Städtisches WLAN kommt frühestens 2015

Vor 2015 wird es in der Stadt Basel wohl kein gratis WLAN geben. Der Prüfungsauftrag der Regierung steckt noch immer in der Vorprojektphase. Inzwischen stellt sich die Frage, ob das Projekt überhaupt noch zeitgemäss ist: Telekomunternehmen und Cafés rüsten weiter auf.

Ein städtisches WLAN will die Basler Regierung nicht. Der Ball liegt nun wieder beim Grossen Rat. (Bild: Livio Marc Stöckli)

Vor 2015 wird es in der Stadt Basel wohl kein gratis WLAN geben. Der Prüfungsauftrag der Regierung steckt noch immer in der Vorprojektphase. Inzwischen stellt sich die Frage, ob das Projekt überhaupt noch zeitgemäss ist: Telekomunternehmen und Cafés rüsten weiter auf.

Was in anderen Städten und Ländern bereits ein bekanntes Bild ist, kann man auch in Basel nicht übersehen: Passanten, die beim Stadtrundgang an einer Stelle kurz den Weg zur nächsten Beiz im Internet nachschauen oder ein Foto von ihrem Glacé auf Instagram posten; Barbesucher, die auf ihren Laptops und Tablets die Nachrichten oder E-Mails von der internet-affinen Grossmutter lesen. All dies nicht auf eigene Kosten, sondern über frei verfügbare Drahtlosnetzwerke. WLAN wird von Basler Cafés und Bars schon lange angeboten. Auf staatlicher Seite hingegen verzögert sich die Umsetzung eines entsprechenden Projekts für mindestens eineinhalb weitere Jahre.

Eine entsprechende Studie soll zwar noch diesen Herbst der Regierung vorgelegt werden, die Umsetzung dürfte dann allerdings mindestens ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen, sagt Samuel Hess, Leiter des Bereichs Wirtschaft des Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) und zuständiger Projektleiter: «Selbst wenn das Projekt von der Regierung gutgeheissen wird, stehen noch zahlreiche Aufgaben an.» Darunter falle beispielsweise die Kreditierung durch den Grossen Rat sowie der eigentliche Netzaufbau. «Nach momentanen Untersuchungen gehen wir davon aus, dass bei einem positiven Bescheid das Netz irgendwann 2015 stehen wird.»

Anstoss für das laufende Projekt war eine Petition der Jungen CVP mit dem Titel «Drahtlos statt ratlos. Für ein kostenloses Public WLAN in Basel» von 2009, welche dann erst 2012 in die Vorprojektphase geschickt wurde. Jedoch geht das scheinbar schwierige Thema WLAN in der Stadt Basel noch weiter zurück.

«Der Regierung nicht wichtig genug»

Bereits 2007 reichte der SVP-Politiker Sebastian Frehner einen Vorstoss ein, in dem er die Regierung bat, die Möglichkeiten eines Open-Source-Netzwerks zu überprüfen, was eigentlich nichts anderes ist, als gratis WLAN. Die Regierung befand sich allerdings gerade in Gesprächen mit Mobilfunkanbietern bezüglich des kantonalen Umweltschutzgesetzes und verschob das Geschäft auf Ende 2011. Es wurde 2012, bis es dann mit dem Anliegen der Jungen CVP vereint und dem Projektteam übergeben wurde.

Das Thema wurde unterdessen allerdings nicht unbeachtet gelassen. Der Basler Rechtspopulist Eric Weber reichte noch im Juni 2013 eine schriftliche Anfrage ein, in der er sich erkundigte, wo man in Basel kostenlosen Internetzugang habe und ob der Kanton diesbezüglich nicht «mehr Internet anbieten und zuerst für die Einheimischen sorgen» könne. Die Regierung antwortete, dass ein diskriminierungsfreies, öffentliches WLAN-Angebot derzeit geprüft werde.

Geprüft wird weiterhin, und Frehner, der den ersten Anstoss in Richtung freies WLAN machte, ärgerte sich immer mehr darüber, dass sich die Geschichte in Basel so lange hinzieht. Bereits in einem Interview vergangenen Sommer meinte er, dass selbst «weniger gut entwickelte Länder wie Estland» ein umfassendes Netz anbieten könnten – wieso dies Basel so lange nicht auf die Reihe kriegt, kann er sich auch ein Jahr später noch nicht erklären. «Es scheint, der Regierung ist das Projekt nicht wichtig genug, nicht prioritär», sagt Frehner.

Andere Städte sind weiter

Den Vorteil sähe er nach wie vor für die Touristen und die Wirtschaft, aber auch für die Stadtbewohner. «Könnte man mit dem Laptop im Kannenfeldpark sitzen und arbeiten, würden dies auch viel mehr Menschen tun.» Dass dies finanziell machbar sei, davon ist er überzeugt: «Ich will ja auch nicht, dass der Staat Millionen dafür ausgibt.»

In anderen Schweizer Städten ist man inzwischen um einiges weiter. Die Stadt Luzern betreibt seit 2007 in der Innenstadt ein freies WLAN und registriert monatlich mehrere Millionen Benutzer-Minuten. In Genf kann man flächendeckend gratis surfen – zahlreiche über die Stadt verteilte Zugriffspunkte, sogenannte Hotspots, ermöglichen dies. Auch in Bern wird ein entsprechendes Projekt vorangetrieben. Derzeit beschränkt sich das Angebot noch auf Hotspots an zentralen Orten wie Bahnhof, Bärenplatz, Kursaal oder die Länggasse.

Basler WLAN nicht überflüssig

Während Basel noch immer prüft, wie ein öffentliches WLAN-Angebot aussehen könnte, entwickelt sich auch die Technologie munter weiter. Grössere Datenvolumen seitens Mobilfunkanbieter sind bereits verfügbar, schnellere Verbindungen auch. So begann die Swisscom bereits Ende November vergangenen Jahres mit der kommerziellen Nutzung von LTE. Der Mobilfunkstandard der vierten Generation lässt Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 150 Mb pro Sekunde zu. Das LTE-Netz ist die nächste Stufe nach dem UMTS-Mobilfunkstandard, besser bekannt als 3G.

Bis Ende 2013 sollen 70 Prozent der Bevölkerung nun mit LTE versorgt sein und auch die Anbieter Sunrise und Orange rüsten enstprechend auf. Diese Entwicklung stellt die Notwendigkeit eines öffentlichen WLAN in Frage, denn ein «normales» WLAN läuft mit ungefähr 50 Mb pro Sekunde. So ist es fraglich, ob insbesondere ansässige Stadtbenutzer ein WLAN-Angebot überhaupt nutzen würden, da ihre Smartphones mit LTE eigentlich schneller durchs Netz flitzen.

Diese Problematik ist Hess durchaus bewusst, dennoch findet er nicht, dass ein Basler WLAN aufgrund verbesserter Mobilfunkstandards überflüssig werde: «Natürlich kommt der Nutzen eines öffentlichen WLAN aufgrund des verbesserten Mobilfunknetzes und tieferer Roaminggebühren für Touristen unter Druck. Die Regierung ist jedoch immer noch der Meinung, dass ein solches Netz für die Nutzerinnen und Nutzer der Stadt einen Mehrwert bieten kann.» Und auch Frehner hält an seinem Wunsch nach einem Open-Source-Netzwerk fest, deshalb sei ihm auch wichtig, dass im Herbst endlich etwas geschehe.

Gratis surfen im Tram

Im öffentlichen Verkehr kann derweil schon gratis gesurft werden. Bereits im November 2012 entschied die BVB nach einer Testphase, noch bis Ende 2013 gesamthaft 28 Cambino-Trams und 38 Busse mit WLAN auszustatten. Momentan wartet sie allerdings auf den Regierungsentscheid bezüglich städtischem WLAN, bevor die Aufrüstung fortgesetzt wird, sagt Maurus Stöckli von der Medienstelle.

Die BLT hingegen bietet schon seit Februar 2012 mit ihrem FreeNet in sämtlichen 19 Tango-Trams freie Internetnutzung an. Gemäss Alfred Schödler von der BLT seien 19 weitere Tango-Trams inklusive WLAN-Austattung bei Stadler Rail bestellt. Wer Zeit zum Verweilen hat, kann sich auch einfach in ein Café setzen, das WLAN anbietet. In welchen Lokalitäten freies Internet angeboten wird, sieht man auf der Karte.

Konversation

  1. 1. Die Swisscom darf das nicht durchführen, sonst wird es Dünger für die Bauern im Oberbaselbiet. Das wird dann mit Gateway in Zürich und SMS-Auth angeboten. Super. Wir haben eine IWB, die das anbieten könnte. Sie organisiert sowieso die Uhren und Beleuchtung in der Stadt, also wieso nicht auch WLAN?
    2. Muss das auf 2.5Ghz in der Innerstadt und auf 5Ghz am Ring und in Aussenquartieren angeboten werden. In den Aussenquartieren z.b. auf dem Neuweilerplatz, Wiesenplatz, Voltaplatz, Wettsteinplatz etc. soll 802.11n oder sogar 11ac, auf höher montierten Installationen mindestens 802.11g&a angeboten werden.
    3. Müssen die Kirchen und Hochhäuser der Stadt kooperieren und Platz anbieten. Die WLAN-Brücken können auch als Mesh organisiert werden und tagsüber photovoltaisch betrieben werden (nicht nötig, aber wäre publikumswirksam) Die Router verbraten vielleicht 10W unter Volllast, das kann die Kirche wirklich verkraften. Die Glockenmotoren verbrauchen 10x mehr.
    4. Wichtigster Punkt: Das Netz MUSS FLACH AUSGELEGT werden. Die Nutzer müssen sich gegenseitig sehen dürfen und das Netz sollte IPv6 anbieten (eigentlich nur und pur, damit mal endlich etwas geschieht in diesem Bereich). Die Nutzer müssen sich gegenseitig direkt sehen können, auf allen Ports und mit der grösstmöglichen Geschwindigkeit. Zwischen dem St. Johann und dem Wettsteinquartier dürfen sich die Zürcher Überwacher der Swisscom nicht einmischen. Was in Basel passiert, bleibt in Basel. Das hat nichts mit Lokalpatriotismus zu tun, sondern mit der Verfassung der Schweiz: Wir sind ein Bundesstaat und nicht hörig. Ausserdem ist es eine gewaltige Verschwendung von Ressourcen. JabberBasilea jetzt!
    5. In diesem Netz dürfen Privatpersonen freie Dienste anbieten und das Netz erweitern. Das heisst, ich darf z.b. in Kleinhüningen am einzigen Knoten beim Stücki ein NAT mit fc00 dahinter betreiben und die Betreiber achten nur darauf, dass ich keinen Mist ins Netz sende. Erweiterungen werden bei der Polizei angemeldet.
    6. Die Basler Polizei erhält eine halbe Stelle, die in Netzwerktechnik entweder ausgebildet wird (sehr günstig und sehr limitiert auf den Kernauftrag) oder eingekauft wird (sehr teuer und wegen Kompetenz schnell einmal der gefährliche Gang-Go für die StaWa). Da geht es in erster Linie darum, dass diese Person ähnlich dShield das Netz beobachtet und die Autorität hat, mitzuschneiden oder herumzuforschen, falls jemand Groben Unfug tut.
    7. Jeder Knoten bietet die volle und grösstmögliche Verschlüsselung (i.S.v. WPA2) an. Keine Spässe wie WEP oder gar nichts.
    8. Der Informatikdienst der Stadt Basel oder die IWB betreibt einen inoffiziellen DNS-Server und die Zone heisst .basel So können die Anbieter der Montageplätze als Gegenleistung innerhalb des WLAN Domänen betreiben. Wie wäre es mit uni.basel oder barrouge.basel? Statt der ICANN Geld zu geben, könnten wir hier einfach selber eine Domäne kreieren. fasnacht.basel ist dann ein Soziales Netzwerk, das nur um die Fasnacht herum betrieben wird. Tattoo.basel ist eine interne Plattform, die für die Besucher Interessantes bereit hält. In einem flachen Netz ist so etwas möglich. Und so hätten Auswärtige die verblüffende Erkenntnis, dass man hier sogar im Äther witzige Dinge entdecken kann und warten beim nächsten Besuch zu Basel gespannt auf die SSID. Weitere Ideen: strassenkunst.basel, herbstmesse.basel. Findige Zeitgenossen können ein VPN anbieten, das ins Stadtnetz tunnelt, damit diese Domain von aussen erreichbar ist. Ganz viele interessante Dinge sind möglich!

    So, und jetzt erkläre ich euch, was wirklich passieren wird:

    Für Millionen von Franken wird eine stadtfremde Firma an angeblich wichtigen Plätzen (Bankverein z.b. oder die mittleren Plätze) ein paar wackelige CISCO-Router aufstellen, natürlich nur einkanalig und nur auf 2.5Ghz mit 802.11g. Die wichtigen Dienste werden gesperrt und es wird nach Webseiten gefiltert. Direkte Verbindungen sind nicht möglich oder nur im Schneckentempo über Zürich.
    In Solothurn werden amerikanische Pornoseiten gefiltert (das sind völlig legale Seiten, z.b. sogar unregulierte, weil das Gesetz besseres zu tun hat), aber die echt schlimmen z.B. aus Russland und Brasilien nicht. Auch obskure Subkulturen („Bulimie könnte man ja auch zensieren oder wieso auch nicht liveleak? Dieses Baidu Video ist auch suspekt und verbraucht nur viel Bandbreite!“) Wenn man sich denkt, dass in Basel zweidrittel Ausländer leben, müssten wir von jedem Kulturraum der Welt Zensur einkaufen und unterhalten. Das kostet Millionen pro Jahr. Für was?
    Aber es wird so kommen, weil unsere Politiker keine Ei— keinen Mut mehr haben, einfach zu machen. Siehe Vorschlag vom 2007 bis jetzt. Andere haben Familien gegründet in dieser Zeit!

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  2. Je häufiger wichtige Informationen, auch von staatlicher Seite, überwiegend im Internet aktualisiert werden, Anträge und Formulare online ausgefüllt werden müssen, je wichtiger wird ein „Jedermann-gratis-W-Lan“.

    Allerdings waren wir heute am Rhein zum Abendessen. Mutter u. Vater mit zwei Söhnen setzte sich an den Nebentisch. Die ca. 17-18 jährigen „Kinder“ bewegten ihre Zeigefinger ständig über das Glas ihres I-Phones. Eine flüssige Unterhaltung fand kaum statt. Als das Essen kam, dachte ich mir, dass es vielleicht besser gewesen wäre, die Kinder zuerst in die elementaren gepflogenheiten der Tischkultur einzuführen und dann das I-Phone zu schenken. Erschreckend wie gut man mit dem Handy umging, aber nicht einmal ordentlich mit Messer und Gabel essen konnte. Die Gabel wurde halten wir eine Forke, das Messer mit der Faust geführt, Schnitzel geschnitten, als wenn es in einen Hecksler geraten wäre um dann das Messer wegzulegen und mit der rechten Faust „weiterzufressen“ nebenbei wurde weitergegooglet, man hatte ja eine Hand frei.
    Ehrlich.. da hab ich mir gewünscht, die W-Lan-Verbindung würde für 30 Minuten zusammenbrechen!

    Freiherr von Knigge lebte vor über 200 Jahren, daher konnten wir in dieser Zeit unsere Sitten und Gepflogenheiten in Anlehung an dieses Büchlein weiterentwickeln. Das W-Lan- fähige Handy gibt es noch nicht so lange, aber ich hoffe, das sich mit der Zeit auch hier einige Spielregeln durchsetzen werden.
    Ich weiss, es ging ums städtische W-Lan und mein Beitrag über Tischkultur und Gepflogenheiten ist länger. Es ergab sich halt so, durch das heutige Erlebnis. Daher bitte ich um Entschludigung bei dieser Ausschweifung.

    Wenn ich wählen dürfte würde ich sagen:
    Städtisches W-Lan für jeden Bürger
    aber werdet im Umgang mit den neuen Medien auch bitte mal erwachsen und vergesst die Kinderstube nicht.

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  3. Ich habe hier auch weniger für oder gegen ein öffentliches W-Lan argumentiert, sondern versucht das negative Bild vom Internet aus ihrer Argumentation zu relativieren. Man erlebt dies auch an allen politischen Konferenzen zum Thema Internet Governance: Die Überzeichnung, der negativen Aspekte des Internets (Cyberkriminalität, Sucherverhalten usw.) ohne die vielen Veränderungen und Chancen überhaupt wahrzunehmen.
    In Basel bleibt erstmal einfach abzuwarten, ob der Kanton sich durch ein öffentliches W-Lan einen volkswirtschaftlichen Nutzen erwarten kann. Das hängt auch ganz stark davon ab in welchen Bereichen sich die Stadt Basel entwickeln möchte. Die Tourismusbranche wird sicherlich auf ein öffentliches W-Lan drängen, denn den Touristen bringt dies einen großen Nutzen und damit indirekt auch der Branche.

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  4. Noch ein Kommentar zu @F M Holzapfel:
    Man ersetze in ihrem Beitrag das Internet durch das Velo und ihre Argumentationskette bleibt logisch die Gleiche nur die Absurdität wird deutlicher. „Es gab ja schlussendlich auch eine Welt vor dem Velo und wir hatten damals solche Dinger …wie hiess das noch gleich? … Wanderschuhe.“
    Ihre Argumentation ist folglich ziemlich billig.

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  5. Hotspot der KPN (grosser niederländischer Provider).

    „Offener“ Hotspot. Man gerät auf eine Portalseite, wo alle aktuellen Züge und deren Verbindungen angezeigt werden inklusive Störungsmeldungen. Vermutlich kann man da auch noch andere „Bahnhof-relevante“ Dinge abrufen.

    Wer mehr will, muss sich anmelden, was dann allerdings kostenpflichtig ist.

    So ein WLAN in der Stadt, dass Stadtkarten, Hinweise, Veranstaltungen und was alles so sinnvoll für die Stadt wäre (eigene kleine Präsentationen für alle Geschäfte?) kostenlos und anonym (da kein eigener Inhalt publiziert werden kann) und danach für diejenigen, die mehr wollen, mit einer Identifikation ähnlich BLT mit Vollzugriff auf den Rest der Welt.

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  6. Völlig undenkbar (das meine ich Ernst).

    Wollen Sie verantwortlich sein für kriminellen Inhalt, der über Ihre freie WLAN-Verbindung von einem anonymen Passanten publiziert wurde? Genau das ist auch der Grund, warum die BLT (macht die BVB vermutlich ähnlich) den Nutzer über seine Mobilnummer identifiziert. Das mag im ersten Moment zwar umständlich sein, hat aber schwerwiegende juristische Gründe, die ein freies WLAN, wo jeder seinen Anschluss zur Verfügung stellt nicht bieten kann.

    Und ja, ich bin wirklich der Meinung, dass eine minimale Identifikation im Zweifel für den Betreiber notwendig ist. So sehr ich kostenfreie und freie Projekte unterstütze, hier geht das leider leider nicht, da es sofort ausgenutzt werden würde.

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  7. Nein, ich bin kein Opfer der Angstkultur, sondern IT-Spezialist, der gerade feststellt, dass Sie von IPv6 (das mit „jeder hat seine eigene IP Adresse“) keine Ahnung hat. Kleiner Hinweis: Die eindeutige IP (v6) besteht aus einer Netzadresse (des Providers) und einem im Idealfall laufend wechselnden persönlichen Teil. Das ist eindeutig, lässt sich aber nicht zum nächsten WLAN mitnehmen.

    Auch heute schon ist jedes Endgerät über seine „MAC Adresse“ eindeutig identifizierbar. Nur weiss niemand, wem die MAC Adresse gehört, es ist lediglich eine technische Notwendigkeit. Das nützt dem Staatsanwalt aber wenig und Ihnen auch nicht, wenn über Ihren Anschluss eine Straftat begangen wurde. Und das hat nichts mit Angstkultur zu tun – ich bin tatsächlich (zumindest in unseren Breitengraden) gegen Anonyme Kommentarfunktionen und (für die jeweiligen Betreiber) eindeutig identifizierbare Nutzer.

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  8. Auch Sie sind ein Opfer der s5aatlich gewollten Angstkultur.
    Übrigens erübrigt sich diesbezüglich Ihre Angst, die nächste Generation W-Lan Empfangsgeräte, sprich Smartphone, Tablet, Netbook etc. werden eine eigene IP Adresse haben.

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  9. Wir haben bereits genügend Internetverbindungen in der Stsdt und in unserem Land, wenn nur jeder 3. eine W-Lan Antenne an ein Fenster platzieren würde, hätten wir schon lange Stadt oder Landesweit freies W-Lan. Solche Ideen gefallen unseren 3 grossen Telekomunikationsanbietern sicherlich nicht!

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  10. Wär schon schön, wenn sich die Stadt und BVB/BLT koordinieren und zu einem einheitlichen Login kommen.
    WLAN Hotspots wären nicht nur für Touristen toll. Vieles ist über WLAN immer noch schneller als über UMTS oder gar noch GSM. Habe schon 2-3 mal schnell im BLT Tram eine Öffnungszeit oder den genauen Weg nachgesehen. Gerade die Karten brauchen sonst ewig bis sie geladen sind.

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