Heftung in einem Teil der Auflage. Da die Zeitungsauslieferung wegen technischer Probleme gefährdet war, ging zudem eine erhebliche Zahl der Exemplare ungetrocknet in die Spedition – was sich negativ auf die Papierqualität und Anmutung der Layoutkonzeption auswirkte.
In den kommenden Tagen werden wir die Schriftgrössen revidieren und anpassen. Ausserdem werden wir in Zusammenarbeit mit unserer Druckerei das Problem der Papierqualität analysieren und nach Lösungen suchen.

Konversation

  1. Das neue Layout erinnert mich an meine Schulzeit: Wenn mir damals nicht genug zu schreiben eingefallen ist, habe ich riesige Titel gemalt und viel Leerraum um den Text gelassen. Nur auf die Idee mit den völlig unmotivierten Zeilenumbrüchen im Titel bin ich damals nicht gekommen. Meine Mutter hat nur den Kopf geschüttelt und gesagt: „Das soll wohl aussehen wie eine SMS auf dem kleinen Handydisplay“

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  2. dann gibt es wohl in zukunft nur noch fotos, und als launige reminiszenz an die Community ihre Kommentare, mary bader.

    das hätte dann die anmutung der «an phoblacht» aus den achtzigern und wäre in der heutigen Zeit etwas wirklich radikales.

    Soweit sollte es nicht kommen. denn auch für den greis kreis muss noch platz sein, weil: ich liebe gutenachtgeschichten.

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  3. … und alle anderen, die es nicht wissen: Ludovic Balland zeichnet auch für Konzept und Grafik der „Programminformation“ des Stadtkinos verantwortlich. Diese ist etwa einen Zentimeter höher (aber nicht breiter) als die TaWo, wirkt aber viel luftiger und vor allem übersichtlicher. Man kann eine Programmzeitung sicher nicht mit einer „gewöhnlichen“ Zeitung vergleichen, aber beim Stadtkino hat Herr Balland einiges besser gemacht. Ob das nun daran liegt, dass ihm dort WENIGER Leute ins Handwerk gepfuscht haben, oder vielmehr daran, dass sich die Verantwortlichen des Stadtkinos gegenüber Herrn Ballands Bestreben, sich künstlerisch auszutoben, BESSER durchgesetzt haben, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Dabei fällt mir ein: Vielleicht ist es das Ziel der TaWo, dass ihre Printausgabe genau so orientierungslos wie das WWW daherkommen soll. Dort kann man sich ja auch oft nicht zurechtfinden und verirrt sich. Und auch in der Online-Ausgabe der TaWo findet man oft nicht, was man sucht, nicht einmal, wenn man genau weiss, dass es da ist, weil man ein paar Tage zuvor zufällig darauf gestossen ist. Und da Herr Leupin keine Gelegenheit auslässt zu betonen, wie zentral die Online-Ausgabe ist (und mit wie wenigen Leuten er beides, Online- und Print-Ausgabe, machen muss), liegt der Schluss nahe, die Printausgabe soll das Internet simulieren. In diesem Fall kann man nur sagen: Félicitations, das ist Ihnen perfekt gelungen!

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  4. Ja – nundefahne – die Qualität von Outfit und Inhalt hat sich tatsächlich angeglichen. Das Outfit hat nun etwas altes punkiges was einem Georg Kreis Pamphlet ein jugendhaftes Antlitz verleiht. Vielleicht haben wir das Werk aus Ludvicas Ballerhänden wirklich noch nicht begriffen. Wäre ja voll peinlich!

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  5. … mary bader, wie sie sich den rest respekt vor der älteren generation erhalten haben.

    denn: mein respekt vor der jugend ist dem respekt mir gegenüber geschuldet, weil ich selbst einmal die jugend war.

    im übrigen: im zeitalter der durchgestylten mogelpackung hab‘ ich’s gerne wieder mal erdiger, kompakter und dreckiger.

    wohlan, wenn der inhalt noch zu stimmen kommt: nichts dagegen, dass man sich wieder mal nicht nur an den fotos orientiert.

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  6. @ fummel
    nichts gegen punk – nichts gegen retro style – nichts gegen ältere leute. aber den konsumenten der tawo sollte es gefallen – und das tut es eben nicht. so ein fuck.

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  7. «mary bader» ist auf tageswoche.ch seit: 25.03.2014
    Beiträge: 46

    jeder fängt mal an. ich bin ja schon geschwätzig, aber «mary bader», wenn ihre kadenz so weiter geht, überholen sie mich in einem halben jahr.

    gutes gelingen. und übrigens: ich habe die richtigen punks 1977 zum ersten mal in london live gesehen. da gefällt mir das neue layout natürlich. logo (pogo).

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  8. Katlaluna ist auf tageswoche.ch seit: 31.03.2014
    also seit heute – Beiträge: 1 um 20:45

    kataluna findets mutig, modern und punkig. hey punks meldet euch, ludovica ballerhand hat extra für uns punks ein punkiges layout gepunkt.
    hey kataluna, bist du auch ein mutiges, modernes punk?

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  9. Das neue Layout finde ich mutig, modern und punkig, chapeau. Gestalterisch ist es eine grosse Leistung von Ludovic Balland und ein gewagter Schritt der Leitung zu einem so radikalen Redesign. Mich spricht die gedruckte Version nun viel mehr an als zuvor. Nun hoffe ich, dass beim nächsten Druck alles rund läuft, die Klammern halten und die Schneidemaschine auf Trab ist. Viel Glück und bleibt dran.

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