Swisscom will in Basel unterirdische Antennen bauen

In einem Pilotprojekt testet Swisscom Mobilfunk-Antennen in Kabelschächten. Bis Ende Jahr könnten die ersten in Basel-Stadt in Betrieb gehen.

In Schächte wie hier in der Gerbergasse werden demnächst Mobilfunk-Antennen eingebaut.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

In einem Pilotprojekt testet Swisscom Mobilfunk-Antennen in Kabelschächten. Bis Ende Jahr könnten die ersten in Basel-Stadt in Betrieb gehen.

Mobilfunk-Antennen prangen bislang in luftiger Höhe auf Hausdächern und an Masten. Bald könnten die Antennen auch von unten strahlen. Denn Swisscom prüft derzeit, neue Mobilfunk-Antennen unterirdisch in Schächte einzubauen. Das, um die steigende Datenmenge für mobile Telefonie und Internet zu bewältigen.

Auch in Basel hat Swisscom entsprechende Eingaben gemacht, das bestätigt André Frauchiger, Sprecher des Tiefbauamts. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, kann Frauchiger jedoch keine weiteren Angaben machen.

Fest steht: Die Antennen sollen in bestehende Schächte eingebaut werden, wo bereits Kabel für Festnetzanschlüsse installiert sind. An drei Standorten in Grossbasel sind die unterirdischen Antennen geplant: an der Gerbergasse 70, Steinenvorstadt 58 und am Kohlenberg 1.

Erste Antennen Ende Jahr in Betrieb

Im Moment laufen die «Vorbereitungsarbeiten für eine Inbetriebnahme», sagt Sabrina Hubacher von der Swisscom. Man habe eine Bewilligung für die Antennen eingereicht. Ein Baugesuch ist bei Mobilfunk-Antennen nicht notwendig, wenn die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden. Die ersten Antennen sollen in Basel bis Ende Jahr in Betrieb genommen werden, sagt Hubacher.

Das Ganze ist ein Pilotprojekt, das in Bern bereits startete und nun auf die Städte Basel, Lausanne und Zürich ausgeweitet wird. Im ersten Halbjahr 2016 will Swisscom entscheiden, ob mehr Schächte mit unterirdischen Antennen ausgestattet werden, sagt Hubacher.

Widerstand zwecklos

Grund für den Ausbau ist das Datenvolumen, das in den letzten vier Jahren anstieg – heute sind es 15-mal mehr Gigabyte als 2011, die Swisscom im Mobilfunknetz verarbeitet. Der Antennenwald wurde deshalb auch in Basel-Stadt immer dichter.

Die oberirdischen Antennen stiessen häufig auf Widerstand in der Bevölkerung, meist in dicht besiedelten Gebieten in der Stadt. Doch Einsprachen gegen die Antennen blieben bislang ohne Folgen. Denn: So lange die Grenzwerte eingehalten werden, bleiben die Einsprachen erfolglos. Auch bei den unterirdischen Antennen dürfte Widerstand zwecklos sein.

Konversation

  1. Ja, betreffend Stromleitungen 100% einverstanden.

    Mir ging es eben vor allem darum, dass man alles überall und möglichst bequem haben, aber die Konsequenzen dafür nicht tragen will.

    Obwohl man durch sein Verhalten die unerwünschten Unannehmlichkeiten erst verursacht (Fluglärm, Natelstrahlen UKW-Strahlen etc.).

    So lange ich ab Basel fliege, werd ich mich nie über Fluglärm über mein Haus beschweren, denn mit meinem Verhalten erzeuge ich ihn ja.

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  2. Jeder will kommunizieren und konsumieren (WLan, Radio etc.) aber niemand die Strahlung. Unterirdisch ist ästhetisch die elegantere Lösung.

    Jeder will Strom, niemand jedoch die Stromleitungen.

    Das ist in etwa gleich schizophren wie die goldküstler Fluglärmgegner. Jeder dort will umsverrecken nur von Zürich aus fliegen, je weiter und exklusiver, umso besser. Aber Fluglärm? Nein Danke!

    Ich danke Weber für die ausführliche Aufzählung, habe mich köstlich amüsiert.
    Er hat noch den Aspekt des Tragens eines Aluhutes vergessen, mit welchem man sich vor manipulativer Strahlung schützen kann 😉

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    1. @Georg: da gehe ich mit Ihnen nicht einig. Ich behaupte jetzt einfach wider besseres Wissen, dass es den meisten hierzulande piepschnurzegal ist, ob es strahlt oder nicht, Hauptsache das i-Dings funktioniert und zwar immer und überall. Was die Ästhetik anbelangt, da haben Sie zwar recht, aber um die geht es nicht, denn gewünscht wird ja eine Funkverbindung zum Netz und nicht ein Kabelanschluss mit Steckdose im Gully. Deshalb meine Frage oben, was wohl ein Physiker dazu meint.

      Betreffend Strom und Stromleitungen ist es natürlich so, dass letztere sehr wohl unterirdisch verlegt werden könnten. Technisch machbar, lediglich die Netzbetreiber wollen das nicht umsetzten. Lieber für die alten Überlandleitungen die Gebühren etwas nach oben schräubeln.

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  3. Super Sache, das in direkter Nähe von Altersheimen, Schulen und Kindergärten zu machen. In Münchenstein stehen Antennen direkt oben auf der Sporthalle der Primarschule.

    Warum?

    Weil diese Antennen nicht nach unten strahlen, sonst hätten sie nämlich kaum Reichweite. Der sicherste Platz, um von diesen Antennen nicht verstrahlt zu werden ist dementsprechend in allernächster Nähe.

    Weitere Beispiele gefällig:
    Ich kenne einen Fall in Hannover (Norddeutschland), wo der zentrale Fernsehturm aus der Innenstadt ersetzt wurde durch einen noch leistungsfähigeren Turm am Stadtrand. Dort hatten die Bewohner plötzlich keinen Fernsehempfang mehr und man musste extra zusätzliche nach schräg unten strahlende Antwennen installieren.

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  4. @ Fritz Weber:
    …und sich natürlich von der hübscheren Hälfte der Menschheit abwenden: Deren Ausstrahlung ist teilweise unwiderstehlich und hat so manchen Mann schon schwer verrückt, äh verliebt gemacht!

    Was sogar Ausstrahlung alles anrichten kann!

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  5. @B Esser Wysser: Stimmt das Erdmagnetfeld habe ich weggelassen, dabei ist es erwiesen, dass auch dies gefählich ist. Führt es doch zu Knochenbrüchen und dergleichen. Allerdings dachte ich, dass ein Magnetfeld keine Elektromagnetische Strahlung darstellt, da dieses nicht mit einem Elektrischenfeld gekoppelt, aber ich bin ja kein Physiker.
    Ebenfalls unterlies ich natürlich dass es noch Gammastrahlung gibt etc. Aber ich habe mich auch bewusst auf unsere tägliche Dosis Sonnenstrahlung und deren Folgen beschränkt falls sie dies nicht bemerkt haben sollten.
    Zum Schluss stimme ich Ihnen aber zu: wir müssen das Erdmagnetfeld abstellen, die Sonne ausknipsen und uns mit einem dicken Bleimantel umgeben um Strahlenschäden zu minimieren …. es ist Zeit, dass die Politik endlich etwas unternimmt!

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  6. @ M Cesna:

    Exakt! Inkl. aller artverwandten Spezies aus anderen Galaxien u.d.m.

    Goldene Zeiten für angeknabbertes Gemüse. Oder sind es doch Früchte – die Früchte der Arbeit erfinderischer Zeitgenossen (z.T. schon verflossen). Ach diese Strahlen…

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