Schweizer Biere mit Preisen überschüttet

In Bern wurden die ersten «Swiss Beer Awards» verliehen. Insgesamt gab es 66-mal Gold und 109-mal Silber. Dabei bekam die Übermacht Feldschlösschen Konkurrenz aus Winterthur. Aber auch kleine Brauereien aus Basel wurden geehrt.

Bei den ersten Swiss Beer Awards gab es eine Preisflut. (Bild: © Swiss Beer Award 2017)

Manchmal ist es tatsächlich die Masse, die es ausmacht. Und die hat Feldschlösschen: Bei den ersten «Swiss Beer Awards», der allerersten «nationalen Bierpremierung in verschiedensten Stilen» überhaupt, staubte das Rheinfelder Unternehmen ganze 27 Auszeichnungen ab. Acht davon waren aus Gold.

Feldschlösschen Bügel, Braufrisch, Stark, Weizen/Modern wheat, Hürlimann Lager Hell, Cardinal Draft Original, Eve Caipirinha und Litchi: Alle diese Biere aus dem Schlösschen in Rheinfelden sind Gold wert. Keine andere der 51 teilnehmenden Brauereien kommt auf so viele Auszeichnungen. Ausser: Doppelleu. Die Brauwerkstatt aus Winterthur, bekannt für ihr «Chopfab», konnte ebenfalls acht Goldmedaillen entgegennehmen.

Aber nicht nur die Grossen wurden ausgezeichnet, auch kleinere Brauereien aus der Region Basel durften stolz sein:

  • Fischerstube: dreimal Gold (Ueli Referenz, Weizen und Robur dunkel) und einmal Silber (Summer Ale)
  • Unser Bier: Zwei Goldmedaillen (Sommerbier, Weizen) und vier Silbermedaillen (Amber, Aypiey, Basler Alt, Blond)
  • Kitchen Brew: Gold für IPADIPA, Silber für American Pale Ale, Cascade Amber Ale, Session IPA und India Dark Ale

Insgesamt hatten sich 51 Brauereien mit 220 Bieren beworben. Bewertet wurden Optik, Aromatik, Geschmack, Konsistenz, Nachtrunk und Gesamteindruck. «Gold-Label-Biere stehen für hervorragende Braukunst, welche den Bierstil in idealer Weise interpretieren und darüber hinaus für das gewisse Etwas sorgen», schreiben die Organisatoren. Bei dem Silber-Label handle es sich um «sehr gute Vertreter des jeweiligen Bierstils.»

Da darf sich die Schweiz besonders freuen, dass von den 220 Bieren gerade mal 45 leer ausgingen. Alle anderen sind ausgezeichnet.

Konversation

  1. Naja, wenn ein Feldschlösschen Eve Litchi mit dem Gold Label ausgezeichnet wird und ein Unser Bier Amber „nur“ eine Silber Auszeichnung bekommt, dann Frag ich mich was daran die ach so hervorragende Braukunst auszeichnet. Nun bei einem Award vom Schweizer Brauerei-Verband ist es natürlich nicht verwunderlich das möglichst viele Biere ausgezeichnet werden und das man den grossen Playern viele Awards zugestehen muss.

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  2. Wenn 80% der Bewerber ausgezeichnet werden, so fragt sich die geneigte Leserin natürlich, ob nun die Biere so toll sind oder das Niveau des «Awards» so tief angesetzt ist. Ausserdem wäre es noch interessant gewesen, zu erfahren, wer oder was nun dieser «Swiss Beer Award» genau ist.

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